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Runder Tisch Grundschule

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Bausteine für eine bessere Bildung
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Tagung - Chancen ergreifen: Schule gemeinsam gestalten!

(11/04) - Der Runde Tisch Grundschule führte am Samstag, 20. November 2004, seine dritte Fachtagung, dieses Mal zum Thema "Chancen ergreifen - Schule gemeinsam gestalten " durch. Über 200 Teilnehmerinnen und Teilnahmer fanden sich an der Pädagogischen Hochschule in Ludwigsburg ein, um mit dem Hauptreferenten, Professor Richard Meier, und in zahlreichen Ideenwerkstätten über eine Verbesserung von Schule und Unterrichtr zu diskutieren. "Nur wenn wir Schule gemeinsam gestalten, können wir Chancen der Veränderung nutzen. Bildung als Aufgabe aller, lange vor Schuleintritt und weit über die Grundschule hinaus, heißt die Herausforderung der Zeit." hieß es im Einladungsschreiben des Runden Tisch Grundschule. Die Tagung bot hierzu viele nützliche Anregungen.

Die Begrüßungsrede von Bernd Rechel, dem Sprecher des Runden Tischs Grundschule, finden Sie hier zum Lesen und Downloaden:

 04-11-20 Begrüßung Rechel.pdf
 

Weitere Informationen zur Tagung: Grafik rechts anklicken!

zur Homepage des Runden Tisch Grundschule




zur Pressemitteilung
vom 20.11.04

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Runder Tisch Grundschule beklagt einseitige Berichterstattung im Schulmagazin

(08/04) - Der Runde Tisch Grundschule beklagt in einem Schreiben an zahlreiche schulische Entscheidungsträger die einseitige Berichterstattung im Schulmagazin 13/2004. In der vom Kultusministerium herausgegebenen Zeitschrift wurde aus Sicht des Runden Tisch Grundschule einseitig und wissenschaftlich unseriös über die Anhörung zur Weiterentwicklung der Grundschule berichtet.

Die Stellungnahme und den Begleitbrief können Sie hier Downloaden:

 04-07-22 Begleitbrief RT Schulmagazin.pdf
 

 04-07-22 Stellungnahme RT Schulmagazin.pdf
 

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"Auf den Anfang kommt es an!" Konzepte grundlegender Bildung im Elementar- und Primarbereich

(04/03) - Die frühe Bildung entscheidet über Bildungsschicksale von Kindern. Darum muss dieser Bereich erheblich gestärkt werden. Diese Erkenntnis aus PISA ist unbestritten. Auf entscheidende Verbesserungen warten Kindergärten und Grundschulen aber nach wie vor, denn weder das neue Kindergartengesetz noch die Reform der Erzieherinnenausbildung leisten einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung der frühkindlichen Bildung. Reformen für die Grundschulen sind zwar angedacht, aber die notwendigen Ressourcen von Kürzungen und Streichungen bedroht.

Vor diesem Hintergrund luden die am Runden Tisch Grundschule beteiligten maßgeblichen Eltern- und Lehrerorganisationen des Landes zu ihrer zweiten großen Fachtagung nach Ludwigsburg ein. "(Früh)Kindliche Bildung neu entdecken" lautete das Thema, unter dem Eltern, Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer, Verantwortliche in der Schulverwaltung und Bildungspolitik gemeinsam fundierte Konzepte und tragfähige Ideen für den Elementar- und Primarbereich diskutierten.

Die beiden Hauptreferate von Prof. Dr. Fischer und Dr. Kristin Gisbert stehen zum Download zur Verfügung:

 Referat Fischer RT 2003.pdf
 190 KB

 Referat_Gisbert_RT_2003.pdf
 136 KB

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PISA und die Folgen: Gemeinsam für eine zukunftsfähige Grundschule

Der auf Initiative der GEW neu konstituierte "Runde Tisch Grundschule" nahm am 16.3.2002 in Stuttgart eine grundsätzliche Standortbestimmung grundlegender Bildung vor.
Gemeinsam luden Aktion Humane Schule (AHS), der Arbeitskreis der Gesamtelternbeiräte, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg, der Grundschulverband, der Landeselternbeirat (LEB) und der Verband Bildung und Erziehung (VBE) Eltern, Lehrer/innen, politisch Verantwortliche und alle an Bildung Interessierten zu dieser wichtigen Standortbestimmung ein. Ziel war ein breites Bündnis für bessere Bedingungen grundlegenden Lernens, um die Zukunftsfähigkeit der (Grund)Schule zu sichern. Der bekannte Berliner Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Ulf Preuss-Lausitz hielt das Hauptreferat.

Das Referat steht zum Download zur Verfügung (161 KB):

 Hauptreferat Preuss-Lausitz.pdf
 

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Bausteine für eine bessere Bildung

Eltern- und Lehrerorganisationen signalisieren mit dieser gemeinsamen Plattform ihre Konsensfähigkeit im Interesse einer Qualitätsoffensive für grundlegende Allgemeinbildung.

Der gemeinsame Blick geht auf die Grundschule als pädagogisch gestalteten Raum, aber auch auf die Strukturen und Bedingungen, welche die pädagogische Gestaltung ermöglichen und begrenzen.

Ziel ist, einen intensiven Diskussionsprozess anzustoßen und die Grundschulreform weiter voranzubringen. Angesprochen sind alle, die an der Gestaltung der Grundschule beteiligt sind: Eltern, Lehrerinnen und Lehrer, Schulverwaltung, Lehrer/innenbildung, Bildungspolitik. Wir laden herzlich ein, sich an dieser Diskussion zu beteiligen.
Die Grundschule legt das Fundament schulischer Bildung. Was in die Grundschule investiert wird, macht sich für jedes einzelne Kind, für die ganze Schule, letztlich für die ganze Gesellschaft bezahlt. Die Grundschule muss endlich so ausgestattet werden, wie es ihrer grundlegenden Aufgabe angemessen ist.

Dazu formuliert der Runde Tisch Grundschule die folgenden zentralen Begründungen, Zielsetzungen und Schulentwicklungsperspektiven:

  1. Als "Ganze Halbtagesschule" hat die Grundschule ein pädagogisches Gesamtkonzept mit einem verlässlichen Zeitrahmen von mindestens fünf Zeitstunden, dafür qualifizierte Lehrkräfte und weitere Fachkräfte sowie eine LehrerIinnenreserve, die Ausfälle zuverlässig und vollständig abdeckt. Auch an Grundschulen müssen Ganztagesangebote bedarfsorientiert eingeführt werden.
  2. Eine elementare Allgemeinbildung, die umfassende Persönlichkeitsbildung mit dem Ziel autonomer Handlungsfähigkeit verbindet, ist Voraussetzung für grundlegende Bildung und Chancengleichheit für alle. "Schlanke" Bildungspläne definieren verbindlich grundlegende Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kompetenzen, sind aber offen für Zukunftsentwicklungen und lassen Freiräume für schuleigene Schwerpunkte als Teil eines nachhaltigen Schulentwicklungsprozesses mit begleitender interner und externer Evaluation.
  3. Grundschulen und Kindertageseinrichtungen - insbesondere die vorschulischen Bildungseinrichtungen - arbeiten verstärkt zusammen, um Kinder früh zu fördern und ihre Schulfähigkeit individuell zu entwickeln. Flexible Formen der Einschulung und der Verweildauer im Anfangsunterricht sowie altersgemischte Lerngruppen kommen der Unterschiedlichkeit der Kinder entgegen.
  4. Frühes Fremdsprachenlernen ist eingebunden in den normalen Unterricht und erfolgt durch qualifizierte Lehrkräfte vorwiegend mündlich als handlungsorientiertes "Sprachbad".
  5. Lehrkräfte sind gut ausgebildet in Pädagogik, Didaktik und Methodik, Diagnostik und Lernförderung und wissen über außerschulische Hilfs- und Förderangebote Bescheid. Entsprechend ihren individuellen Bedürfnissen werden SchülerInnen zieldifferent unterrichtet und gefördert. Die notwendigen Stunden stehen im Rahmen eines Innovationspools zur Verfügung.
  6. Kinder brauchen um leistungsfähig zu sein eine ermutigende Lernkultur, die sie annimmt und sicher macht und ihre Lernerfolge konsequent fördert. Differenzierte Formen der Lernerfolgsrückmeldung und Leistungsbeschreibung sind in Verbindung mit wirksamen Konzepten für eine gezielte Lernförderung notwendig.
  7. Nach den Ergebnissen von PISA müssen mögliche Formen längeren gemeinsamen Lernens offen und vorurteilsfrei diskutiert, entwickelt und erprobt werden. Als Resultat eines mittelfristigen Entwicklungsprozesses wird die deutliche Verlängerung der gemeinsamen Schulzeit angestrebt. Eltern erhalten die Entscheidungsverantwortung für den Schulübergang nach gründlicher Übergangsberatung. Intensivierte Kooperationsformen tragen dazu bei, die Übergänge zwischen den Schularten zu erleichtern.
  8. Die Grundschule praktiziert gemeinsames Leben und Lernen unter dem Motto "Es ist normal verschieden zu sein". Kinder mit Behinderungen oder Teilleistungsschwächen können auch zieldifferent unterrichtet werden. Sonderpädagogische und sozialpädagogische Hilfen stehen zur Verfügung. Die Kooperationsmöglichkeiten mit Sonderschulen werden genutzt.
  9. Die Grundschule als offener Lern- und Lebensraum lebt von der Erziehungspartnerschaft mit den Eltern. Gemeinsam sorgen LehrerInnen und Eltern für ein gutes Schulklima, arbeiten teamfähig und kooperativ, pflegen eine Kultur der Anerkennung und können mit Konflikten konstruktiv umgehen. Die Grundschule integriert außerschulische Angebote und arbeitet mit Vereinen, Kirchen, Experten und anderen Partnern des schulischen Umfelds zusammen.
  10. Als Haus kreativen Lernens integriert die Grundschule Kunst und Musik, Sport und Spiel, Feste und Feiern in das Schulleben. Musische Förderung und Medienerziehung sind gleich wichtige und sich ergänzende Bausteine einer zukunftsoffenen Grundschule, die dafür die notwendige Ausstattung erhält.
  11. Die Grundschule hat kleine, dem Entwicklungsstand der Kinder angemessene Lerngruppen und genügend Lernzeit, um ihren vielfältigen Aufgaben gerecht zu werden. Das "Teilerprinzip" bei der Klassenbildung wird der Unterschiedlichkeit von Lernbedingungen nicht gerecht und führt zu ungleichen Lernchancen.
  12. Alle Lehrkräfte sind in Theorie und Praxis gut und gleichwertig auszubilden. Notwendig ist ein gemeinsames Grundstudium mit stufenspezifischen Schwerpunkten. Schulentwicklung, Fortbildung und Elternarbeit sind im Tätigkeitsprofil und in der Gesamtarbeitszeit der Lehrkräfte verankert.

Langfassung der "Bausteine" zum Download (258 KB):

 Langfassung Bausteine RT GS.pdf
 

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Mitglieder des Runden Tischs Grundschule

Die Initiative Runder Tisch Grundschule wird getragen von:
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft,
Verband Bildung und Erziehung,
Landeselternbeirat Baden-Württemberg,
Arbeitskreis der Gesamtelternbeiräte,
Aktion Humane Schule,
Grundschulverband

Folgende Organisationen unterstützen die Ziele des Runden Tisches Grundschule:
Initiative zur Förderung rechenschwacher Kinder,
Landesarbeitsgemeinschaft GEMEINSAM LEBEN - GEMEINSAM LERNEN,
Landesarbeitsgemeinschaft HILFE Für BEHINDERTE, Landesverband LEBENSHILFE Baden-Württemberg,
Landesverband LEGASTHENIE Baden-Württemberg,
Landesverband LERNEN FÖRDERN Baden-Württemberg.



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