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| Großes Interesse am Thema der Tagung "Gewaltprävention – Was geht!?"
GEW-ajs Tagung: 130 Lehrer/innen, Schulsozialarbeiter/innen, Polizisten und Interessierte aus anderen Berufsfeldern trafen sich Ende Oktober in Stuttgart-Vaihingen, um erfolgreiche Ansätze der Gewaltprävention an Schule zu diskutieren.
Im Zentrum stand die These, dass Gewaltprävention in Form von Schul-Projekt(woch)en gut ist, aber letztlich nicht nachhaltig wirksam und für die Akteure zufrieden stellend sein kann. Im Hauptvortrag wurde das Modell der Hauptschule Innenstadt Tübingen vorgestellt, das die Prinzipien Bilden und Erziehen gleichwertig versteht; eine Schule, die sich konsequent als Jugend- und Lebensschule sieht.
Gewaltpräventiv bewirkt hier in erster Linie eine umfassende Wahrnehmung von Schüler/innen (wenn sie Probleme machen, dann deshalb, weil sie Probleme haben). Daraus folgt eine Form des Umgangs miteinander, zwischen Lehrer/innen und Schüler/innen, die auf Normenklarheit und Wertschätzung beruht. Der Tauschwert, den Schule hier anbietet, heißt Unterstützung beim Lernen, im Verhalten und bei den Lebensbedingungen. mehr...
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| Gewaltfreie Schule ist keine Utopie (PK am 24.10.05)
ajs/GEW präsentieren erfolgreiche Beispiele der Gewaltprävention
Stuttgart – Gewaltprävention soll an jeder Schule eine Selbstverständlichkeit werden, schlugen die Aktion Jugendschutz (ajs) und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) am Montag (24.10.) in Stuttgart vor. „Es genügt nicht, wenn einzelne Lehrkräfte für Gewaltprävention zuständig sind. Das Thema muss in der Lehrerausbildung ein fester Bestandteil werden und eine größere Rolle in der Lehrerfortbildung spielen“, sagte Ur-sula Pfeiffer, ajs-Landesvorsitzende vor Journalist/innen.
ajs und GEW machen sich dafür stark, dass im Rahmen des Ausbaus der Ganztagsschulen auch Gewaltprävention im pädagogischen Konzept der Schulen einen wichtigen Platz erhalten soll. „Gewaltprävention funktioniert nur, wenn pädagogische Profis entsprechende Projekte initiieren und langfristig begleiten. Das geht nicht mit ehrenamtlichen Jugendbegleitern, sondern nur mit qualifizierten Lehrkräften, Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen sowie Erzieherinnen und Erziehern. Die Streichung der Landesmittel für Schulsozialarbeit war ein Fehler und sollte von Ministerpräsident Günther Oettinger rückgängig gemacht werden“, sagte der GEW-Landesvorsitzende Rainer Dahlem.
Der Tübinger Schulleiter Fritz Sperth zeigte am Beispiel der bereits mehrfach ausgezeichneten Hauptschule Innenstadt, dass Schulen der Gewalt nicht hilflos gegenüber stehen müssen, sondern erfolgreiche Gewaltprävention durch systematische Schulentwicklung möglich ist. mehr...
ajs und GEW veranstalteten am Dienstag (25.10.) in Stuttgart eine landesweite Fachtagung unter dem Titel „Was geht!?“ Dort wurden erfolgreiche Ansätze in der Gewaltprävention an Schulen in Baden-Württemberg vorgestellt.
Beiträge zur Tagung können Sie hier Lesen/Herunterladen (wird ergänzt, Acrobat Reader erforderlich):
- Statement von Rainer Dahlem, Vorsitzender der GEW Baden-Württemberg
- Statement von Prof. Dr. Ursula Pfeiffer, Vorsitzende der Aktion Jugendschutz Baden-Württemberg
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| Ziel und Inhalt der Tagung
Gewaltbereite Schüler/-innen machen Probleme, und sie haben auch Probleme. Deshalb brauchen sie beides: Verständnis und Konfrontation. Verständnis und Respekt für die Rahmenbedingungen, unter denen sie ihr Leben meistern auf der einen Seite, unnachgiebige Konfrontation und daraus folgende Konsequenzen bei Grenzüberschreitungen und Regelverletzungen auf der anderen. Nötig dafür ist, dass die an der Schule geltenden Regeln allen bekannt sind und von allen vertreten werden. Normenklarheit auf der einen und individuelles Fördern und Fordern auf der anderen Seite hilft „Grenzüberschreitern“ weiter.
Lehrer/-innen erweitern ihre Kompetenzen, indem sie ein vielfältiges Instrumentarium zur Konfliktbearbeitung in den Bereichen Prävention und Intervention anwenden können. Wenn Lernanreize über Notengebung hinausgehen, wenn die Förderung des Sozialverhalten und der Lebensbewältigung auf der Tagesordnung stehen, kann ein Klima gegenseitigen Respekts entstehen. Nötig ist also eine „Klare Linie mit Herz“. Dazu wird sich ein Kollegium als Team entwickeln und die Schulsozialarbeit an prominenter Stelle einbeziehen müssen.
Neben dieser Theorie zeigt sich überall im Ländle, dass „was geht“. Dass Gewaltprävention praktisch umsetzbar ist, manchmal sogar Spaß macht, in jedem Fall die Beteiligten zufrieden macht, wenn sie gut vorbereitet und durchgeführt wird. Die Tagung soll außer durch Worte (Referat) auch praktisch erlebbar (Workshops) machen, dass Gewaltprävention in Schulen eine Anstrengung ist, die sich lohnt.
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| Programm
| 09.30 Uhr | Anmeldung | | 10.00 Uhr | Begrüßung Prof. Dr. Ursula Pfeiffer, ajs Rainer Dahlem, GEW | | 10.15 Uhr | Referat: Gewaltprävention und Schulentwicklung Fritz Sperth, Hauptschule Innenstadt Tübingen | | 10.00 Uhr | Nachfragen | | 11.15 Uhr | Pause | | 11.30 Uhr | Workshops 1 bis 7 (Erster Durchlauf) | | 13.30 Uhr | Mittagspause | | 14.30 Uhr | Kultureller Zwischenstopp Hämmerle - Ein Mann schafft klare Verhältnisse In Wirklichkeit ist alles ganz anders, als es scheint. Kabarettistische Auszeit von und mit Bernd Kohlepp. | | 15.00 Uhr | Workshops 1 bis 7 (Zweiter Durchlauf) | | 17.00 Uhr | Ende der Tagung | | Moderation | Lothar Wegner (ajs) und Brigitte von Dungen (GEW, ajs) |
| Tagungsflyer zum Ausdrucken:
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