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Themen Allgemein bildende Schulen Schule und Unterricht Unterricht Bildungspläne Umgang mit neuen Bildungsplänen und G8 | ||||||
| Umgang mit neuen Bildungsplänen und G8 | ||||||
| Kritik an Inhalt und Rahmenbedingungen der Bildungsplanreform Nach wie vor ist nicht klar, worin der von der Ministerin verkündete "Paradigmenwechsel" im Unterricht konkret bestehen soll. Die modische Formel "von der Input- zur Output-Steuerung" hilft uns nicht weiter, im Gegenteil: ihr inflationärer Gebrauch nervt. Eine neue Orientierung des Unterrichts setzt zunächst eine kritische Analyse des konkreten Unterrichts voraus. Diese hätte begleitet werden müssen von intensiver Beratung durch Fachleute von außen. Dies war und ist im Zeitplan und im Budget der Ministerin nicht vorgesehen. Die vom KM in die Welt gesetzten Begriffe stiften nach wie vor große Verwirrung und wecken Befürchtungen.
Der Prozess einer bewussten Neuorientierung des Unterrichts auf der Grundlage einer Evaluierung der zu reformierenden Unterrichts- und Arbeitsprozesse hat in den PISA-"Siegerländern" ein Jahrzehnt gedauert und dauert noch an. Bei uns in Baden-Württemberg muss befürchtet werden, dass die Arbeit, die wir derzeit im Akkordtempo zu verrichten haben (Kerncurriculum, Schulcurriculum, Kontingentstundentafel, Schulprofil), keineswegs zwangsläufig dazu führt, dass der konkrete Unterricht besser wird. So wie die Dinge liegen, besteht die Gefahr, dass am Ende der laufenden Bildungsplanreform im Kern nur übrig bleibt: Eine auf acht Jahre verkürzte Schulzeit mit höherem Arbeitstempo, stärkerem Notendruck für die Schüler/innen, Verschärfung der selektiven Funktion des Gymnasiums und noch mehr Stress für uns Lehrer/innen. |
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| Reformen brauchen günstige Rahmenbedingungen Wir wollen (nicht erst seit PISA):
Dazu brauchen wir angemessene Rahmenbedingungen wie z. B. kleinere Lerngruppen, Freiheit bei der Gestaltung des Unterrichts, professionelle Beratung und Fortbildung, deutliche Entlastungen für die Umsetzung der Reformen. Und wir brauchen Zeit. Dass die Rahmenbedingungen für die Umsetzung eines von der Landesregierung als wichtig erachteten Vorhabens auch großzügig gesetzt werden können, zeigt das Beispiel des im September anlaufenden Hochbegabten-Internats in Schwäbisch Gmünd. Die KollegInnen sind vom Februar an mit halbem Deputat freigestellt für eine intensive Fort- und Weiterbildung und für die Umsetzung der Bildungspläne. Derartige Rahmenbedingungen finden wir nicht ansatzweise vor. |
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Deshalb: Überlastung und Stress vermeiden
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Chancen nutzen: Verwendung des 12-Stunden-Pools
Im Interesse der SchülerInnen, die künftig mit einem verlängerten und verdichteten Unterrichtstag konfrontiert werden, ist es sinnvoll, Zeiten auch für Angebote zur Entspannung und zur Hausaufgabenbetreuung aus dem 12-Stundenpool zu nehmen. Nach Aussage des KM (im Hauptpersonalrat Gymnasien am 8. April 2003) soll der 12 - Jahreswochenstunden - Pool "flexibel" eingesetzt werden mit dem Ziel, eine ungebührliche Ausdehnung der Stundenbelastung für die Schüler/innen zu vermeiden. Die Stunden aus dem Pool von 12 Jahreswochenstunden stehen jeder Klasse zu, müssen aber nicht klassenweise eingesetzt werden, schon gar nicht für normalen fachbezogenen Unterricht. Sie können auch Lehrkräften als Deputatsstunden für die Umsetzung von Maßnahmen und Angeboten wie den oben beschriebenen zugewiesen werden. Diese Möglichkeit sollten wir extensiv nutzen. |
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