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Unterrichtsversorgung

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Unterricht fällt aus?
Bitte melden: GEW-Internetportal

19. April: 5.000 für bessere Schulen - Proteste gehen weiter

(04/08) 5.000 Eltern , Schüler/innen und Lehrer/innen machten sich am 19. April in Stuttgart für bessere Schulen stark. Der GEW-Landesvorsitzende Rainer Dahlem ermutigte die Demonstranten, die aus ganz Baden-Württemberg auf den Schloßplatz gekommen waren, ihren Einsatz fortzusetzen.

www.schule-mit-zukunft.com

Demo "Schule mit Zukunft"GEW-Landesvorsitzender Rainer Dahlem

19.04.: Demo für bessere Schulen in Suttgart


55.000 Unterschriften für kleinere Klassen

links: Volker Schebesta (CDU), rechts: Kultusminister Helmut Rau (CDU)55.000 Unterschriften für kleinere KlassenRau fällt die schlechte Unterrichtsversorgung auf die Füße

(10/07) An immer mehr Orten in Baden-Württemberg protestieren unzufriedene Eltern für bessere Lern- und Arbeitsbedingungen an den Schulen. In Tübingen gingen Eltern von Realschüler/innen auf die Straße, in Offenburg gibt es eine Initiative gegen zu große Klassen in den Gymnasien, eine Elterninitiative überreichte vor dem Landtag 55.000 Unterschriften für kleinere Klassen, in Freiburg werden ebenfalls Eltern protestieren. Die GEW unterstützt diese Initiativen und setzt sich für zusätzliche Lehrerstellen ein.

Demo-Rede Dahlem 19.04.


 Demo-Lied.pdf
 


 Rede_Dahlem.pdf
 Heilbronn 25.01. (26 KB)


PM 25.01.: Proteste in 17 Städten

PM 14.12.: Elternproteste

PM 10.10.: 55.000 Unterschriften

PM 28.09.: Elternproteste


AK Gesamtelternbeiräte

Landeselternbeirat

Zu wenig Schüler für kleine Klassen

Eine Grundschule im ländlichen Raum hat in diesem Schuljahr eine Anmeldung zu wenig. Anstatt in den gewohnten kleinen Klassen muss jetzt notgedrungen jahrgangsgemischt unterrichten werden. Dafür fehlen der „Zwergschule“ aber eigentlich die notwendigen Räumlichkeiten und Lehrkräfte. Für die 28 Schüler/innen bedeutet das Frontalunterricht, Zeitdruck und Unruhe. Individuelle Förderung, z.B. für ein körperbehindertes Kind, das mit der Begründung eingeschult wurde, die kleine Schule könne auf die speziellen Bedürfnisse eingehen, ist faktisch nicht mehr möglich.

Schulsozialarbeiter: 18 statt 10 Kinder

Ein Schulsozialarbeiter einer Grund- und Hauptschule hat ab sofort in seinen Projektgruppen statt bisher 10 voraussichtlich 18 Kinder.

Riesenklassen im Kinderland

„Ist dies das Kinderland?“ fragen die Elternbeiräte einer Grundschule, an der drei erste Klassen zu zwei zusammengelegt werden und jetzt 30 Kinder in einer Klasse sitzen.

Sitzenbleiber müssen die Schule wechseln

Eine Realschule berichtet, dass Sitzenbleiber an Schulen in Nachbarorte wechseln müssen, weil die Klassen überfüllt sind. „Ist das gerade für schwächere Schüler förderlich?“, so der Schulleiter.


PM Schuljahresbeginn:
Kaum Förderunterricht


Durchwachsener Start ins neue Schuljahr
Kommentar Dahlem


Landtagsanfragen Unterrichtsversorgung

 GHRS1.pdf
 04.09.07 (85 kb)

 Gym-BS.pdf
 04.09.07 (55 kb)

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Weniger Förderunterricht an Grund- und Förderschulen

Eine große Grundschule stand vor der Entscheidung, vier dritte Klassen zu drei vierten Klassen mit großen Schülerzahlen zusammen zu legen – oder den gesamten Förderunterricht einzusparen. Jetzt wird dort kein Förderunterricht mehr stattfinden.

Eine Grundschule hat im kommenden Schuljahr statt zehn nur zwei Stunden für Arbeitsgemeinschaften zur Verfügung. Die Schule hat einen hohen Ausländeranteil und investiert viel Zeit in die Kooperation mit Kindertageseinrichtungen und weiß nicht, wie sie diese seit vielen Jahren aufgebaute Arbeit aufrechterhalten kann.

An einer weiteren Schule sollen Vorbereitungsklassen für sprachschwache Kinder mit Migrationshintergrund abgeschafft oder zusammengelegt werden.

Eine andere Schule streicht den Unterricht für Kinder mit Lern- und Rechenschwäche (LRS).

An einer Förderschule fehlen 80 Stunden bei gleicher Klassenzahl und annähernd gleicher Schülerzahl. Folge: Es kann maximal der Pflichtbereich abgedeckt werden, Abstriche sind nötig bei Arbeitsgruppen, der Kooperation mit Grundschule, Präventionsarbeit und zusätzlicher Förderunterricht wird gestrichen.

Lehrereinstellung 2007

weitere Informationen und Berichte

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Ganztags ohne Lehrer

Obwohl sie seit diesem Schuljahr eine Ganztagsschule mit Mensa ist, bekommt eine Grund- und Hauptschule keine zusätzlichen Lehrerstunden. Die Hauptschule, „wegen der die die Ganztagsschule ursprünglich angedacht wurde, wird nach diesem Schuljahr wohl endgültig abgewickelt“, befürchten die Lehrer. Trotz aller pädagogischen Konzepte hat die einzige Grund- und Hauptschule vor Ort zu wenige Anmeldungen und wird wohl geschlossen. Vom Schulamt kein Verständnis, „für die zählen einfach nur Zahlen“, klagt eine Lehrerin.

Jugendbegleiter müssen einspringen

Andere Erfahrungen mit der Schulverwaltung hat eine Haupt- und Werkrealschule gemacht: „Unser Schulamt ist sehr offen und unbürokratisch, jedoch können sie uns nicht mehr Stunden geben, als sie vom Regierungspräsidium zugewiesen bekommen.“ Um das Programm an der Ganztagsschule aufrechtzuerhalten, werden jetzt Förderstunden umgewidmet und Jugendbegleiter müssen einspringen.

Eine Hauptschule berichtet, dass ihr Konzept mit einem Kurssystem nur aufrechterhalten werden kann, weil Jugendbegleiter das verpflichtende Angebot sichern und Übungsstunden „umgewidmet“ werden.

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Kann keine Stunden herbeizaubern

Ähnliche Szenen an einer Realschule in Nordbaden. Um ihr Schulprogramm wie vorgeschrieben aufrechtzuerhalten, müssen hier mehrere Fächer in Gruppen über dem Teiler unterrichtet werden. „Das Amt für Schule und Bildung bemüht sich redlich, aber kann auch keine Stunden herbeizaubern“ berichtet ein Lehrer. Seine Kritik richtet sich vor allem an das Regierungspräsidium: „Man hat den Eindruck, die haben auf Durchzug gestellt.“ Unverständlich ist für ihn die starre Fixierung auf Zahlen. Er sagt, „bisher konnte mir niemand die Berechnung des so genannten Plausibilitätswerts erklären, aber was ich weiß: uns fehlen Lehrer!“

Kein Ergänzungsbereich an Realschulen?

Mehrere Landkreise melden, dass für den Ergänzungsbereich an Realschulen keine Stunden zur Verfügung stehen, das heißt im „Schulverwaltungs-Deutsch“: „Im Realschulbereich wird das Niveau der Lehrerversorgung des Vorjahres nicht erreicht.“

Eine Realschule berichtet zum Beispiel, dass das seit 2003 aufgebaute Schulprofil ohne die Stunden des Ergänzungsbereichs nicht mehr zu verwirklichen ist. Dort fehlen 26 Wochenstunden.

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Vorlesungen sichern den Pflichtbereich

„Eine Frechheit, dass Minister Rau verlauten lässt, der Pflichtunterricht sei gesichert; der blanke Hohn, wenn ich an unserer Schule schaue“, sagt ein Gymnasiallehrer, an dessen Schule der Unterricht gleich reihenweise gestrichen wurde. Gleich in mehreren Jahrgangsstufen fallen Sportstunden weg, in Klasse 9 gibt es weder Ethik noch katholische oder evangelische Religion. Durch das „unausgegorene Konzept von Naturwissenschaft und Technik“ fehlt es an Fachräumen, klagt der Lehrer. Physik wird vielfach im Klassenzimmer erteilt, im naturwissenschaftlichen Profil wurde der Klasse 11 gar eine Wochenstunde gestrichen. In der Oberstufe wurde der Klassenteiler in vielen Kursen überschritten, Geschichte wird „vorlesungsartig“ für zwei Klassen gleichzeitig erteilt.

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Job in der Wirtschaft ist attraktiver

Ein Lehrer einer Kaufmännischen Schule schreibt eine Woche vor Schulanfang: Habe heute von der Schulleitung erfahren, dass ein junger Kollege am Vormittag mitgeteilt hat, er habe eine Stelle in der Industrie, erscheine deshalb nicht mehr. Abmangel: 25 Unterrichtsstunden BWL. Außerdem ging eine Kollegin in den Ruhestand, eine ist im Mutterschutz und eine ins Sabbatjahr. Es gibt keinen Ersatz, sondern die fehlenden Stunden müssen durch einen Realschullehrer und durch Überstunden vertreten werden.

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Lehrerstellenhandel wie an der Börse

Eine Schulleiterin sagt: „Ich habe es mit Menschen zu tun und möchte nicht nur Stundenzuweisungen als statistische Größe. Es geht bei den Verhandlungen um zusätzliche Lehrerstunden zu wie an der Börse. Professionelle Arbeit sieht anders aus."

Übergangsquoten

Die ersten Meldungen (z.B. Karlsruhe, Rhein-Neckar, Stuttgart) zu den Übergangsquoten nach der Grundschule zeigen, dass sich auch in diesem Jahr der Trend der vergangenen Jahren fortsetzt: Immer mehr Kinder wechseln nach der vierten Klasse auf das Gymnasium, immer weniger auf die Hauptschule, während die Übergangszahlen auf die Realschulen leicht steigen.


(Die Meldungen aus Schulen sind anonymisiert, da die Schulleiter bzw. Lehrer/innen zum Teil befürchten, dass die Schule bei der weiteren Lehrerversorgung benachteiligt wird, wenn sie mit ihrer Situation an die Öffentlichkeit gehen.)

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