zur Startseite
Pfad zur Seite:Startseite - Themen - Beamtenpolitik - Arbeitszeit - Neubewertung - Ziele

Ziele

Was wir wollen

Eine Neubewertung der Arbeit von Lehrerinnen und Lehrern muss einen Beitrag dazu leisten, dass

  • alle Tätigkeiten von Lehrerinnen und Lehrern als Bestandteil der Arbeit akzeptiert und mit präziser zu definierenden Zeitbudgets versehen werden. Dazu ist eine präzisere Aufgabenbeschreibung und Gewichtung der einzelnen Tätigkeiten notwendig, wobei die Besonderheiten der unterschiedlichen Schularten berücksichtigt werden müssen. Dazu gehört auch die Berücksichtigung der Interessen der teilzeitbeschäftigten Kolleginnen und Kollegen.
  • eine enge Verbindung zwischen Reform des Unterrichts und des Lernens auf der einen und der Arbeit von Lehrerinnen und Lehrern auf der anderen Seite erreicht wird. Das heißt, dass durch eine Neubewertung neue Formen der Zusammenarbeit und der Teamarbeit begünstigt und nicht erschwert werden.
  • die Qualität der Arbeit von Lehrerinnen und Lehrern erhöht wird.
  • Lehrerinnen und Lehrer in ihrer Arbeit entlastet werden und dadurch eine höhere Arbeitszufriedenheit entsteht.
  • die Arbeit transparenter und deren Begrenzung sichtbarer wird als dies bei der traditionellen Bewertung der Lehrerinnen und Lehrerarbeit durch das Pflichtstundenmodell möglich ist.
  • für die Schulen zur Bewältigung ihrer Aufgaben verlässliche Rahmenbedingungen geschaffen werden.
  • das Pflichtstundenmodell mittelfristig überwunden und durch eine neue Arbeitszeitregelung abgelöst wird, die den tatsächlichen Anforderungen von Schule besser gerecht wird.

Die GEW will eine Bewertung der Arbeit von Lehrerinnen und Lehrern, bei der alle Tätigkeiten berücksichtigt werden und nicht nur das Abhalten von 45Minuten-Unterrichtsstunden.
Eine neue Arbeitszeitregelung muss die Lehrerinnen und Lehrer besser vor willkürlicher Arbeitszeiterhöhung schützen als dies mit dem Pflichtstundenmodell möglich ist.
Durch eine Reform der Lehrerinnen- und Lehrerarbeit müssen die Kolleginnen und Kollegen wirksam entlastet werden.

Jede Neuregelung muss diese beiden Voraussetzungen erfüllen.Alle Ergebnisse der Arbeitsgruppe beim Kultusministerium müssen daran gemessen werden, ob sie diese Ziele erreichen.





Was wir nicht wollen

(09/04) Je länger die Diskussion dauert, desto deutlicher wird, dass es im Kultusministerium, in der Schulverwaltung und auch bei einigen Schulleiterinnen und Schulleitern, die Mitglied der Arbeitsgruppe sind, massive Versuche gibt, schnelle und vorzeigbare Ergebnisse festzustellen, die allerdings keinesfalls im Interesse der Lehrerinnen und Lehrer sind. Deshalb machen wir an dieser Stelle deutlich, was die GEW in keinem Fall bereit ist zu akzeptieren:

  • ein Arbeitszeitmodell, das von oben verordnet wird und sich auf geringfügige Korrekturen wie bspw. Einführung einer "Präsenzzeit" oder Möglichkeiten eines Spreizdeputates reduziert.
  • eine Faktorisierung nach Fächern und Schulstufen wie in Hamburg, die zwar mehr Gerechtigkeit suggeriert, in Wirklichkeit aber alles beim Alten lässt.
  • eine Neuregelung der Arbeitszeit, die nicht entlastet, sondern weiter belastet, indem die außerunterrichtlichen Aufgaben genauer und verbindlicher definiert werden, aber das Unterrichtsdeputat in seiner traditionellen Form erhalten bleibt.
  • ein Arbeitszeitmodell, das der Landesregierung noch mehr Möglichkeiten gibt, die zu erledigenden Aufgaben und die Unterrichtsverpflichtung noch mehr und beliebiger zu manipulieren als dies bisher der Fall ist.
  • ein bürokratisch aufgeblähtes Modell, das in Erbsenzählerei ausartet, wie dies beispielsweise vom Landesrechnungshof vorgeschlagen wurde.

SucheHilfeEmailSitemapDruckversion
Suche,Hilfe,Email,Sitemap