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Studiengebühren? Nicht mit uns!

13.01.2017

Heute demonstrierten Studierende aus der ganzen Welt lautstark vor dem Wissenschaftsministerium in Stuttgart gegen die Einführung von Studiengebühren für Nicht-EU-Bürger/innen.

Die grün-schwarze Landesregierung hat in Baden-Württemberg entschieden, Studiengebühren für alle Studierenden aus Nicht-EU-Staaten einzuführen. 3.000 Euro sollen Nicht-EU-Ausländer/innen pro Jahr zahlen. Von diesem Geld sollen 300 Euro an die Hochschulen gehen, um „die Qualität des Studiums zu verbessern“. Studierende eines Zweitstudiums sollen mit 1.300 Euro pro Jahr zur Kasse gebeten werden. Ebenso soll für alle die Verwaltungsgebühr um 10 Euro erhöht werden. Damit will das Wissenschaftsministerium die Sparvorgaben aus dem Finanzministerium erfüllen und 48 Millionen Euro pro Jahr einsparen. Heute endete die Anhörungsphase des Gesetzes zur Änderung des Landeshochschulgebührengesetzes und des Akademiengesetzes.

Für die GEW ist es nicht nachzuvollziehen, warum für die gleiche Bildung unterschiedliche Gebühren gezahlt werden sollen, nur weil man als Studierender einer anderen Nationalität angehört. "Die Landesregierung will anscheinend, dass nicht kluge sondern reiche Köpfe hier bei uns studieren. Die Einführung von Studiengebühren für ausländische Studierende ist diskriminierend. Die GEW wehrt sich gegen jegliche Art von Studiengebühren!", sagte Cendrese Sadiku, GEW-Referentin für Hochschule und Forschung bei der Kundgebung vor dem Wissenschaftsministerium.

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