Sie sind hier:

Fachgruppe ambulante und stationäre Jugendhilfe

In den Arbeitsbereichen der ambulanten und stationären Kinder- und Jugendhilfe führen Spardiktate verstärkt zu Befristungen von Arbeitsverträgen und Teilzeitbeschäftigungen. Die Bedingungen für die Beschäftigten verschlechtern sich und es herrscht Fachkräftemangel in dieser wachsenden Branche der Kinder- und Jugendhilfe.

Die Anforderungen an die sozialpädagogischen Fachkräfte nehmen zu, ebenso die Rationalisierung, Arbeitsverdichtung und Arbeitsunsicherheit. Arbeitgeber sind häufig freie Träger, die in der Regel ohne tarifliche Bindung sind. Ihre Beschäftigten verdienen meist unangemessen wenig. Die Landesfachgruppe der GEW will auf diese Situationen aufmerksam machen und setzt sich dafür ein, dass die Rahmenbedingungen für die Mitarbeiter/innen in der Kinder- und Jugendhilfe verbessert werden.

von links: Eveline Mai, Harald Bischoff, Iska Müller

Die GEW setzt sich für sozialpädagogische Qualität ein
Gesellschaftliche Veränderungen haben Auswirkungen auf das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen. Bildung, Erziehung und Betreuung wird zunehmend institutionalisiert. Die Angebote der Kinder- und Jugendhilfe nehmen damit eine wichtige Rolle im Leben vieler Kinder und Jugendlicher und deren Erziehungsberechtigten ein. Die Qualität der Leistungen spielt für alle Beteiligten eine große Rolle.

Die Kinder- und Jugendhilfe hat die gesetzliche Aufgabe, junge Menschen in ihrer individuellen und sozialen Entwicklung zu begleiten und sozialer Benachteiligung entgegenzuwirken. Sie fördert die Persönlichkeitsentwicklung und -bildung als Grundlage gesellschaftlicher Teilhabe. Die Partizipation von Kindern und Jugendlichen und deren Erziehungsberechtigten ist Voraussetzung für eine fachlich qualifizierte und wirksame Kinder- und Jugendhilfe.

Die GEW setzt sich für bessere Standards ein
Gute Bildung, Erziehung und Betreuung für Kinder und Jugendliche braucht gut ausgebildete und gut bezahlte Fachkräfte.
Daher fordert die GEW gemeinsam mit den Beschäftigten:

  • Aufbau einer funktionierenden Arbeitnehmervertretung auch bei freien Trägern
  • einheitliche Bewertungskriterien bei der Eingruppierung
  • Tarifbindung aller Träger
  • Beschäftigungssicherheit durch unbefristete Arbeitsverträge
  • eine angemessene Gesundheitsfürsorge der Mitarbeiter/innen
  • eine qualifizierte Ausbildung bzw. Studium
  • Möglichkeiten zur Fort- und Weiterbildung
  • Beteiligung der Mitarbeiter/innen an einer guten Betriebskultur
  • Begleitung der Arbeit mit Supervision
  • Teilnahme an Team- und Qualitätsentwicklungsprozessen

Interesse an Mitarbeit?

Die Mitglieder der Landesfachgruppe ambulante und stationäre Kinder- und Jugendhilfe arbeiten in unterschiedlichen Bereichen, z.B. in Jugendhäusern, mobiler Jugendarbeit, Erziehungsstellen oder Kinder- und Jugendheimen. Wir freuen uns über GEW-Kolleg/innen, die sich zusammen mit uns für Qualität in der Kinder- und Jugendhilfe einsetzen und für gute Rahmenbedingungen für die Beschäftigten kämpfen.

Kontakt zur Fachgruppe

Eveline Mai
Vorsitzende Fachgruppe ambulante und stationäre Jugendhilfe
07248 8984
Harald Bischoff
Vorsitzender Fachgruppe ambulante und stationäre Jugendhilfe
0721 787024