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Fachgruppe Haupt- und Werkrealschulen

In den letzten Jahren wurden viele Haupt- und Werkrealschulen geschlossen, anderen steht dies bevor. Zukunft und Aufgabe der verbleibenden Schulen sind ungeklärt. Damit die betroffenen Lehrkräfte – egal, an welcher Schulart sie künftig unterrichten – in diesem Prozess nicht noch mehr unter die Räder kommen, bedarf es einer aktiven Interessenvertretung.

von links: Simon Bartl-Zuba (Vorsitz), Michael Pfeiffer, Katharina Klink, Frieder Schray, Waltraud Klett, Erhard Korn (Vorsitz), Brigitte Friedrich (Vorsitz), Oliver Nowack, Ottmar Rupp

Wir haben in den letzten Jahrzehnten viele wertvolle Kompetenzen und zukunftsfähige Konzepte entwickelt, die weiterhin wichtig sind und in die Schulentwicklung eingebracht werden müssen. Dazu gehören die Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund ebenso wie die Hinführung benachteiligter Schülerinnen und Schüler zum Mittleren Abschluss und die Entwicklung von Materialien auf allen Bildungsniveaus in der Vorbereitung der Gemeinschaftsschule. Wir wollen uns daher auf Augenhöhe in die Weiterentwicklung des Schulwesens einbringen.

Wertschätzender Umgang mit den Hauptschullehrerinnen und -lehrern
Lehrkräfte an auslaufenden Schulen brauchen eine langfristige und verlässliche Perspektive und einen wertschätzenden Umgang. Sie dürfen nicht zur Verschiebemasse werden. Mehrere Schulwechsel sind nicht akzeptabel. Wir erwarten, dass
• uns die Schulverwaltung ein Angebot macht, dass wir an Realschulen wechseln können. Dort werden unsere Kompetenzen stark gefragt sein.
• unsere Bewerbungen an andere Schularten bevorzugt behandelt werden. Die Versetzung mit Rückabordnung kann Sicherheit schaffen.

Wir kämpfen für eine klare und absehbare Aufstiegsperspektive aller Hauptschullehrkräfte nach A13/E13. Wir haben schon bisher erfolgreich zum Mittleren Bildungsabschluss geführt. Eine Höherstufung soll daher ohne weitere Hürden innerhalb von drei Jahren ermöglicht werden. Es darf an Sonderschulen, Realschulen und Gemeinschaftsschulen keine Lehrkräfte zweiter Klasse geben. Dabei setzen wir uns auch ein für die tarifbeschäftigten Lehrkräfte, die schon jetzt durch ihre Einstufung benachteiligt sind.
Unsere erworbenen Qualifikationen dürfen nicht entwertet werden. Langjähriges Unterrichten und Prüfen in nicht studierten Fächern, unterstützt durch entsprechende Fortbildungen müssen als Qualifizierung für Fachunterricht auch an den neuen Schularten anerkannt werden.
Außerdem sollte für Hauptschullehrkräfte zeitnah eine attraktive berufsbegleitende Qualifizierung  zur Sonderschullehrkraft ermöglicht werden.

Verbliebene Werkrealschulen nicht vergessen
Die verbleibenden Werkrealschulen sind Schulen mit besonderen pädagogischen Aufgabenstellungen und brauchen verbesserte Bedingungen, z. B. eine erhöhte Lehrkräftezuweisung und kleinere Klassen, orientiert am Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) mit der Höchstschülerzahl 18.

Interesse an Mitarbeit?

Wir sind immer auf der Suche nach Menschen, die sich für unsere Themen interessieren und sich für ein Engagement bei uns vorstellen können. Das kann nur für eine bestimmte Zeit sein, für ein Projekt oder an einem Ort wie der Kreis- oder Landesfachgruppe. Unser Motto nach Rilke lautet: „Du musst dein Leben verändern“. Für uns heißt das, mutige Schritte wagen und offen sein für grundlegende Veränderungen. Wer daran mitarbeiten will, ist herzlich willkommen.

Kontakt zur Fachgruppe

Erhard Korn
Vorsitzender Fachgruppe Haupt- und Werkrealschulen
Forellenweg 11
71711 Steinheim
0714 42 34 31
Brigitte Friedrich-Wittig
Vorsitzende Haupt- und Werkrealschulen
Große Äcker 24
71691 Freiberg
0714 17 61 31
Simon Bartl-Zuba
Vorsitzender Fachgruppe Haupt- und Werkrealschulen
Riedfeldstraße 26
68169 Mannheim