Sie sind hier:

Gemeinschaftsschulen sichern zukunftsfähiges Bildungsangebot

23.11.2016 - GEW-Pressemitteilung

GEW erwartet klares Bekenntnis der Landesregierung zu Gemeinschaftsschulen

(Zumeldung Übergabe Petition Gemeinschaftsschulen an Eisenmann)

Stuttgart – Die Bildungsgewerkschaft GEW erwartet von der Landesregierung ein klares Bekenntnis zu den Gemeinschaftsschulen und unterstützt die Petition „Vielfalt macht Zukunft“ des Vereins für Gemeinschaftsschulen in Baden-Württemberg.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sieht die Gemeinschaftsschulen auf einem guten Weg. „Das Interesse an Gemeinschaftsschulen wächst bei Eltern und Schulträgern. Sie ist die einzige allgemeinbildende Schulart neben dem Gymnasium, die auch das gymnasiale Niveau anbietet. Über die Akzeptanz und den Erfolg von Gemeinschaftsschulen entscheidet deren Qualität und pädagogische Attraktivität. Auch die Begleitforschung zeigt, dass die Eltern mit der Schulwahl für ihre Kinder zufrieden sind. Die Schulen, die meistens aus Werkrealschulen gestartet sind, gestalten neue pädagogische Konzepte, werden der Heterogenität ihrer Schüler gerecht, organisieren den gebundenen Ganztagsbetrieb, sie leben Inklusion jeden Tag und unterrichten die meisten Flüchtlingskinder“, sagte am Mittwoch (23.11.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

Die Diskussion in CDU-Kreisen über eine Erhöhung des Klassenteilers an den Gemeinschaftsschulen nennt die GEW-Chefin „absurd“. „Wer eine Erhöhung des Klassenteilers an Gemeinschaftsschulen fordert, hat keine Ahnung vom Alltag an diesen Schulen. Das individualisierte und kooperative Lernen und die zeitintensiven Leistungsrückmeldungen erfordern kleinere Klassen. 2012 wurde deshalb ein Klassenteiler von 25 vorgeschlagen, der jetzige Teiler von 28 ist bereits zu hoch“, sagte Moritz. „Dass die CDU die Gemeinschaftsschulen nicht unterstützt und dem gemeinsamen Lernen fälschlicherweise eine Niveauabsenkung unterstellt, überrascht nicht. Enttäuschend ist, dass die Grünen dies zulassen“, ergänzte Moritz.

Zurück