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Landesweite Tagung „Qualität im Bildungswesen“

05.04.2017 - GEW-Pressemitteilung

GEW: Mehr Investitionen für die Qualitätsentwicklung

Stuttgart – Auf einer landesweiten Tagung zum Thema „Qualität im Bildungswesen“ sprachen sich Expert/innen für mehr Investitionen in die Qualitätsentwicklung an den Schulen aus. „Die Ergebnisse des Leistungsvergleichs IQB waren nicht überraschend. Wer in den vergangenen Jahren aufmerksam den Bildungsbericht des Landesinstituts für Schulentwicklung gelesen hat, kennt die Qualitätsprobleme in allen Schularten in Baden-Württemberg. Schnelle Schuldzuweisungen und Patentrezepte helfen nicht weiter. Die GEW schlägt ein Maßnahmenpaket zur Qualitätsentwicklung an Schulen vor. Ein guter Arbeitgeber sorgt dafür, dass seine Beschäftigten ihre Arbeit gut machen können. Dass das im Schulbereich nicht so ist, sorgt für Unmut, Unzufriedenheit bei den Lehrkräften und zu Beschwerden über die mangelnde Qualität bei den Eltern“, sagte am Mittwoch (05.04.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

Die etwa 80 Teilnehmer der Tagung im Stuttgarter Hospitalhof kamen vor allem aus der Schulverwaltung, den Fortbildungsakademien, der Lehrerbildung und den Hochschulen. Prof. Dr. Anne Sliwka von der Universität Heidelberg und Prof. Dr. Thorsten Bohl von der Universität Tübingen führten in die Themen ein.

Die Bildungsgewerkschaft setzt sich für eine Neukonzeption der Lehrerfortbildung ein, damit zum Beispiel bisher unverbundene Fortbildungsangebote zusammengeführt werden können. Schulen bräuchten die Möglichkeit zur professionellen Begleitung, Angebote zur Teamentwicklung und mehrteilige ganztägige Qualifizierungsangebote. „Die Häppchen-Fortbildungen, bei denen eine Lehrerin aus dem Kollegium eine Fortbildung an einem Nachmittag besucht und dann das vermittelte Wissen weitergeben sollen, haben meist einen geringen Effekt“, sagte Moritz. Die GEW-Chefin erwartet als erstes von der Landesregierung einen Verzicht auf die weitere Streichung von Lehrerstellen. „Wer die Qualität des Unterrichts verbessern will, muss zuerst dafür sorgen, dass er stattfindet“, sagte Moritz.

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