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Realschulen weiter stärken

22.11.2016 - GEW-Pressemitteilung

GEW: Fortbildungen ausbauen und Schulen professionell begleiten

Stuttgart – Die Bildungsgewerkschaft GEW begrüßt die zusätzlichen Stellen für die Realschulen und setzt sich für eine bessere Fortbildung der Lehrkräfte ein.

„Es ist gut, dass die alte Landesregierung ein Konzept zur Stärkung der Realschulen auf den Weg gebracht hat und dieses jetzt von Grün-Schwarz fortgesetzt wird. Weil sich Eltern immer mehr für die Realschule und gegen die Haupt- und Werkrealschule entscheiden, wechseln verstärkt schwächere Schülerinnen und Schüler auf die Realschule. Dafür brauchen die Schulen zusätzliche Lehrerstellen, aber auch ein besseres Fortbildungssystem, dass Lehrerinnen und Lehrer systematisch stärkt“, sagte Doro Moritz, Landesvorsitzende GEW Baden-Württemberg am Dienstag (22.11.) in Stuttgart.

Die GEW weist darauf hin, dass jede Woche mehrere hundert Lehrkräfte aller Schularten Absagen für Fortbildungen erhalten, weil es nicht genügend Angebote gibt. „Das Gerede von einer Fortbildungspflicht ist Ausdruck von Ahnungslosigkeit und Populismus. Das Beispiel Realschulen zeigt, dass dort die Pädagoginnen und Pädagogen unzureichend auf die große Heterogenität in den Klassen vorbereitet sind und es den Schulen für die Weiterentwicklung an professioneller Unterstützung fehlt. Die Antwort auf die große Heterogenität kann nicht ausschließlich äußere Differenzierung und Sortieren der Schüler heißen“, sagte Moritz.

Die GEW hält es auch für notwendig, dass das Kultusministerium im Rahmen der regionalen Schulentwicklungsplanung Antworten auf die teilweise im Land vorhandene Konkurrenzsituation zwischen Realschulen, Gymnasien und Gemeinschaftsschulen findet.

Das Konzept zur Weiterentwicklung der Realschulen ist vor zwei Jahren vom Kultusministerium in Gesprächen mit der Arbeitsgemeinschaft der Realschulrektoren und der GEW entstanden. Die GEW organisiert mit fast 6.000 die meisten Lehrer/innen an den Realschulen im Südwesten. Derzeit werden etwa 230.000 Schüler/innen an 429 öffentlichen Realschulen von 13.500 Lehrkräften unterrichtet.

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