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Unterrichtsversorgung an Beruflichen Schulen verschlechtert sich

24.04.2017 - GEW-Pressemitteilung

GEW: 210 Stellen sollen an den Beruflichen Schulen gestrichen werden

Zumeldung PK BLV zur Situation an Beruflichen Schulen

Stuttgart – Die Bildungsgewerkschaft GEW will erreichen, dass keine Stellen an den Beruflichen Schulen gestrichen werden. „Die Landesregierung will den Beruflichen Schulen in diesem Jahr 210 Lehrerstellen wegnehmen, obwohl sich die Arbeitgeber zu Recht für eine Stärkung der beruflichen Ausbildung einsetzen. Statt dem Beharren auf Stellenstreichungspläne aus dem Jahr 2012 brauchen wir eine zukunftsgewandte Bildungspolitik, die sich an den realen Zahlen orientiert. Dazu gehört der Verzicht auf Stellenstreichungen“, sagte am Montag (24.04.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Die GEW setzt sich mit Blick auf die Schülerzahlprognosen und die unzureichend ausgestatteten Reformen für den Erhalt aller Stellen ein.

Die GEW bezeichnet die Prognosen zum Schülerrückgang an Beruflichen Schulen als veraltet. Dies zeige sich auch daran, dass die Schülerzahlen im laufenden Schuljahr um etwa 2.000 gestiegen sind. Auch die Eingangsklassen im dualen System waren in den vergangenen vier Jahren stabil und wurden zuletzt von 57.500 Schüler/innen besucht. „Es ist abenteuerlich, für das Schuljahr 2017/18 mit einem Schülerrückgang von 3.300 zu rechnen. Außerdem ignoriert die Landesregierung, dass aufgrund fehlender Stellen schon jetzt 1,7 Prozent des Unterrichts ausfällt, in der dualen Ausbildung sogar 5,7 Prozent“, sagte Moritz.

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