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Lehrkräftemangel Sonderpädagogik

GEW fordert mehr Lehrer*innen an den SBBZ und in der Inklusion

Seit Jahren verschlechtert sich die Lehrkräfteversorgung für die Schüler*innen mit Behinderung. Das erhöht die Belastung aller Kolleg*innen. So geht es nicht weiter. Gemeinsam können wir das Kultusministerium zum Handeln auffordern. Jetzt mitmachen!

Foto: GEW / Shutterstock
Foto: GEW / Shutterstock

Seit Jahren fehlen wissenschaftliche Lehrkräfte Sonderpädagogik sowie Fachlehrkräfte und Technische Lehrkräfte Sonderpädagogik. Das verschlechtert an den Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ), den Schulkindergärten und an allen Schulen mit Inklusion die Unterrichtsversorgung und erhöht die Belastung aller Kolleg*innen.

Die GEW fordert seit Jahren von der Landeregierung, mehr und schneller dafür zu sorgen, dass mehr Lehrkräfte ausgebildet und eingestellt werden. Bisher mit zu wenig Erfolg.

So geht es nicht weiter. Die Politik muss endlich erkennen, wie ernst die Lage ist. Und das erkennen die Politiker*innen nur, wenn viele Menschen das Anliegen unterstützen.

Die GEW startet deshalb eine Unterschriftensammlung. Kolleg*innen, die das Anliegen unterstützen möchten, können hier online unterschreiben oder die Liste (PDF) ausdrucken, an ihrer Schule oder ihrem Schulkindergarten auslegen und ihre Kolleg*innen bitten, sie zu unterschreiben.

Einen kleinen Erfolg hatten wir schon: Die Landesregierung hat am 24. Mai 2022 beschlossen, dass 2023 175 neue Studienplätze für das Lehramt Sonderpädagogik an der Pädagogischen Hochschule Freiburg geschaffen werden sollen.

Diese Entscheidung ist richtig. Aber sie kommt zu spät und reicht nicht aus, um den Lehrkräftemangel an den SBBZ und in der Inklusion zu beseitigen.

Seit Jahren verschlechtert sich die Lehrkräfteversorgung für die Schüler*innen mit Behinderung. Inzwischen fehlen über 20 Prozent der Lehrkräfte. An vielen SBBZ können die Pflichtstunden nicht mehr erteilt werden. Und die Frustration der Lehrkräfte in inklusiven Klassen an den allgemeinen Schulen wächst stetig.

Dabei gibt es einfache Möglichkeiten, schnell für mehr Lehrkräfte zu sorgen:

  • Lehrkräfte mit anderen Lehrämtern an SBBZ beziehungsweise in der Inklusion einstellen und mit Bezügen für das sonderpädagogische Aufbaustudium beurlauben.
  • Kolleg*innen ohne volle Lehramtsausbildung einstellen und berufsbegleitend qualifizieren.

Bisher handelt die Politik viel zu langsam und zögerlich. Tun wir gemeinsam etwas dafür, dass sich das ändert.

Jetzt unterschreiben – für mehr Lehrer*innen an den SBBZ und in der Inklusion!

Kontakt
Katharina Huss
Persönliche Referentin der Landesvorsitzenden und Referentin für Studierendenarbeit und Senior*innenpolitik
Telefon:  0711 21030-16