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Personalratswahlen 2024

Gute Ergebnisse sind Bestätigung für die Arbeit der GEW

Die Personalratswahlen im schulischen Bereich sind abgeschlossen. Erste Ergebnisse stehen fest. Die GEW konnte ihre starke Position fast überall halten – und hat bei den Gymnasien viele Stimmen und einen Sitz hinzugewonnen.

GEW-Landesvorsitzende Monika Stein
GEW-Landesvorsitzende Monika Stein (Foto: Andreas Stephany)

Die ersten Ergebnisse der schulischen Personalratswahlen stehen fest. Bei den Grund-, Haupt-, Werkreal-, Real-, Gemeinschaftsschulen und Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren konnte die GEW ihre starke Position fast überall halten, manchmal sogar deutlich ausbauen. In 20 von 21 Örtlichen Personalräten, in allen vier Bezirkspersonalräten und im Hauptpersonalrat hat die GEW weiter die Mehrheit.

Bei den Bezirkspersonalräten (BPR) und dem Hauptpersonalrat Gymnasien hat die GEW fast in ganz Baden-Württemberg zugelegt. Ein ganz großer Glückwunsch geht an den BPR Stuttgart, wo die GEW einen zusätzlichen Sitz für Beamt*innen erringen konnte. Der ­Philologenverband hat in den gymnasialen Personalräten die Mehrheit. Die plumpe Rhetorik der Beamtenbunds-Organisation verfängt aber immer weniger, das zeigen auch die GEW-Mitgliederzuwächse an ­Gymnasien.

Für und Wider langer Listen

Die Listenlänge war vor und während des Wahlkampfes überall in den Kollegien und bei den Ehrenamtlichen und Funktionär*innen ein Thema. Der GEW-Landes­vorstand hat nach der letzten Personalratswahl gründlich über die Listen­längen debattiert. Im Vorfeld dieser Wahlen hat er sich nach ausführlicher Diskussion dazu entschieden, die Listen nicht zu begrenzen.

376 Örtliche Personalräte an den Gymnasien, 301 an den beruflichen Schulen, 21 Örtliche Personalräte (ÖPR) für die Grund- / Haupt- / Werk­real- / Real- / Gemeinschaftsschulen und SBBZ (GHWRGS), dazu für alle drei Gruppen jeweils vier Bezirkspersonal­räte (BPR) und je einen Hauptperso­nal­rat (HPR): Es dürften gut 2.000 Per­sonalrät*innen sein, die im April und Mai von den etwa 130.000 wahlberechtigten Lehrkräften und anderen pädagogischen Profis für fünf Jahre gewählt wurden. Zwischen 4.000 und 5.000 Mitglieder der GEW kandidierten auf den Wahlvorschlägen.

Bei der Wahl zum HPR GHWRGS entfielen von den 435.834 gültigen Stimmen bei Beamt*innen 274.309 auf die GEW (62,9 Prozent). Der VBE landete bei 28,2, der RLV bei 8,9 Prozent. ­GEW-Landesvorsitzende Monika Stein erzielte auf Anhieb bei ihrer ersten HPR-Wahl 17.499 Stimmen. Gerhard Brand, langjähriger VBE-Landesvorsitzender und Bundesvorsitzender der Beamten­bundsorganisation kam auf 7.219 Stimmen, Karin Broszat vom Realschullehrerverband (RLV) erhielt 2.347. Offenbar haben die Wähler*innen wahrgenommen, dass der RLV nur 600 Mitglieder (nach eigenen Angaben) vertritt und die RLV-Vorsitzende im vergangenen Jahr die Teilnahme an einem Treffen mit der AfD nicht scheute. Monika Stein und die stellvertretenden GEW-Landesvorsitzenden ­Ricarda ­Kaiser, David Warneck und Michael Hirn haben zusammen mit 45.810 Stim­men etwa 16,5 Prozent der GEW-Stimmen gesammelt.

Im HPR Gymnasien hat die GEW 88.672 der 248.249 Stimmen (35,7 Prozent) bei den Beamt*innen gewonnen. Das sind 9.220 mehr als 2019. In allen Personalräten haben die Arbeitnehmer*innen meist zwei bis drei Sitze. Bei GHWRGS gewann die GEW die meisten Mandate, bei den Gymnasien vier der neun Sitze in den BPR und beim HPR.

Eine Übersicht aller Ergebnisse wird im Juni veröffentlicht.

Wir gehen davon aus, dass längere Listen zu besseren Ergebnissen führen. Außerdem gibt es keine rechtliche Grundlage für eine Begrenzung der Listen. Klar ist auch: Es ist eine Zumutung für die Wähler*innen und die Wahlhelfer*innen, wenn sie so lange Listen vor sich haben. Aber es ist ein starkes Zeichen, dass die GEW auf allen Ebenen so viele Menschen gefunden hat, die ihren Namen für ein gutes GEW-Wahlergebnis und für die Unterstützung der künftigen Personalrät*innen gegeben haben.

Der Landesvorstand wird die Wahlen gründlich auswerten und Konsequenzen für die Wahlen im Jahr 2029 ziehen.

Arbeit beginnt nach den Sommerferien

In den nächsten Wochen konstituieren sich die Personalräte und wählen dabei ihre Vorstände. Die neugewählten Personalratsmitglieder fangen nach den Sommerferien an zu arbeiten.

Liebe Kolleg*innen,

wir haben die Personalratswahlen im schulischen Bereich erfolgreich beendet. Ich gratuliere allen gewählten GEW-Kolleg*innen ganz herzlich zu ihrem neuen Amt. Für ihr Engagement und die Durchsetzung gewerkschaftlicher Positionen zum Wohle ihrer Kolleg*innen wünsche ich ihnen viel Erfolg und starke Durchsetzungsfähigkeit.

Von Herzen möchte ich allen Kolleg*innen danken, die auf unseren Listen in den verschiedenen schulischen Bereichen kandidiert haben und damit der GEW ihren Namen, ihr Gesicht und ihre Unterstützung gegeben haben. Sie haben sich zur GEW und zu den Zielen der GEW bekannt. Auch diejenigen, die auf hinteren Listenplätzen ohne Aussicht auf ein Mandat kandidiert haben, haben uns als GEW den Wahlerfolg ermöglicht.

Die Kandidat*innen der Beruflichen Schulen müssen noch auf ihre Ergebnisse warten. Dafür wünsche ich ihnen gute ­Nerven und viel Erfolg. Die Kolleg*innen aus GHWRGS und Gymnasien wissen ihr Ergebnis und können sich daher hoffentlich in den Pfingstferien, wenn sie nicht durch Prüfungskorrekturen oder anderes gefordert sind, von ihrem Engagement und den Diskussionen und Gesprächen während des Wahlkampfes erholen.

Alle, die gewählt wurden und auch alle anderen, die kandidiert haben und dafür Kapazitäten haben, möchte ich um Unterstützung der GEW bitten. Engagieren Sie sich gern in der GEW durch aktive Mitarbeit. Gemeinsam sind wir stark und durchsetzungsfähig, gemeinsam können und müssen wir die Bildungspolitik mutig, aktiv und kritisch begleiten. Wir alle wissen, wie notwendig das ist. Bildung. Mutig. Los!

Herzliche und kollegiale Grüße
Monika Stein, GEW-Landesvorsitzende

Die GEW wird sie mit Schulungen ­unterstützen und dafür sorgen, dass die Qualität der Personalratsarbeit weiterhin auf hohem Niveau stattfinden kann. Dafür steht die GEW, dafür stehen die Personalratsmitglieder der GEW.

Kontakt
Monika Stein
Landesvorsitzende
Telefon:  0711 21030-10