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11 Tipps für einen gelingenden Berufseinstieg

Die junge GEW hat einige Hinweise gesammelt, die den Einstieg in den Berufsalltag in der Schule erleichtern können. Wer sie berücksichtigt kann gesund bleiben und zufrieden arbeiten.

11.07.2017

  1. Setzen Sie in ihrer Arbeit Schwerpunkte. In der Begrenzung liegt die Stärke. Treffen Sie die Auswahl Ihrer Schwerpunkte besonders nach der Frage, was Ihnen Spaß macht.
  2. Lernen Sie, Nein zu sagen. Vieles, was Schüler/innen, Kolleg/innen, Schulleiter/innen, Eltern oder Sie selbst von sich erwarten, können Sie nicht erfüllen. Tun Sie, was Sie gut können und was Ihnen persönlich wichtig ist.
  3. Versuchen Sie, Ihren Unterricht methodisch vielfältig zu gestalten. Zahlreiche Untersuchungen haben gezeigt: Ein Unterricht, der den Kindern und Jugendlichen Spaß macht, der sie Ernst nimmt, ihre Erfahrungen und Interessen berücksichtigt, ist weniger konfliktreich als ein lehrerzentrierter. Er entlastet damit auch die Lehrerin selbst.
  4. Suchen Sie gezielt die Kooperation. In jedem Kollegium gibt es zumindest einige Kolleg/innen, mit denen man die unterschiedlichsten Kooperations-Formen (von losen Absprachen über eine gemeinsame Planung bis zur gegenseitigen Hospitation und Beratung z.B. im Rahmen des "Konstanzer Trainingsmodells KTM") verwirklichen kann.
  5. Nehmen Sie Hilfe von außen in Anspruch. Besuchen Sie pädagogische und didaktisch-methodische Fortbildungen. Nehmen Sie Chancen zur Supervision wahr. Suchen Sie bewusst das Gespräch mit Kolleg/innen oder auch Berufstätigen in anderen pädagogischen Arbeitsfeldern.
  6. Behalten Sie Ihren Humor bzw. lernen Sie ihn. Wer in einer konkreten Konfliktsituation im Unterricht oder im Kollegium die Dinge humorvoll nimmt, erspart sich oft das erhöhte Risiko von Magengeschwüren.
  7. Nehmen Sie bewusst Erfolge und eigene Lernprozesse wahr. Freuen Sie sich darüber, schwierige Situationen schon besser bewältigt zu haben als beim letzten Mal.
  8. Pflegen Sie die Betätigungen außerhalb der Schule, die Ihnen Spaß, Freude und Bestätigung geben. Wer zu viel von Unterricht und Schule erwartet, läuft Gefahr, schon bald zur Burnout-Gruppe im Kollegium zu gehören.
  9. Versuchen Sie, die Schulentwicklung im Rahmen der Bedürfnisse und Voraussetzungen vor Ort sowie Ihrer eigenen Interessen voranzutreiben. Dabei ist ein gezieltes Engagement in Lehrer- oder Schulkonferenzen wegen der Mikropolitik einer Schule manchmal schwierig, oft aber lehrreich und unverzichtbar. Die GEW oder der Personalrat helfen hier gerne weiter.
  10. Sehen Sie den Fehler und das Scheitern als pädagogische Grundkategorien und verabschieden Sie sich vom Ideal eines perfekten Unterrichts und einer perfekten Lehrerpersönlichkeit.
  11. Bringen Sie in der Schule ihre eigene Persönlichkeit ein. Spielen Sie nicht jemand, der Sie nicht sind und versuchen Sie, authentisch zu bleiben. Und bedenken Sie: Persönlichkeit entwickelt sich im Handeln weiter!
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