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Die Arbeitszeit an Gymnasien ist zu hoch!

Eine repräsentative GEW-Studie zeigt, dass die Arbeitszeit an Gymnasien zu hoch ist. Die in Niedersachsen durchgeführte Studie belegt wissenschaftlich, dass Vollzeitkräfte am Limit arbeiten und Teilzeitkräfte mit erheblicher Mehrarbeit belastet sind.

17.01.2018

Eine repräsentative GEW-Studie zeigt, dass die Arbeitszeit an Gymnasien zu hoch ist. Die in Niedersachsen durchgeführte Studie belegt wissenschaftlich, dass Vollzeitkräfte am Limit arbeiten und Teilzeitkräfte mit erheblicher Mehrarbeit belastet sind. Für viele Kolleg/innen stimmt die Work-Life-Balance nicht. Permanentes Arbeiten unter Stress ist die Regel und führt zu starken Belastungen. Lehrkräfte an Gymnasien arbeiten dauerhaft zu viel. An der Studie haben sich 886 Kolleg/innen beteiligt.

Auf der Basis der niedersächsischen Beamten-Regelarbeitszeit von 40 Stunden und dem entsprechenden Deputat von 23,5 Unterrichtsstunden an Gymnasien fanden die Wissenschaftler/innen heraus:

  • niedersächsische Gymnasiallehrkräfte leisten 50.000 unbezahlte Überstunden pro Woche;
  • 19 % haben eine Arbeitswoche, die länger ist als 48 Stunden ist;
  • Teilzeitkräfte sind besonders belastet;
  • Gymnasiallehrkräfte leisten durchschnittlich 3:05 Zeitstunden über der in Niedersachsen geltenden 40-Stunden-Woche

Die beim niedersächsischen Ministerium eingerichtete Kommission empfiehlt:

  • Sofortigen Ausgleich der durchschnittlichen, wissenschaftlich belegten Mehrarbeit.
  • Erhöhung der Anrechnungsstunden.
  • Mehr Anrechnungsstunden für weitere Belastungen.
  • Transparente und zielgruppengenaue Vergabe der Anrechnungsstunden.

Auch in Baden-Württemberg leiden Vollzeit- und Teilzeitkräfte unter zu hoher Arbeitsbelastung und unter Mehrarbeitsstunden. Wir fordern deshalb eine Absenkung des Deputats und mehr Anrechnungsstunden für die zusätzlichen Aufgaben!

Weitere Informationen siehe die aktuelle INFO Gymnasien und auf der Homepage der GEW Niedersachsen

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