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Erfolg der GEW: Die ersten Lehrkräfte erhalten A13

Die ersten Lehrkräfte, die den Lehrgang für einen horizontalen Laufbahnwechsel abgeschlossen haben, können zum 1. August nach A13 besoldet werden. Die Absolvent/innen sind Grund- und Hauptschullehrkräfte, die an Realschulen eingesetzt sind.

23.08.2018 - Doro Moritz, Landesvorsitzende

Im Schuljahr 2016/17 starteten die ersten Lehrkräfte mit dem Lehrgang für einen horizontalen Laufbahnwechsel (HoLa). Im November 2017 war die Qualifizierung erfolgreich abgeschlossen. Die Absolvent/innen sind Grund- und Hauptschullehrkräfte, die an Realschulen eingesetzt sind.

Sie können nach der persönlichen Wartezeit zum 1. August 2018 in der neuen Laufbahn als Lehrkräfte an Werkreal-, Haupt- und Realschulen (WHR) ernannt und nach A13 besoldet werden. Die Landesregierung hat die notwendigen Stellen bereitgestellt. Die GEW erwartet, dass dieses Vorgehen auch für die künftigen Durchgänge gilt.

Damit die Lehrkräfte die höhere Besoldung ab August bekommen, muss ihnen die Schulverwaltung die Urkunde spätestens im August aushändigen. Für die GEW ist es ein Erfolg, dass die Ernennung zum 1. August durchgesetzt werden konnte. Damit die höhere Besoldung später beim Ruhegehalt berücksichtigt wird, müssen die höheren Bezüge 24 Monate gezahlt worden sein. Da die Lehrkräfte zum 1. August ernannt werden, reichen zwei Schuljahre dafür aus.

Auswahl für 2018 abgeschlossen

Die Auswahl und Zulassung für die weiteren HoLa-Lehrgänge für Gemeinschaftsschulen, Realschulen und Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren sind für Herbst 2018 weitgehend abgeschlossen. Alle, die die jeweiligen Voraussetzungen erfüllen, werden zugelassen. Das ist möglich, weil Plätze umgeschichtet und freie Plätze von 2017 genutzt werden.

Rund 200 beurlaubte Beamtinnen und Beamte, die an Schulen in freier Trägerschaft beschäftigt sind, werden mit Kostenausgleich der Privatschule ebenfalls zugelassen. Sie müssen analoge Voraussetzungen zu den Lehrkräften im öffentlichen Dienst erfüllen.

Die GEW freut sich mit allen Kolleginnen und Kollegen, die jetzt nach A13 besoldet werden. Der Weg zu A13 ist mit zusätzlichem Aufwand verbunden, zu einem anderen Weg war die Landesregierung aber nicht bereit.

Die GEW setzt sich weiter für die Hauptschullehrkräfte ein. Die Gewerkschaft akzeptiert nicht, dass die an den Haupt- und Werkrealschulen verbleibenden Hauptschullehrkräfte nicht zu den Lehrgängen für den horizontalen Laufbahnwechsel zugelassen werden. Das Thema bleibt auf der Agenda gegenüber den politisch verantwortlichen Landtagsabgeordneten.

A13 für alle wissenschaftlichen Lehrkräfte, das heißt auch für alle Grundschullehrer/innen, bleibt das Ziel der GEW. Auch die Fachlehrkräfte und die Schulleitungen kleiner Schulen muss die Landesregierung endlich angemessen besolden.

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