GEW Baden-Württemberg
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Frauen sind im Landtag unterrepräsentiert

Am 8. März hat der Landesfrauenrat zu einer Protestaktion vor dem Landtag aufgerufen, der sich die GEW angeschlossen hat. Gleich viele Frauen- und Männerschuhe auf dem rosa Teppich symbolisieren das Ziel: Geschlechterparität für den Landtag.

14.03.2018

Der Landtag von Baden-Württemberg hat beim Frauenanteil die rote Laterne unter den Bundesländern. Nur jedes vierte Mitglied des Landtags ist eine Frau. Auch junge Menschen und Baden-Württemberger/innen mit Migrationsgeschichte sind im Landesparlament spärlich vertreten.

Seit langem fordert der Landesfrauenrat mit allen seinen Mitgliedsverbänden, zivilgesellschaftliche Initiativen und Parteien eine Wahlrechtsreform für Baden-Württemberg, die eine Nominierungsgerechtigkeit für Frauen bei der Landtagswahrl sicherstellt. Das bisherige Wahlrecht bevorzugt „Platzhirsche“ und erschwert eine gerechte Repräsentation der Bevölkerung.

Grüne und CDU haben sich im Koalitionsvertrag auf eine Wahlrechtsreform verständigt – nun ist es an uns allen, unsere Unterstützung für die Reform in die Öffentlichkeit zu tragen.

GEW fordert Modernisierung des Landtagswahlrechts

Die GEW in Baden-Württemberg zählt mit 72 Prozent Frauen unter ihren über 50.000 Mitgliedern zu den politischen Interessenvertretungen mit dem höchsten Frauenanteil im Land. Die GEW unterstützt daher im Interesse ihrer Mitglieder die Forderung des Landesfrauenrats nach einer Modernisierung des Landtagswahlrechts.

Alle Abgeordneten der demokratischen Parteien im Landtag forderte die GEW anlässlich des Weltfrauentags auf, eine Gesetzesnovelle auf den Weg zu bringen. Die stellvertretende DGB-Vorsitzende Gabi Frenzer-Wolf brachte es als eine der Rednerinnen bei der Aktion auf den Punkt: „Die Belange von Frauen sind im Landtag deswegen nicht gut vertreten, weil Frauen im Landtag unterrepräsentiert sind.“

Die GEW Baden-Württemberg macht sich für Frauen in allen Bildungsberufen stark. So fordert die GEW eine bessere Bezahlung und Ausstattung an Kindertagesstätten und Grundschulen, den Bildungsberufen mit dem höchsten Frauenanteil, sowie eine deutliche Steigerung des auch hier im Bundes- und europäischen Bereich besonders niedrigen Frauenanteils von 23,4 Prozent bei den Hochschullehrkräften.

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