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CoronavirusGEW fordert Impfangebot für Beschäftigte in der Weiterbildung

GEW-Landesvorsitzende Monika Stein fordert, dass auch die freien Lehrkräfte in Integrations- und Berufssprachkursen und die Lehrkräfte in den Arbeitsmarktdienstleistungen ein Impfangebot erhalten. Sie seien einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt.

26.03.2021

Die GEW begrüßt, dass Lehrer*innen und Erzieher*innen sowie Beschäftigte an Kitas und Schulen sich seit Ende Februar impfen lassen können. Jetzt müssten auch die freien Lehrkräfte in Integrations- und Berufssprachkursen und die Lehrkräfte in den Arbeitsmarktdienstleistungen ein Impfangebot erhalten, fordert GEW-Landesvorsitzende Monika Stein: „Für diese Kolleginnen und Kollegen ist schwer auszuhalten, dass sie weiterhin keine Impfberechtigung haben, obwohl auch sie bei der Arbeit im zum Teil jetzt schon stattfindenden Präsenzunterricht einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind.“

In den letzten Wochen haben sich mit zunehmender Verzweiflung Kolleg*innen und Betriebsrät*innen an die GEW gewandt und um Unterstützung geben. Stein hat daraufhin das Staatsministerium und das Gesundheitsministerium auf dieses Problem hingewiesen und um Abhilfe gebeten. „Im Namen der betroffenen Kolleg*innen appelliere ich an Sie: Ermöglichen Sie allen Beschäftigten in der öffentlich finanzierten Weiterbildung (Integrationskurse, Berufssprachkurse, SGB-II/III-Maßnahmen) baldmöglichst ein Impfangebot. Es geht um den Schutz der Kolleg*innen und darum, bald wieder ein umfassendes und notwendiges Präsenzangebot für die oft mehrfach belasteten Teilnehmer*innen an Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen sowie im Spracherwerb zu gewährleisten“, schreibt die GEW-Landeschefin in einem Brief an Gesundheitsminister Manne Lucha.

Zusammen mit einem umfassenden Testsystem sind Impfungen der Kolleg*innen eine wichtige Voraussetzung, um bei sinkenden Fallzahlen die Präsenzangebote weiter hochzufahren, ohne dadurch erneut das Infektionsgeschehen zu befeuern.