GEW Baden-Württemberg
Du bist hier:

CoronavirusGEW freut sich über gute und kreative Lösungen im Bildungsbereich

Landesvorsitzende Doro Moritz lobt den engagierten Einsatz der Beschäftigten in allen Bildungsbereichen. Die GEW freut sich über positive Beispiele funktionierender Unterstützung und Kooperation. Schreiben Sie uns!

12.05.2020 - Doro Moritz, Landesvorsitzende

Liebe Kolleg*innen,

es ist alles anders als sonst. Mich beeindruckt der engagierte Einsatz der Lehrkräfte, Schulleitungen, Erzieher*innen, (sozial)pädagogische Kräfte in allen Bildungseinrichtungen und Hochschulen. Danke dafür!

An ganz vielen Stellen werden in diesen Tagen gute und kreative Lösungen gefunden. Wir freuen uns über positive Beispiele funktionierender Unterstützung und Kooperation, auch in der Notfallbetreuung, Reaktionen von Eltern, Schüler*innen, Lehrkräften, Schulleitungen, Schul- und Kita-Trägern, Formen des (digitalen) Lernens.

Schreiben Sie uns in der Kommentarspalte unterhalb dieses Textes! Bleiben Sie gesund!

Herzlichen Dank!

Doro Moritz

Zurück
Kommentare
Name: apl. Prof. Dr. Liselotte Denner
Wieder-Öffnung der Schulen und Kindertageseinrichtungen - im Schichtbetrieb
Geschlossene Kindertageseinrichtungen, Schulen und Spielplätze sowie die stark eingeschränkten Aufenthaltsmöglichkeiten im Freien sind eine große Herausforderung für alle Kinder und Jugendlichen mit ihren Familien. Insbesondere Familien, die die Beschäftigung und Betreuung von Kindern in engen Wohnverhältnissen und bereits schon längerfristigen konflikthaften Situationen bewältigen müssen (mit und ohne Homeoffice) sind gefordert, herausgefordert und nicht wenige überfordert. Gut, wenn Pädagogische Fachkräfte und Lehrkräfte auf kreative Weise den Kontakt zu den ihnen anvertrauten jungen Menschen aufrecht erhalten oder in diesen Tagen neu initiieren. Zur Wiederaufnahme des Betriebs aller pädagogischen Institutionen im Land möchte ich folgenden Vorschlag zur Diskussion stellen: 1. Möglichst bald wieder öffnen, jedoch für wenigstens 2 Wochen im Schichtbetrieb: a) z.B. Frühunterricht (8.00-10.45), Desinfektion, Spätunterricht (11.15/11.30-14.00 Uhr), Desinfektion b) in jeder Kita-Gruppe nur 10-12 Kinder, in jeder Schulklasse gleichzeitig nur max. 14 oder 15 Schüler/innen mit jeweils genügend Abstand c) Pädagogische Fachkräfte und Lehrkräfte mit Vorerkrankungen und Ü60 übernehmen Aufgaben, die nicht im Kontakt mit Kindern und Jugendlichen stehen d) Personen mit festgestellter Infektion bleiben der Schule weiterhin fern 2. Überprüfung der Maßnahme a) bei Häufung der Corona-Fälle: zurück zur Schließung b) bei nicht stabiler Lage: Fortsetzung des Schichtbetriebs von ca. 3 Stunden/Tag c) bei stabiler Lage: evtl. Erweiterung des Schul- und Einrichtungsbetriebs auf 4 oder 5 Stunden - vormittags bzw. nachmittags 3. Übergang zum Normalbetrieb - bei stabiler Lage in der Einrichtung und Gesellschaft
31.03.2020 - 14:39
Name: Tobias Droste
Prüfungen
Liebes GEW-Team, die Organisation der Abiturprüfungen sind dieses Jahr ein riesengroße Herausforderung. Wir werden deutlich mehr Räume benötigen, da wir die SuS in kleineren Gruppen prüfen müssen. Bei uns heißt das konkret, dass für alle anderen Klassen, aufgrund der Raumbedarfs, der Unterricht ausfallen muss. Es wäre eine große Hilfe, wenn man z.B. bei den Abituraufsichten pro Raum nicht mehr zwei Kollegen*innen sondern nur noch einen Kollegen*in einsetzen muss. Meine erste Rückmeldung dazu Seitens des RP´s war negativ. MfG Tobias Droste
01.04.2020 - 07:35
Name: Adelinde Zeller-Müller
Schulöffnung
Liebe Kolleginnen und Kollegen, auch ich mache mir Gedanken, wie viele von euch, wie eine geregelte Schulöffnung aussehen kann und meine Vorschläge gehen in eine ähnliche Richtung, wie schon von einigen vor mir beschrieben, dass man halbierte Klassen in Schichtbetrieb unterrichtet. Desweiteren möchte ich noch einen Gedanken hinzufügen. Wir müssen uns alle im klaren sein, dass jetzt schon viele Elternteile Zwangsurlaub nehmen müssen, um ihre Kinder zuhause zu betreuen. Wie geht das weiter, wenn Pfingst- und Sommerferien anstehen? Urlaubsreisen mit der Familie, Zeltlager, Ferienfreizeiten werden kaum möglich sein und viele Eltern haben nicht mehr so viele Urlaubstage übrig. Deshalb möchte ich auch meine Bereitschaft signalisieren, zumindest in einem Teil der Ferien Unterricht anzubieten. Ich denke Solidarität ist jetzt gefordert! Bleibt gesund! Herzlichst Adelinde Zeller-Müller
01.04.2020 - 11:05
Name: Markus Diehl
Infektionsschutz an Schulen – wie geht das?
An Schulen treffen sehr viele Personen aufeinander und es ist im Alltag mit Kindern und Jugendlichen fast unmöglich, notwendige Abstände einzuhalten. Daher können die Schulen jetzt nicht einfach wieder geöffnet werden wie zuvor. Erst müssen alle möglichen Maßnahmen zum Infektionsschutz geprüft werden. Wie kann der Menschenfluss im Gebäude und Gelände so gelenkt werden, dass möglichst wenige Personen aufeinandertreffen und die anwesenden Personen einen möglichst geringen Bewegungsradius haben? Hier ein paar mögliche Ideen und Fragen – nicht zur 1:1-Umsetzung, sondern zum Überlegen: - Klassen werden in drei Gruppen geteilt, diese wechseln in drei Schichten am Tag durch. Wenn jede Gruppe 8-10 Schüler hat, könnte man die Abstandsregeln vielleicht einigermaßen einhalten. Bei SBBZen, an denen die Klassen kleiner sind, sind auch zwei Schichten möglich. - Jede Gruppe erhält eine Kernbeschulung von z.B. zwei Unterrichtsstunden am Tag. Eine Schicht kann auch nachmittags stattfinden. - Könnten auf diese Weise nur Klassen beschult werden, bei denen die Weichen fürs nächste Jahr gestellt werden, also z.B. Abschlussklassen und vierte Klassen? - Alle anderen Klassen stellen dann auf online-Plattformen wie Moodle um. - Schülern, die keinen eigenen PC für sich allein daheim verfügbar haben, leiht die Schule IPads oder Tablets. - Eine andere Möglichkeit wäre, folgenden Schülern auf jeden Fall einen Unterricht von z.B. vier Stunden am Tag zu geben: Kindern von Eltern in systemrelevanten Berufen; Kindern, bei denen es familiäre Auffälligkeiten gibt; Kindern, die keinen PC daheim frei verfügbar haben. Hier muss auch eine Anschlussmaßnahme für den Nachmittag eingerichtet werden. Die anderen Schüler werden online unterrichtet. - Noch eine Möglichkeit wäre, Schüler auf mehrere Räume aufzuteilen, z.B. nachmittags, wenn Räume frei sind. Der betreuende Lehrer wechselt zwischen den Räumen bzw. nutzt online-Angebote. Hier wäre eine Doppelbesetzung sinnvoll, wobei die zweite Aufsichtsperson auch ein Erzieher sein könnte. - Wer entscheidet schriftlich über die Teilnahme chronisch kranker Kinder und Jugendlicher (z.B. bei Krebs, Diabetes…): der Arzt, der Klassenlehrer, die Eltern? Wie werden diese unterrichtet? - Die Schulen erhalten genügend Zeit, um die neuen Stundenpläne zu erstellen. - Bei der Zuweisung zu Schichten wird die zeitliche Aufsichtskapazität der Eltern abgefragt und möglichst berücksichtigt. - Abstandsmarkierungen auf dem Boden sorgen in den Klassenzimmern für genügend Abstand zwischen den Sitzplätzen. - Welche kontaktintensiven Klassen- und Schulveranstaltungen finden nicht mehr statt wie z.B. Ausflüge, Schullandheime, Projekte, Exkursionen, Lerngänge, Schulversammlungen, Theateraufführungen, Konzerte, Museums- und Kinobesuche und Praktika...? Müssen Sport-, Schwimm-, Werk- und Koch- und Kunstunterricht ganz entfallen, da die Abstandsregeln nicht einzuhalten sind? Oder kann man Angebote modifizieren? - Das Betreten und Verlassen der Schule wird ähnlich klar geregelt wie bei den Supermärkten. Große Pausen sind jetzt dazu da, das Gelände zu betreten oder zu verlassen. Aufsichten sorgen dafür, dass weitere Aufenthalte auf dem Gelände und Gruppenbildung nicht stattfinden. - Wer koordiniert die räumliche und zeitliche Verteilung auf Schulbusse sowie die Übergänge und Wartezeiten auf dem Weg zwischen Schule und Bus? Wer sorgt für die Informationsweitergabe darüber? - Tragen Schüler und Lehrer täglich wechselnde Masken, um das Virus weniger weiterzugeben? Wer produziert, liefert, bezahlt, verteilt und entsorgt diese Masken? - Lehrer betreten das Lehrerzimmer nur, um Materialien aus den Schränken oder Schriftliches aus ihren Fächern zu holen und ggf. zu kopieren. - Bei Kopierern, Schneidegeräten und Laminierern befinden sich aufgeklebte Abstandshalter auf dem Boden. - Wie können Lehrerarbeitszimmer so genutzt werden, dass Abstände eingehalten werden? Gibt es Belegungslisten? - Toiletten sind abgeschlossen und dürfen nur einzeln betreten werden. Wer verwaltet wie den Schlüssel? - Die Frage der Toilettenreinigung muss geklärt sein: nach jedem Toilettengang? Wie werden die Reinigungskräfte bezahlt und geschützt? - Wer putzt die Tische und Türklinken zwischen den Schichten? - Woher kommt Desinfektionsmittel? Wer bezahlt es? - Schulen, die derzeit noch mehrere Kanäle für die schriftliche Dienstkommunikation verwenden, einigen sich auf EINEN verbindlichen Kanal für alle, damit sichergestellt ist, dass alle Informationen und Diskussionen auch bei allen ankommen. Dieser Kanal ist weder WhatsApp noch die private E-Mail-Adresse. - Wie werden über 60 Jahre alte Personen und Personen mit Vorerkrankungen geschützt? - Wird auch die häusliche Situation von Lehrern berücksichtigt, z.B. bei chronisch kranken oder pflegebedürftigen Personen im Haushalt? - Mögliche Szenarien der Regierung und Verwaltung werden den Betroffenen rechtzeitig vorher kommuniziert, so dass diese Bedenken und Ergänzungen äußern können.
04.04.2020 - 11:04
Name: Marmulla marion
IT und anderrs
Ich fühle mich in vielen Dingen allein gelassen und bin erstaunt, wie wenig doch die letzten 8 Wochen gemacht wurde, um klarer darin zu werden, was nach den Osterferien passiert. - dazu würde es die Information brauchen, wie viele Lehrer nach den Osterferien überhaupt noch eingesetzt werden können - stattdessen wird akribisch jede Woche abgefragt, wie viele Kinder wir in der Notbetreuung haben. - dazu gehört auch, dass wir Lehrer endlich als „systemrelevant“ anerkannt werden. - es ist wirklich eine Schande, dass das Kultusministerium es nicht schafft, eine belastbare IT Lösung einheitlich für das Land auf die Beine zu stellen seit Februar 2020 - bzw. seit Jahren. Jede Schule macht für sich selbst irgendwas, die Nachbarschule hat schon wieder was anderes- wir Lehrer sind aber Pädagogen und haben KEIN Informatik studiert! Nicht einmal in der Krise ist der sog Digitalpakt etwas wert.
08.04.2020 - 06:41
Name: Kröner
Notbetreuung durch Lehrkräfte mit eigenen Kinder
Jetzt, nach drei Wochen KiTa- und Schulschliessungen machen sich für mich die ersten Widersprüche in den Infektionsregelungen für Kinder, Eltern, Erzieher*innen und Lehrer*innen bemerkbar. Z.B. die Regelung, dass Lehrkräfte, die zur Notfallbetreuung an ihrer Schule bereit erklären, das eigene Kind/Kinder nicht mitbringen dürfen, sondern, wenn der andere Elternteil ebenfalls in systemrelevanten Berufen arbeitet (oder die Lehrkraft alleinerziehend ist) das Kind in die Notfallbetreuung in der jeweiligen Kita oder Schule des Kindes gehen muss. Wieso eigentlich ? Denn mit einfacher Mathematik wird doch schnell klar, dass damit sich das Infektionsrisiko für alle Beteiligten erhöht. Zur Verdeutlichung: kommt das Lehrerkind mit in die Notfallbetreuung des Elternteils so ist die "Lehrerfamilie" nur den Erregern in der Schule, an der der Elternteil die Notfallbetreuung leistet, ausgesetzt. Wenn das eigene Kind "fremd- notbetreut" wird, ist die "Lehrerfamilie" den Erregern aus Schule des Elternteils UND der Notbetreuungsstelle des Kindes ausgesetzt. Und damit indirekt am andern Tag auch die Kinder in der Notfallbetreuung.....(natürlich genauso bei "Erzieherfamilien"...) Für mich ist das eine grosse Schwachstelle. Alle Erzieher*innen etc. die die eigenen Kinder in anderen Einrichtungen "notbetreuen" lassen müssen, tragen über die innerfamiliären Kontakte ein erhöhtes Risiko, Virusträger zu werden. Dies könnte vermieden werden, wenn diese Eltern ihre Kinder mitnehmen dürften, denn indirekt nehmen sie ihre Kinder als "Infektionsrisiko für andere" ohnehin immer mit, ein Verbot, due eigenen Kinder in Persona mitzunehmen ist daher sinnlos. U d nachgerechnet, eher fahrlässig, weil es zu unnötig vielen indirekten Kontakten der Gesamtfamilien kommt Hier braucht es mutige Entscheidungsträger (Einrichtungsleitungen!) die diese Regelung hinterfragen. Und die rechnen können; )
09.04.2020 - 21:54
Name: Annette Noblé
Infektionsschutz
Liebe GEW, ich unterstütze Ihre Forderung nach einem flächendeckenden Infektionsschutz für die Schülerinnen und sowie alle Erwachsenen an der Schule. Wir müssen unbedingt bald alle Kinder wieder sehen, insbesondere die, für die Zuhause keine Förderung oder sogar keine Sicherheit besteht. Dies wäre meines Erachtens gut möglich mit einem A/B-Wochen- Modell, in dem jeweils nur die Hälfte der Lerngruppen beschult werden. Trotz Abstandsregelung sollten ALLE einen Mundschutz tragen, da wir uns doch stundenlang auf engem Raum befinden. Aufgrund der Mangelware des Einmal-Mundschutzes kann auch ein Aufruf an alle Lehrer, Eltern, Großeltern ergehen, zu Hause Masken zu nähen. Sobald ALLE mit Mundschutz versorgt sind, können auch wieder alle Schülerinnen und Schüler gleichzeitig kommen. In Taiwan funktioniert das. Die Kinder haben Mundschutz, waschen sich oft die Hände und können so am Schulalltag teilnehmen, lernen und ihre Freunde sehen. Viele Grüße aus Freiburg
13.04.2020 - 12:09
Name: Christel Wahl
Sport- und Schwimmunterricht
Hallo, unabhängig von dem Zeitpunkt der Schulöffnungen sehe ich ein großes Problem für unseren Schulsport. Wie soll dies mit der Abstandsregelung funktionieren? Schulsport oder auch Schwimmunterricht mit Maske? Da müssen wir uns noch einiges einfallen lassen. Vielleicht könnten Fachlehrer in diesen Bereichen unterstützend in anderen Fächern miteingeteilt werden. Auch hat nicht jede Schule die Möglichkeit auf ein Außengelände auszuweichen. Darüber habe ich noch gar nichts gelesen, wie es angedacht bzw. überhaupt durchführbar ist.
13.04.2020 - 15:44
Name: Anne Eigenstetter
Videokonferenz in der Kinderkrippe
In der Krippe meiner Tochter wird jeden Morgen der Morgenkreis per MS Teams abgehalten. Eine oder zwei Erzieherinnen und etwa vier Kinder singen, machen Fingerspiele und erzählen. Da die Kita nicht genügend funktionierende Laptops haben, mussten sie die Zeit von 30 auf 15 Minuten kürzen, damit alle Gruppen die Möglichkeit für ihren Morgenkreis haben. Aber gerade für die Ein- bis Zweijährigen reicht das vollkommen. Wir sind den Erzieherinnen sehr dankbar, dass sie so den Kontakt zu den Kindern halten. Meine Tochter freut sich immer darauf!
16.04.2020 - 09:52
Name: Monika Glosser
Aktion: Gemeinsam mit Maske
Liebe GEW, ich möchte mich im Namen vieler Mitglieder der Gemeinschaftsschule Ravensburg für die Forderung nach der Verwendung eines Mund- und Nasenschutzes bedanken. Wir unterstützen diese durch eine pramatische Schulaktion, die getragen wird von Schulleitung, Elternbeirat, Förderverein und SMV: Wir nähen Behelfsmasken für Schüler, Lehrkräfte, Mitarbeiter, und wenn möglich, später auch für andere Personen. Eine Fachlehrerin hat eine einfache Nähanleitung entworfen, der Förderverein das Material finanziert. Dieses wird in Nähpaketen an Mitglieder der Schule verschickt. Die Idee für das Motto "GEMEINSAM MIT MASKE" stammt von einer Schülerin aus Klasse 6. Aktionsplan, Nähanleitung und Schnittmuster sind frei zugänglich auf unserer Schulhomepage eingestellt unter www.gms-rv.de, Aktion Gemeinsam mit Maske. Über Nachahmer freuen wir uns. Herzliche Grüße! Monika Glosser Rektorin an der Gemeinschaftsschule Ravensburg
21.04.2020 - 11:48
Neuer Kommentar