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Elterninitiative startet DiskussionGEW: G9 nicht undurchdacht einführen

Aus Sicht der GEW-Landesfachgruppe Gymnasien ist es nicht zielführend, in Zeiten von Corona durch eine überhastete und notwendigerweise undurchdachte Einführung von G9 noch mehr Unruhe ins ohnehin völlig überlastete System zu bringen.

30.04.2020 - Von Barbara Becker

Die Diskussion um G8 und G9, die zurzeit insbesondere durch Elterninitiativen wieder eröffnet wird, ist ein wichtiges Thema. Sie kommt allerdings zur Unzeit. Aus Sicht der GEW-Landesfachgruppe Gymnasien ist es nicht zielführend, jetzt durch eine überhastete und notwendigerweise undurchdachte Einführung von G9 noch mehr Unruhe ins ohnehin völlig überlastete System zu bringen.

„Mehr Zeit für Bildung“ ist unerlässlich, in diesem Sinne muss die Schulzeit aus Sicht der GEW-Landesfachgruppe Gymnasien flexibilisiert und ausgeweitet werden. Gerade jetzt wird mehr als deutlich: Schule ist keine „Zeitverschwendung“, neue Anforderungen erfordern mehr Zeit, zum Beispiel für Medienkompetenz, Persönlichkeitsbildung, Studien- und Berufswahl.

Doch diese Dinge müssen in Ruhe vorbereitet und umgesetzt werden. Im jetzigen Corona-Krisenmodus aber kann eine sinnvolle Reform nicht zusätzlich zu den Herausforderungen des Fernlernens und der Bewältigung des alltäglichen Lebens in Zeiten von Corona auf die Schnelle eingeführt werden.

Gleichwohl brauchen Lehrkräfte wie Schüler*innen aller Schularten eine sinnvolle Perspektive, wie das kommende Schuljahr gestaltet werden soll: Die GEW-Fachgruppe Gymnasien als Teil der größten Interessenorganisation im Bildungswesen wird daran konstruktiv mitarbeiten.

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