GEW Baden-Württemberg
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Satzungsanträge für die nächste LDVGEW vorbereiten auf das nächste Jahrzehnt

Wie keine andere Gewerkschaft steht die GEW für ein hohes ehrenamtliches Engagement ihrer Mitglieder. 5.000 Personen sind ehrenamtlich aktiv. Doch alles ist im Wandel, wie die Satzungsanträge für die Landesdelegiertenversammlung zeigen.

02.07.2020 - Von Matthias Schneider, GEW-Landesgeschäftsführer

Ehrenamtliches Engagement ist im Wandel, das spiegelt sich auch in Satzungsanträgen für die GEW-Landesdelegiertenversammlung (LDV) im Oktober 2020 wieder.

Veränderungen in der GEW Baden-Württemberg in ihrer über 60-jährigen Geschichte lassen sich gut mit einem Blick in den Adressenteil des GEW-Jahrbuchs nachvollziehen. Dort stehen im Jahr 2000 unter den 30 GEW-Kreisen die Namen von 30 GEW-Kreisvorsitzenden. Heute werden die inzwischen 31 Kreise von 57 Personen geleitet, dazu kommen zahlreiche stellvertretende Vorsitzende. Wie keine andere Gewerkschaft steht die GEW für ein hohes ehrenamtliches Engagement ihrer Mitglieder. Als Vertrauenspersonen in den Betrieben und Schulen, in GEW-Kreisen und -Bezirken sowie in den 23 Fach- und Personengruppen sind etwa 5.000 der gut 50.000 GEW-Mitglieder aktiv. In den vergangenen Jahren wurden die Leitungsfunktionen in den GEW-Gremien immer häufiger von Teams übernommen. In der Satzung der GEW Baden-Württemberg wird das durch den § 45 geregelt, der Leitungsteams von bis zu drei Personen möglich macht.

GEW-Vorsitz im Team ermöglichen

Den etwa 350 Delegierten bei der LDV 2020 liegen Anträge vor, die die vorhandene Regelungen noch erweitern sollen: An der Spitze der GEW ist bisher eine Teamlösung ausgeschlossen. Ein Antrag des Landesvorstandes will jetzt erreichen, dass auch für den GEW-Landesvorsitz ein Team aus zwei Personen kandidieren kann. Für die fünf Leitungen der Vorstandsbereiche, die auch im Geschäftsführenden Vorstand vertreten sind, sollen Stellvertretungen eingeführt und gewählt werden können. Damit soll die Leitung der Vorstandsbereiche auf mehr Personen verteilt und die Vertretung in den Vorständen sichergestellt werden.

Geschäftsführung in den Bezirken soll hauptamtlich werden

Ein weiterer Satzungsantrag ist eine Reaktion auf die steigenden Mitgliederzahlen und die gewachsene Zahl von Hauptamtlichen in den GEW-Geschäftsstellen. Bisher wurden die GEW-Bezirksgeschäftsstellen von ehrenamtlichen Geschäftsführer*innen geleitet. Folgen die vier Bezirksversammlungen und die LDV dem Antrag, wird es in Zukunft hauptamtliche Bezirks-Geschäftsführer*innen geben, die den Bezirksvorständen nur noch mit beratender Stimme angehören.

Die LDV soll auch darüber entscheiden, eine Strukturkommission einzuberufen. Ziel der Kommission soll es sein, die bestehenden Strukturen der GEW auf allen Ebenen und in allen Untergliederungen zu evaluieren und Vorschläge zu erarbeiten, wie diese weiterentwickelt werden können. Die GEW Baden-Württemberg soll zukunftsfähig bleiben. Aufgabe ist es, die gewerkschaftspolitische Arbeit so zu organisieren, dass sich weiterhin möglichst viele Mitglieder für bessere Bildung und gute Arbeitsbedingungen engagieren wollen und können.

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