GEW Baden-Württemberg
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Personalratswahl 2019GEW: Zukunftsfähig im digitalen Zeitalter

GEW-Personalräte schaffen klare Regeln für die Arbeit mit digitalen Medien und gestalten gute Arbeitsbedingungen für zeitgemäße Bildung. Einer von ihnen ist David Warneck, unser Experte für Digitalisierung. Deshalb: Im Mai GEW wählen!

27.03.2019

Die Digitalisierung im Bildungswesen hat nicht nur Auswirkungen auf Erziehung und Unterricht sondern auch auf die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten. Aus diesem Grund hat die GEW Baden-Württemberg den Arbeitskreis Digitalisierung im Bildungsbereich gegründet.

Die GEW setzt sich für die Interessen aller Lehrkräfte ein

Die GEW macht sich seit langem für zusätzliche Ressourcen für Bildung sowie die Aufhebung des Kooperationsverbotes stark. Zuletzt hatte sie im Januar eine repräsentative Mitgliederbefragung gestartet: Der Frage „Sollten deutsche Schulen Ihrer Meinung nach besser ausgestattet werden, um Schülerinnen und Schüler gut auf das digitale Lernen und Leben vorzubereiten?“ stimmten 90,2 Prozent zu.

Auf Druck der GEW: Der Digitalpakt kommt!

Nun ist das lange Gezerre zwischen Bund und Ländern um die Finanzhilfe des Bundes für den Digitalpakt Schule (fast) beendet. Viele Kollegien stehen in den Startlöchern, um das heiß ersehnte Geld für WLAN, Tablets oder Lernprogramme zu beantragen.

GEW will dienstliche Geräte für alle Lehrkräfte

Bereits 2018 hat eine Mitgliederbefragung ergeben, dass sich fast alle GEW-Mitglieder wünschen, was in allen anderen Berufen selbstverständlich ist: dass der Arbeitgeber die digitale Hardware bereitstellt.

GEW macht klar: Geräte müssen funktionieren

Für 94 Prozent war die Wartung und Betreuung digitaler Geräte am wichtigsten. Es ist gut, dass jetzt mit den Bundesmitteln beispielsweise Systemadministratorinnen und -administratoren eingestellt werden können. Das entlastet Pädagoginnen und Pädagogen.

GEW-Bundesforum „Bildung in der digitalen Welt“

85 Prozent hielten zudem Fortbildungen für genauso notwendig wie die Unabhängigkeit der Bildung von Medienkonzernen. Für die GEW gilt, dass gute pädagogische Konzepte handlungsleitend sein müssen. Diese zu erarbeiten, braucht Zeit. Orientierungshilfe für Schulen kann das GEW-Bundesforum „Bildung in der digitalen Welt“ bieten, das im März gestartet ist. Die GEW leistet damit einen Beitrag, die Chancen der Digitalisierung im Bildungsbereich zu erweitern sowie die Risiken zu minimieren.

GEW-Personalräte gestalten gute Arbeitsbedingungen für zeitgemäße Bildung

Alle Hauptpersonalräte haben nach intensiven Gesprächen zusammen mit dem Kultusministerium eine Rahmendienstvereinbarung zum Einsatz einer landeseinheitlichen digitalen Bildungsplattform unterzeichnet. Darin sind Regelungen zur Nutzung von Plattformen, dem Identitätsmanagement, dem Datenschutz, der dienstlichen E-Mail-Adresse, der digitalen Lehrkräftefortbildung sowie Open Educational Resources und WLAN am Arbeitsplatz enthalten.

Datenschutz: Auf der sicheren Seite mit der GEW

Die EU-DSGVO enthält eine Reihe von Regelungen, die deutlich über die bisherigen Anforderungen des Landesdatenschutzgesetzes hinausgehen. Die Landesregierung unterstützt die Schulen zu wenig. Für die GEW ist klar, dass weder die Schulleitungen, noch die behördlichen Datenschutzbeauftragten an den Staatlichen Schulämtern (Grund-, Haupt-, Werkreal-, Real- und Gemeinschaftsschulen sowie Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren) und Regierungspräsidien (Berufliche Schulen und Gymnasien) diese Anforderungen unter den derzeitigen Voraussetzungen erfüllen können. Es ist vollkommen inakzeptabel, dass ein Gesetz mit so umfangreichen Folgen für die Schulaufsichtsbehörden, Schulleitungen und Lehrkräfte kostenneutral umgesetzt werden soll. Wir fordern, dass

  • an den Staatlichen Schulämtern und Regierungspräsidien zusätzliche Stellen geschaffen und mit qualifizierten Personen besetzt werden,
  • Schulleiter/innen, die für den Datenschutz an der Schule verantwortlich sind, zeitliche Ressourcen und mehr Mustertexte erhalten, damit sie dieser Verantwortung gerecht werden können,
  • für Schulleiter/innen und Lehrkräfte praxisnahe Fortbildungsangebote angeboten werden,
  • die IT-Ausstattung an Schulen ausgebaut wird, damit Lehrkräfte bei der Verarbeitung personenbezogener Daten keine privaten Geräte nutzen müssen, und
  • sichere dienstliche E-Mail-Adressen für Lehrkräfte eingerichtet werden.
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