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LSBT*I*Gleiche Rechte und vollständige Akzeptanz

Gleich zwei Jubiläen finden dieses Jahr unter dem Motto „Mut zur Freiheit“ statt: 40 Jahre Christopher Street Day in Stuttgart und 50 Jahre „Stonewall Inn“-Revolten. Das Ziel: gleiche Rechte und vollständige Akzeptanz von LSBT*I* in der Gesellschaft.

06.06.2019 - Carla Neckermann

Gleich zwei wichtige Jubiläen finden dieses Jahr unter dem Motto „Mut zur Freiheit“ statt: 40 Jahre Christopher Street Day (CSD) in Stuttgart und 50 Jahre „Stonewall Inn“-Revolten.

Letztere fanden im Juni 1969 in New York statt und richteten sich gegen polizeiliche Willkür und Diskriminierung von LSBT*I*-Menschen. Das Zentrum der Community war die Bar „Stonewall Inn“ in der Christopher Street. Dort führten gewalttätige Razzien zu tagelangen Straßenschlachten mit der Polizei. In Stuttgart setzten sich zehn Jahre später das erste Mal schwule, lesbische, transsexuelle und transgender Menschen für ihre Sichtbarkeit ein. Unter dem Namen „Homobefreiungstag“ versammelten sie sich auf dem Schlossplatz. Eine mutige Handlung, denn damals gab es noch den Strafrechtsparagraph 175, der männliche Homosexuelle kriminalisierte.

Die Akteurinnen und Akteure des CSD machen auf die Ziele aufmerksam, die es immer noch zu erreichen gilt: gleiche Rechte und vollständige Akzeptanz von LSBT*I* in der Gesellschaft. Denn diese ist längst nicht erreicht, wie rechtspopulistische Bestrebungen in ganz Europa zeigen. Diese propagieren die Rückkehr von alter Heteronormativität oder demonstrieren wie das Aktionsbündnis „Demo für Alle“ gegen angeblichen „übergriffigen Sex-Unterricht“.

Der CSD setzt mit zahlreichen Empfängen, Demonstrationszügen und Kundgebungen ein klares Zeichen gegen eine solche Diskriminierung. Auch die GEW trägt hierzu bei: der Arbeitskreis Lesbenpolitik und der Arbeitskreis Schwulenpolitik laufen bei der Polit-Parade am 27. Juli in Stuttgart mit.

Außerdem findet am Mittwoch, 24. Juli eine Veranstaltung der GEW statt, die sich damit beschäftigt, wie Jugendliche bei der Identitätsfindung unterstützt werden können.  Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit der Türkischen Gemeinde Baden-Württemberg (tgbw) und des Frauenberatungs- und Therapiezentrums Stuttgart e. V. (fetz).

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