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Kretschmann und Schmid sollen Kita-Streik unterstützen

Die GEW erwartet von Ministerpräsident Winfried Kretschmann und seinem Stellvertreter Nils Schmid Unterstützung für den Kita-Streik in Baden-Württemberg.

11.05.2015 - Matthias Schneider

GEW: Erfolgfreicher Streikauftakt in Baden-Württemberg

Die Bildungsgewerkschaft GEW erwartet von Ministerpräsident Winfried Kretschmann und seinem Stellvertreter Nils Schmid Unterstützung für den Kita-Streik in Baden-Württemberg.

„Bundesfamilienministerin Manuela Schleswig hat sich nicht nur hinter die Streikenden gestellt, sondern auch deutlich gemacht, dass wir eine gesellschaftliche Debatte über die Bezahlung in Sozialberufen brauchen. Wir erwarten, dass sich die grün-rote Landesregierung genauso klar hinter die Streikenden in Baden-Württemberg stellt. Gute Bildung in unseren Kitas gibt es nur gegen gute Bezahlung. Wer wie die Erzieherinnen und Erzieher und die übrigen Beschäftigen im Sozial- und Erziehungsdienst qualitativ gute Arbeit leistet, muss dafür auch gut bezahlt werden. Die Landespolitik hat die Aufgabe, klar Position zu beziehen. Die kommunalen Arbeitgeber müssen endlich verstehen, dass sie sich in der Tarifauseinandersetzung bewegen müssen“, sagte am Montag (11.05.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

Die GEW nennt die ersten beiden Streiktage im Sozial- und Erziehungsdienst „einen großen Erfolg“. Heute fanden unter anderem in Stuttgart eine Kundgebung und in Karlsruhe eine zentrale Streikversammlung für Nordbaden statt.

Auch viele Kindertageseinrichtungen in kleineren Gemeinden beteiligen sich an den Streiks. Etwa 5.000 Beschäftigte sind im Streik und von den Schließungen von rund 600 Kitas waren circa 20.000 Kinder betroffen. Die Gewerkschaften GEW und ver.di haben seit Freitag (08.05.) die Beschäftigten in den kommunalen Kindertagesstätten und anderen Einrichtungen des Sozial- und Erziehungsdienstes bundesweit zu einem unbefristeten Streik aufgerufen. In Baden-Württemberg bleiben viele Kitas geschlossen.

„Ich bitte die Eltern um Verständnis, dass die Beschäftigten zum Mittel des Streiks greifen müssen, um ihre legitimen Interessen durchzusetzen. Die Verantwortlichen dafür sitzen in den Rathäusern von Städten und Gemeinden, weil diese den Beschäftigten eine Bezahlung verweigern, die der Wertigkeit ihrer Tätigkeit entspricht“, ergänzte Doro Moritz.

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