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Multiprofessionelle Teams: Chance, aber kein Selbstläufer

Eine Studie zu multiprofessionellen Teams in Kitas zeigt: Die Zusammenarbeit verschiedener Professionen wirkt sich nur dann positiv aus, wenn spezifische Einarbeitungs- und Personalentwicklungskonzepte vorhanden sind und umgesetzt werden.

15.02.2016

Die Team-Evaluation bezüglich der Arbeitsprozesse und Arbeitszufriedenheit multiprofessioneller Kindertageseinrichtungen in Baden-Württemberg (Team BaWü); die nach der Erweiterung des Fachkräftekatalogs vom Kultusministerium in Auftrag gegeben wurde, ist abgeschlossen. Die Ergebnisse sind bei einem Fachtag am 12. Februar vom Zentrum für Kinder- und Jugendforschung der Evangelischen Hochschule Freiburg präsentiert worden:

Multiprofessionelle Teams werden zunehmend die Kita-Landschaft prägen. Das Zusammenwirken unterschiedlicher Professionen kann Chancen bieten, ist aber keinesfalls ein Selbstläufer, so das Fazit der Studie. Die Zusammenarbeit verschiedener Professionen wirkt sich nur dann positiv aus, wenn spezifische Einarbeitungs- und Personalentwicklungskonzepte vorhanden sind und umgesetzt werden. Kompetente Kita-Leitungen sind Voraussetzung für den Erfolg und sie brauchen Zeit für ihre Leitungsaufgaben. Des Weiteren braucht es zentrierte, berufsintegrierte Fort- und Weiterbildung neuer Fachkräfte, Orientierung für die Qualifikation muss dabei das Niveau des Erzieher/innenberuf sein. Schließlich sind Unterstützungssysteme notwendig: Supervision und Coaching, Teamentwicklungsprozesse (Inhouse-Fortbildungen), die auf die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Professionen ausgerichtet sind.

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