GEW Baden-Württemberg
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Politiker stellen sich der GEW

Kurz vor der Landtagswahl sprachen Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne), sein Gegenkandidat Guido Wolf (CDU) und Kultusminister Andreas Stoch (SPD) bei der Landesdelegiertenversammlung und stellten sich der Kritik GEW.

05.03.2016

Ministerpräsident Kretschmann kündigte vor den 360 Delegierten an, weiter in Bildung und Wissenschaft investieren zu wollen. Kretschmann setzt auf eine Weiterentwicklung des bestehenden Schulsystems. „Das Gymnasium wird nur stark bleiben, wenn wir beim G8 bleiben. Wir haben das Gymnasium weiter gestärkt und wir haben starke berufliche Gymnasien“, sagte Kretschmann.

Kultusminister Stoch kündigte an, dass Lehrerinnen und Lehrer an Haupt- und Werkrealschulen besser bezahlt werden sollen. Über Qualifizierungsangebote sollen diese von der Besoldungsgruppe A12 in A13 angehoben werden. „Diese Kolleginnen und Kollegen dürfen nicht vergessen werden", sagte Stoch.

Die neu gewählte GEW-Landesvorsitzende Doro Moritz hat Kultusminister Stoch eine gute Note gegeben: „Ich habe seit 2008 vier Kultusminister erlebt. Andreas Stoch ist der erste, der endlich mutig alle wichtigen Reformen in den Schulen angepackt hat. Er hat mit der GEW erreicht, dass die Streichung von Lehrerstellen rückgängig gemacht wurde. Wenn ich Noten zu vergeben hätte, würde ich ihm eine 2-3 geben, denn es gilt die Reformen fortzusetzen und die Arbeits- und Lernbedingungen in den Schulen zu verbessern. Es gibt auch für die nächste Wahlperiode noch einiges zu tun".

CDU-Spitzenkandidat Guido Wolf versprach den Delegierten verlässliche Rahmenbedingungen für die Schulen. „Für mich geht Qualität vor Struktur. Schulen brauchen Ruhe, um sich entwickeln zu können“, sagte Wolf. Wolfs Vorschläge zur Veränderung des pädagogischen Konzepts bei den Gemeinschafts- und Realschulen stießen in Sindelfingen bei den Lehrer/innen aus allen Schularten auf Ablehnung.

"Im Falle einer Regierungsbeteiligung ist die CDU in der Verantwortung, die begonnenen Projekte wie Inklusion, Ganztagsschulausbau und den Ausbau der Gemeinschaftsschulen fortzusetzen und dafür die erforderlichen Mittel zur Verfügung zu stellen. Das Rad darf nicht auf die Zeit vor 2011 zurück gedreht werden“, reagierte Doro Moritz auf die Rede von Wolf. 

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