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LandtagsanfrageRegierung lehnt Verbesserungen für Fachlehrkräfte und Technische Lehrkräfte ab

Landtagsabgeordnete von SPD und FDP/DVP haben das Kultusministerium zur aktuellen Situation der Fachlehrkräfte und der Technischen Lehrkräfte angefragt. Damit verbunden war ein Antrag zur Verbesserung, den die Regierungsmehrheit ablehnte.

01.04.2019 - Jörg Sattur, Vorsitzender des Arbeitskreises der Technischen Lehrkräfte an Beruflichen Schulen

Die Abgeordneten Gerhard Kleinböck (SPD) und Klaus Hoher (FDP/DVP) haben an das Kultusministerium eine Anfrage zur Situation der Fachlehrkräfte (FL) und der Technischen Lehrkräfte (TL) gerichtet. Die elf Fragen beinhalteten neben der zahlenmäßigen Aufteilung von FL und TL in Baden-Württemberg die Beförderungssituation und den Aufstiegslehrgang. Die Antworten des Ministeriums (PDF) können online abgerufen werden.

Verbunden mit der Anfrage war ein Antrag mit konkreten Maßnahmen zur Verbesserung der Situation der FL und TL, welcher ebenfalls in dem Antwortschreiben nachzulesen ist. Unter anderem wird im Antrag ein verbindlicher Stufenplan zur Verbesserung der Beförderungssituation, eine Erhöhung der Plätze des Aufstiegslehrganges und eine Ausweitung auf Bewerberinnen und Bewerber ohne die Funktionsstelle A 12 vorgeschlagen.

Am 14. März wurden die Anfrage und der Antrag im Bildungsausschuss des Landtages öffentlich beraten. Alle im Bildungsausschuss vertretenen Parteien sahen dabei grundsätzlich die Notwendigkeit von Verbesserungen für FL und TL, brächten diese doch eine unverzichtbare Leistung in das Schulsystem ein. Timm Kern (FDP/DVP) benannte die drei Problembereiche für die FL/TL: Beförderungssituation, Besoldung und Deputat. Gerhard Kleinböck bemängelte eindringlich die mangelnde Transparenz bei der nicht präzisierten Zusage des Kultusministeriums, dass es konzeptionelle Überlegungen gäbe, und forderte das Ministerium zu konkreten Zusagen auf.

Die Anträge von Gerhard Kleinböck und Klaus Hoher wurden dann bei der Abstimmung mit den Stimmen der schwarz-grünen Regierungsmehrheit abgelehnt. Wieder einmal zeigte sich, dass in der Oppositionszeit formulierte verheißungsvolle Worte von Parteien dann in der Regierungsverantwortung leider schnell in Vergessenheit geraten.

Der GEW-Arbeitskreis Technische Lehrer/innen wird dessen ungeachtet weiterhin mit den demokratischen politischen Entscheidungsträgern im Gespräch bleiben.

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