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Reisekosten: 1.000 Referendare fordern Politik zum Umdenken auf

08.08.2018

Mehr als 1.000 Referendarinnen und Referendare haben bei der GEW-Aktion „100% Reisekosten im REF“ mitgemacht. Sie fordern von der Landesregierung, die vollen Reisekosten im Referendariat zu erstatten.

1.003 Unterschriften hat die Junge GEW an vielen Seminaren in Baden-Württemberg gesammelt. Immer wieder kam die Rückmeldung, dass die volle Erstattung der Reisekosten im Referendariat ein Thema ist, das unter den Nägeln brennt. Danke fürs Mitmachen, ihr seid super!

Die GEW-Landesvorsitzende, Doro Moritz, hat zusammen mit Raul Coelho von der Jungen GEW die Unterschriften an Sandra Boser, bildungspolitische Sprecherin der Grünen und stellvertretenden Fraktionsvorsitzende, übergeben.

Sandra Boser war beeindruckt von der Zahl der Unterschriften: „Dies macht deutlich, dass das Thema Reisekosten ein großes Anliegen der Referendarinnen und Referendare ist. Ich kann nachvollziehen, dass es eine finanzielle Belastung darstellt. Die Erstattung der vollen Reisekosten würde die Attraktivität des Lehrerberufs steigern.“

Auch Dominik Ohly, parlamentarischer Berater für Kultus, Jugend und Sport der CDU Landtagsfraktion, zeigte großes Verständnis für das Anliegen. Seiner Einschätzung nach werde die Gesetztesnovelle vorerst jedoch nicht weiterverfolgt.

Die bildungspolitischen Sprecher/innen von SPD und FDP erhielten die Unterschriften per Post.

Im geplanten Landesreisekostengesetz ist immer noch die Begrenzung der Reisekostenerstattung für Referendarinnen und Referendare auf 50 Prozent vorgesehen. Die GEW fordert die Erstattung der vollen Reisekosten für die Referendar/innen. Sie bekommen nur ein Ausbildungsgehalt, müssen aber auf der Straße, in Bus und Bahn den vollen Preis zahlen.

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