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Schulen fühlen sich im Stich gelassen

Vertrauensleute und Personalräte aus allen Schularten Baden-Württembergs erwarten mehr Unterstützung von der grün-schwarzen Landesregierung in Baden-Württemberg. Das wurde bei der GEW-Konferenz in Karlsruhe deutlich.

13.12.2017

„Die Lehrerinnen und Lehrer in den Klassenzimmern fühlen sich im Stich gelassen. Während die Steuereinnahmen wie nie zuvor sprudeln, ist zwei Monate nach Schulbeginn noch nicht einmal überall der Pflichtunterricht gesichert, die Vertretungsreserve geht zur Neige und Reformprojekte wie der Ganztagsschulausbau, Inklusion und Ethikunterricht kommen nicht voran“, sagte am am 11.12.2017 in Karlsruhe Doro Moritz, Landesvorsitzende der GEW, auf einer landesweiten Vertrauensleute- und Personalrätekonferenz.

Bei der Konferenz mit Lehrer/innen aus allen Schularten wurde deutlich, wie schlecht die Unterrichtsversorgung an vielen Schulen ist und dass gleichzeitig die Aufgaben für die pädagogischen Profis gestiegen sind. „Gute Schule ist derzeit nur mit viel Mehrarbeit möglich. Wer gestalten will, kann nicht auf Kosten der Schüler und Lehrkräfte sparen. Wer Unterrichtsqualität verbessern will, muss zuerst dafür sorgen, dass der Unterricht stattfindet“ sagte Moritz.

Die Teilnehmer der Konferenz erwarten mehr Investitionen in Schule und gute Arbeitsbedingungen, auch um den Lehrerberuf für den Nachwuchs attraktiv zu machen. „Es muss Schluss damit sein, dass die Schuldenbremse von der Politik wichtiger genommen wird als die Bildungschancen der Schülerinnen und Schüler – die Zukunft unseres Landes und unserer Gesellschaft“, verlangten die Personalräte und Vertrauensleute in einer gemeinsamen Erklärung.

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