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LehrereinstellungsverfahrenSo findest du deine Traumstelle

Ganz egal, ob du dich auf eine schulbezogene Stellenausschreibung oder im Listenverfahren bewirbst: Hier erfährst du, von welchen Faktoren es abhängt, wie deine Chancen stehen, die gewünschte Stelle zu erhalten.

06.09.2019

Wie komme ich nach dem Abschluss meines Lehramtsstudiums und erfolgreich absolviertem Referendariat beziehungsweise Vorbereitungsdienst an eine Lehrer/innenstelle? Am besten sogar noch an meine „Traumstelle“? Zunächst einmal vorweg: Mit dieser kurzen Info wird nur ein grober Überblick gegeben. Genauere und jährlich aktualisierte Informationen finden sich auf Lehrer Online in Baden-Württemberg.

Die Lehrer/innenstellen im staatlichen Schuldienst in Baden-Württemberg werden aktuell zu circa 50 Prozent über „schulbezogene Stellenausschreibungen“ und zu circa 50 Prozent über ein so genanntes „Listenverfahren“ vergeben. Schulbezogene Stellenausschreibung bedeutet, dass man sich direkt bei der Schule mit einer Bewerbungsmappe bewerben muss, dann gegebenenfalls zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen und danach hoffentlich ausgewählt wird. Im Listenverfahren wird eine nach Landkreis, Schulart und Fächern unterteilte Liste entsprechend der so genannten Gesamtqualifikation sortiert und dann von oben nach unten „abgearbeitet“. Diese Gesamtqualifikation berechnet sich unter anderem aus den Noten des ersten und zweiten Staatsexamens.

Die Chancen eine oder noch besser die gewünschte Stelle zu erhalten, hängt von mehreren Faktoren ab: Gesamtqualifikation (Note), studierte Fächern, gegebenenfalls Flexibilität bei den gewünschten Schularten und vor allem die regionale Einsatzbereitschaft sind entscheidend. Die familiäre Situation und weitere Faktoren spielen bei der Vergabe von Lehrer/innenstellen (anders als bei der Seminarzuweisung zu Beginn des Vorbereitungsdienstes beziehungsweise Referendariats) keine Rolle.

Neben dem Bewerbungsverfahren in den staatlichen Schuldienst kann man sich natürlich (zusätzlich) auch bei Privatschulen bewerben. Hier gibt es aber kein zentrales, einheitliches Verfahren, so dass man sich im Einzelfall informieren und entsprechend bewerben muss. Da die Einstellung in den Privatschuldienst mit vielen Besonderheiten verbunden ist, lohnt sich hier ein Beratungsgespräch mit der GEW ganz besonders. Außerdem kann man es natürlich auch in (bis zu 15) anderen Bundesländern versuchen. Die GEW hat hierzu eine Broschüre („Raus aus dem Ländle?“) zusammengestellt.

Des Weiteren erhältst du weitere Hilfe durch die GEW: Zweimal im Jahr wird eine kompetent besetzte Hotline zum Thema „Lehrer/inneneinstellung“ angeboten. Außerdem gibt es für GEW-Mitglieder Fortbildungen, die dich fit für das Bewerbungsverfahren für schulbezogene Stellen machen.

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