GEW Baden-Württemberg
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Personalratswahlen am ZSLUmstrukturierung konstruktiv und kritisch begleiten

Auf den Listen von GEW und Verdi kandidieren engagierte und erfahrene Kollegen*innen für Personalräte im BPR und ÖPR. Sie setzen sich für die Belange der Beschäftigten im ZSL und an den Seminaren ein. Wir stellen drei GEW-Kandidat*innen vor.

10.07.2020

Alexander Chucholowski ist seit über 20 Jahren Lehrer und Mitglied in der GEW. Er hat sich als schulischer örtlicher Personalrat (ÖPR) in Marburg sowie als Vertrauensmann in Konstanz gewerkschaftlich für die Belange und Interessen der Beschäftigten eingebracht. Er war lange in Marburg als Lehrer und Ausbilder für Ethik und Philosophie tätig, bevor er 2009 als Fachberater Ethik an das Regierungspräsidium (RP) Freiburg kam und seitdem am Alexander-von-Humboldt-Gymnasium in Konstanz die Fächer Philosophie, Ethik und Französisch unterrichtet. Außerschulisch engagiert er sich als Mitherausgeber von Ethik & Unterricht und hat im letzten Jahr das Heft zur Demokratie herausgegeben.

Mit Gründung der Institute Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL) und Institut für Bildungsanalysen Baden-Württemberg (IBBW) hat sich Alexander Chucholowski für die Tätigkeit als Aus- und Fortbildner am ZSL entschieden. Die Umstrukturierung der Aus- und Fortbildungslandschaft hat ihn dazu bewegt, sich zukünftig aktiver in die gewerkschaftliche Arbeit einzubringen. So hätte er sich bei den aktuellen Umstrukturierungsprozessen mehr Transparenz und eine größere aktive Einbeziehung der Beschäftigten gewünscht.

„Die Interessen der Fachberater*innen liegen mir besonders am Herzen.“ (Alexander Chucholowsk)

Dies gilt vor allem für die vielen Fachberater und Fachberaterinnen unterschiedlicher Schularten und Fächer, die im Unterschied zu anderen Gruppen im schulischen Bereich keine eigene Vertretung ihrer Interessen haben. Von ihnen wird jetzt erwartet, dass sie ihr Engagement in Aus- und Fortbildung die Umstrukturierung zu einem Erfolgsmodell werden lassen. Diese Prozesse möchte er konstruktiv und kritisch begleiten, sich für mehr Transparenz gegenüber den Beschäftigten des ZSL sowie für deren Interessen einsetzen. Neu in dieser Funktion freut er sich auf die Zusammenarbeit mit den erfahreneren PR-Mitgliedern und hofft auf deren Unterstützung, aber natürlich auch auf die Unterstützung der Beschäftigten bei den kommenden Wahlen.

Nina Großmann ist 2007 nach 20 Jahren freiberuflicher Beratungstätigkeit in der betrieblichen Bildung und Organisation an die Schulpsychologische Beratungsstelle Stuttgart gewechselt. Seit 2011 leitet sie engagiert die Schulpsychologische Beratungsstelle Ludwigsburg. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind Materialien zur Unterstützung der Krisenarbeit an Schulen, Konfliktklärungen in Schulen, Aus- und Fortbildung von Beratungslehrkräften und Beratung von Schülerinnen und Schülern zum Beispiel bei Leistungsängsten. Beim Landesverband Schulpsychologie arbeitet sie seit 2013 im Vorstand und setzt sich für eine aktive Verbandsarbeit und gute Kontakte zu Politik, Verbänden und Verwaltung ein. Seit 2007 ist sie Gewerkschaftsmitglied.

Die Tätigkeiten in der Schulpsychologischen Beratungsstelle sind in mehrfacher Hinsicht eine echte Unterstützungsarbeit für Schulleitungen, Lehrer*innen, Eltern und Schüler zugleich. Dadurch, dass Nina Großmann als Schulpsychologin allen Beteiligten im System Schule in Beratung, Fortbildung und in Fällen von Konflikten und bei Krisensituationen zur Seite stehen kann, hat sie die Möglichkeit, die Interessen und Nöte aller dort Beschäftigten aktuell und real zu erfahren und zu verstehen.

„Gute Arbeit, Gleichberechtigung und Gesundheitsschutz sind mir ein besonderes Anliegen.“ (Nina Großmann)

Nina Großmann kann mit ihrer Erfahrung die Aufgaben als Personalvertreterin für gute Arbeit und Qualitätsentwicklung im Bereich des ZSL/IBBW sehr wirksam unterstützen und so zum Gelingen der neuen Institutionen beitragen. Sie weiß auch aus eigener Verantwortung, wie schwierig es ist, für die notwendige personelle Ausstattung zu kämpfen, etwa bei der Wiederbesetzung von Stellen in der Schulpsychologie und Verwaltung. Als Personalrätin möchte sie sich für die Gestaltung von fairen Arbeitsbedingungen, Gleichberechtigung und Gesundheitsschutz einsetzen. Ein wichtiges Anliegen ist ihr, eine beteiligungsorientierte und moderne Führungskultur zu unterstützen.

Sabine Kirschbaum unterrichtete von 1992 bis 1996 zunächst an gewerblichen Schulen in Stuttgart und Mühlacker, bevor sie 1996 als Hauswirtschaftsschulrätin nach Pforzheim an die Johanna-Wittum-Schule wechselte. Die Arbeit mit benachteiligten Schülerinnen und Schülern lag ihr dabei besonders am Herzen. Sie engagierte sich für deren Belange als Vorsitzende des GEW-Arbeitskreises „Benachteiligte Jugendliche“ und in Arbeitsgruppen des Kultusministeriums zur Entwicklung von Konzepten zur individuellen Förderung. Von 2007 bis 2012 war sie in diesem Bereich als Fortbildnerin für die Themen „Kompetenzanalyse Profil AC an Beruflichen Schulen“ und „Individuelle Förderung“ tätig.

Von 2012 bis 2019 folgte die Abordnung an die Landesakademie für Personalentwicklung und Fortbildung am Standort Esslingen. Dort war sie verantwortlich für die Entwicklung von Fortbildungen 
im gewerblich-nichttechnischen Bereich.

„Ich möchte mich ­dafür einsetzen, dass digitales und mobiles Arbeiten an gute Arbeitsbedingungen geknüpft werden.“ (Sabine Kirschbaum)

Mit der Gründung des Zentrums für Schulqualität und Lehrerbildung arbeitet Sabine Kirschbaum als Referentin für Fortbildungen im beruflichen Bereich im Referat 42. Als Fachberaterin Unterrichtsentwicklung Berufliche Schulen entwickelt sie unter anderem Konzepte zur Weiterbildung von Fachberater*innen Unterrichtsentwicklung für die Sommerakademie in Esslingen.

Die Digitalisierung und deren Auswirkungen auf den Arbeitsalltag ist nun das tägliche Geschäft der Referentin. Diese Veränderung und die Folgen mobilen Arbeitens sieht sie als Herausforderung aller Beschäftigten. Sie möchte sich als Personalrätin dafür einsetzen, dass Kolleginnen und Kollegen gut vorbereitet und mit guter Unterstützung die Transformation in digitale Arbeit bewältigen können. Dabei nutzt sie die Erfahrungen, die sie als langjährige Beschäftigte in der Schulverwaltung erworben hat, um die Belange der Kolleginnen und Kollegen des ZSL zu vertreten.

Hier geht es zum Kandidat*innen-Prospekt (PDF) für die Personalratswahlen beim ZSL.

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