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Was nach den Wahlen geschehen muss: Hauptschule

Die GEW hatte sich für diese Wahlperiode das Ziel gesetzt, für alle Hauptschullehrkräfte Aufstiegs- und Beförderungsmöglichkeiten nach A 13 zu erhalten. Dass das nicht gelungen ist, ist die größte Enttäuschung in dieser Wahlperiode.

24.02.2016

Von 2003 bis 2013 wurden mehr als 350 Haupt- und Werkrealschulen geschlossen, weitere 150 in den vergangenen zwei Jahren. Tausende Lehrkräfte brauchen einen anderen Arbeitsplatz. Seit Jahrzehnten leisten diese Lehrkräfte unter immer schwieriger werdenden Bedingungen sehr gute Arbeit. Ohne Getöse machen sie ihre Arbeit weiterhin und erleben das Wegbrechen ihrer Schulart. Eine solche Umbruchsituation erfährt keine andere Lehrergruppe. Sie haben die Gemeinschaftsschulen aufgebaut und arbeiten dort für deutlich weniger Geld als die Gymnasial-, Realschul- und Sonderschullehrkräfte. Sie bilden angehende Lehrer/innen aus, die in einer höheren Besoldungsgruppe eingestellt werden.

Kultusminister Stoch hat zwar Aufstiegsmöglichkeiten in Aussicht gestellt, die 83 Millionen, die er dafür braucht, hat er leider (noch) nicht bekommen.

In den Wahlprogrammen findet sich keine klare Zusage. Die Grünen wollen über Personalentwicklungskonzept Aufstiegs- und Wahlmöglichkeiten für die anderen Schularten Perspektiven schaffen. Die SPD will „Haupt- und Werkrealschullehrkräften die Möglichkeit zu einer beruflichen Weiterqualifizierung eröffnen“. Die CDU bekennt sich zu „klaren und echten Perspektive“.

Die GEW fordert A 13 für alle Hauptschullehrkräfte, egal wo sie arbeiten.

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