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Was nach den Wahlen geschehen muss: Sonderschulen

Die GEW fordert ein Aufbaustudium für Sonderpädagogik und ausreichende Investitionen um Inklusion und das Zwei-Pädagogen-Prinzip erfolgreich umzusetzen.

24.02.2016

Seit Jahren sind es die Sonderschulen, die das größte Unterrichtsdefizit hatten. Sonderpädagog/innen gibt es nicht auf dem Arbeitsmarkt. Im vergangenen Sommer konnten die zusätzlich vorhandenen Stellen nicht alle besetzt werden. Die GEW fordert deshalb, dass das Land erfahrenen Grund- und Hauptschullehrkräften das Aufbaustudium Sonderpädagogik finanziert.

Die Entscheidung der Landesregierung, die Pflicht zum Besuch der Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren abzuschaffen und letztere weiterhin bestehen zulassen, ist die teuerste Variante bei Einführung der Inklusion und erhöht den Bedarf.

Inklusion erfordert erhebliche Investitionen. Das Zwei-Pädagogen-Prinzip ist der richtige Ansatz. Er ist im Wahlprogramm von Grünen und CDU als „angestrebt“ aufgenommen. Das kann allerdings nur ein Teil der Unterstützung bei der Umsetzung sein: Es bedarf beträchtlichen Einsatzes zum Aufbau von echter Teamarbeit, damit die Kompetenzen beider Lehrkräfte wirksam werden können.

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