GEW Baden-Württemberg
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Fridays for FutureWie sich Schulen an den Aktionen beteiligen können

Die GEW erklärt sich solidarisch mit der Klima-Bewegung Fridays for Future. Die größte bildungspolitische Organisation in Baden-Württemberg begrüßt die Demonstrationen und ruft unter anderem am 20. September die GEW-Mitglieder zur Beteiligung auf.

09.09.2019

Die GEW Baden-Württemberg erklärt sich solidarisch mit der Klima-Bewegung Fridays for Future. „Wir begrüßen die Demonstrationen der ‚Fridays for Future‘-Bewegung am 20. September 2019 und rufen die Mitglieder zur Beteiligung auf. Die soziale Bewegung Fridays for Future trägt die Bedrohung der Welt durch den Klimawandel seit Ende 2018 erfolgreich in das öffentliche Bewusstsein und fordert die Politik zu entschlossenem Handeln auf“, sagt GEW-Landesvorsitzende Doro Moritz.

Kinder und Jugendliche sind von den Folgen des Klimanotstandes in besonderer Weise betroffen. Nicht nur, weil die Folgen sich in der Zukunft abspielen, sondern weil es bereits heute eine ungeheure politisch-emotionale Berührung mit der Thematik gibt und eine große inhaltliche Auseinandersetzungsbereitschaft, wie es sie seit der Friedensbewegung der 80er Jahre kaum gegeben hat. Die GEW ermutigt ihre Mitglieder, vor Ort die Bewegung zu unterstützen. Die GEW engagiert sich in vielfältiger Weise für die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele und bekennt sich dabei zu den umfassenden UN-Entwicklungszielen, die soziale und ökologische Ziele in systemischer Weise miteinander verbinden. „Alle wissenschaftlichen Befunde sprechen dafür, Klimaschutzziele schnellstmöglich durch konkrete Maßnahmen zu hinterlegen! Bildung für nachhaltige Entwicklung gehört zum unmittelbaren Bildungsauftrag“, mahnt Moritz.

Das Verhalten von Pädagoginnen und Pädagogen ist sehr bedeutsam für die Stimmung in den Schulen. Mit schul- und unterrichtsbezogenen Projekten, die die Leitperspektive „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ aufgreifen, mit außerunterrichtlichen Veranstaltungen, die anschaulich die Folgen des Klimawandels und Handlungsoptionen aufzeigen, können sich Schulen an den Aktionen des 20. Septembers beteiligen. „Wir rufen die Beschäftigten in den Schulen und weiteren Bildungseinrichtungen dazu auf, sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu beteiligen“, appelliert die GEW-Landeschefin. „Ich bin davon überzeugt, dass die Schulleitungen konstruktive Lösungen finden, wenn Schülerinnen und Schüler sich an den Streikaktionen der Fridays for Future beteiligen. Ich schließe allerdings nicht aus, dass Kultusministerin Susanne Eisenmann die Erwartungen der CDU-Fraktion erfüllt und wieder auf mögliche Sanktionen der Schulleitungen hinweist.“

Die GEW freut sich, wenn sich Beschäftigte, die zu der Zeit keine dienstlichen Verpflichtungen haben, am „Klima-Streik“ beteiligen. Unausweichliche Kosten des Klimawandels dürfen die Ärmeren nicht noch weiter belasten – dies gilt in Deutschland und außerhalb Deutschlands. Sich dafür einzusetzen, ist nicht alleinige Aufgabe der Schüler/innen und der „Fridays for Future“-Bewegung. Das ist vor allem Aufgabe der Gewerkschaften.

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