GEW Baden-Württemberg
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David Warneck, Andreas Schwarz, Hans Dörr

GEW im Gespräch

mit MdL Andreas Schwarz

Im Rahmen der Reihe "GEW im Gespräch" waren der GEW-Kreisvorsitzende Hans Dörr und sein Stellvertreter David Warneck am Freitag, den 31.03. zu Gast im Wahlrkreisbüro von Andreas Schwarz (Bündnis 90/ Die Grünen)

Die Vertreter der GEW begrüßten zunächst, dass die Absenkung der Eingangsbesoldung um 8 Prozent zum 01.01.2018 endlich zurückgenommen wird.
Des Weiteren sei es grundsätzlich positiv, dass die Forderung der GEW nach einem konkreten Qualifizierungsplan für die Haupt- und Werkrealschullehrkräfte nach A13 nun angegangen wird. In diesem Zusammenhang kritisierten sie aber die Umsetzung.
"Es ist nicht nachvollziehbar, warum Kolleginnen und Kollegen, die beispielsweise bereits Prüfungen in Klasse 10 abgenommen haben, den überwiegenden Teil der Qualifizierungsmaßnhamen in der unterrichtsfreien Zeit absolvieren sollen und am Ende noch eine Prüfung ablegen müssen." sagt David Warneck.

Weiterhin sei die momentane Unterrichtsversorgung sehr problematisch. Das zeige sich allein in der Tatsache, dass das Staatliche Schulamt Informationsveranstaltungen für Elternvertreter/innen zu diesem Thema organisiert.
"Es ist sehr irritierend, wenn man aus Schulen jetzt hört, dass die Stundenzuweisung für Vorbereitungsklassen - egal ob in der Grundschule oder der Sekundarstufe - deutlich gekürzt wird. Das ist die falsche Antwort auf die Frage, wie die Situation vor Ort verbessert werden kann" ist Hans Dörr überzeugt.

Ein weiteres Gesprächsthema war auch die künftige Entwicklung der Realschule. Aus Sicht der GEW-Vertreter ist es aus pädagogischen Gründen nicht zielführend, wenn die Leistungsbewertung in der Orientierungsstufe nur auf M-Niveau erfolgen soll. "Auf der einen Seite sollen Schüler/innen mit Werkrealschulempfehlung in Zukunft auch an der Realschule auf G-Niveau unterrichtet werden, auf der anderen Seite werden sie aber ausschließlich auf M-Niveau geprüft. Das führt aus unserer Sicht zu einer selektiven Praxis die nicht zielführend ist" erläutert Hans Dörr.

Alle Beteilgiten waren sich einig, dass die Qualität von Schule und Unterricht eine wichtige Rolle spielt. Dazu braucht es nach Ansicht der GEW allerdings ausreichend personelle und zeitliche Ressourcen.
Die Politik ist hier gefordert. Andreas Schwarz signalisierte, dass er auch in Zukunft mit dem GEW-Kreisvorstand im Gespräch bleiben will. Hans Dörr und David Warneck schätzten abschließend die sehr angenehme Gesprächsatmosphäre.