GEW Baden-Württemberg
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GEW-Protest: "Uns steht das Wasser bis zum Hals!"

GEW-Protest nach Personalversammlungen

Es fehlen Lehrer/innen - uns steht das Wasser bis zum Hals!

Nach den Personalversammlungen der GHWRGS-Lehrkräfte in Kirchheim (14.03) und Esslingen (23.03) forderten die Kolleginnen und Kollegen die Landesregierung auf, endlich mehr Personal und Ressourcen für die Schulen bereitzustellen.

„Wenn nächste Woche eine Lehrerin mit einem vollen Lehrauftrag erkrankt oder in Mutterschutz geht, gibt es keinen Ersatz. Wenn das an einer Grundschule geschieht, fehlen 28 Stunden“, erläuterte Hans Dörr, der Kreisvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), die Problematik, die sich in den vergangenen Monaten an vielen Schulen im Kreis Esslingen gezeigt hat. „Weil an der Verlässlichen Grundschule kaum Unterricht ausfällt, müssen diese 28 Stunden durch Notmaßnamen ersetzt werden. Die Schüler der fehlenden Lehrkraft werden zum Beispiel auf andere Klassen verteilt. Dies belastet nicht nur die Lehrkraft, die dann vielleicht 30 oder mehr Grundschüler unterrichten muss. Es beeinträchtigt auch die Schüler/innen beim Lernen.“

Der stellvertretende GEW-Kreisvorsitzende David Warneck ergänzt: „Wenn durchschnittlich sechs Prozent der Lehrkräfte abwesend sind, brauchen wir eine Einstellung von 106 Prozent. Alles andere ist Flickschusterei, bei der die Gesundheit der Lehrkräfte und Schulleitungen und die Qualität auf der Strecke bleibt.“

Als großes Problem werteten die Pädagogen die fehlenden Ressourcen, um die Inklusion an den allgemeinbildenden Schulen umzusetzen. Gerade hier wiege ein Lehrerausfall schwer. Um einer Überforderung der Kollegen vorzubeugen, müsse es für den kranken Kollegen umgehend Ersatz geben.