GEW Baden-Württemberg
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Protest per Postkarte

Leramtsanwärter/innen fordern 100 Prozent von Anfang an!

Dienstanfänger/innen können nicht nachvollziehen, dass sie zu den Sommerferien in die Arbeitslosigkeit entlassen werden. Wenn sie dann im September ein Einstellungsangebot erhalten, bekommen sie zudem in den ersten drei Jahren 8 Prozent weniger Geld.

Am 17.11.2016 waren Vertreter/innen des GEW-Kreisverbands Esslingen-Nürtingen am Staatlichen Seminar für Didaktik und Lehrerbildung in Nürtingen. Dort  machten sie die Lehramtsantwärter/innen auf die bundesweite Aktion der GEW "Bildung. Weiter denken!" aufmerksam.
Dabei standen Themen rund um den Vorbereitungsdienst und den Dienstanfang im Vordergrund.
Dazu gehört z.B. der Einsatz der GEW für eine weiterhin gute Einstellungsperspektive. Auch für die Möglichkeit des Teilzeitreferendariats macht sich die GEW stark.
Im Mittelpunkt steht aber die Forderung nach gleicher Bezahlung für gleichwertige Arbeit.
Unter dem Titel "JA 13 - Grund- und Hauptschullehrer/innen haben mehr verdient" fordert die GEW, dass auch die Kolleg/innen an den Grundschulen in Zukunft A13 verdienen!

In Gesprächen mit den jungen Kolleg/innen wurde ebenfalls deutlich, dass viele nicht nachvollziehen können, warum sie nach erfolgreich abgeschlossener Prüfung zu den Sommerferien entlassen werden und  dann sechs Wochen arbeitslos sind. Auch die Verärgerung über die Abesenkung der Eingangsbesoldung in den ersten drei Jahren um 8 Prozent war spürbar. Es kann nicht sein, dass man gerade in den ersten Jahren knapp ein Monatsgehalt weniger im Jahr verdient!

Daher haben sich die Lehramtsanwärter/innen dazu entschlossen, Postkarten mit der Forderung nach fairer Bezahlung an die Wahlkreisabgeordneten in Nürtingen, Esslingen und Kirchheim zu schreiben.

Der GEW-Kreisverband wird die gesammelten Postkarten bei Gesprächen mit den Abgeordneten übergeben und sich dafür einsetzen, dass die Abesenkung der Eingangsbesoldung endlich zurückgenommen und die Befristungspraxis zu den Sommerferien beendet wird.