GEW Baden-Württemberg
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Ehrungsfeier für langjährige GEW-Mitglieder

Eine besondere Ehrungsveranstaltung konnte die GEW Freiburg dieser Tage durchführen. Aktiv im Dienst stehende Kolleginnen und Kollegen sowie Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter im Ruhestand wurden für 25, 40, 50 oder mehr Jahre Mitgliedschaft in der GEW geehrt. Über 80 Mitglieder kamen zu einem gemeinsamen Abendessen im Freiburger Kolping-Hotel zusammen. Die GEW ist die mitgliederstärkste Bildungsgewerkschaft, in der allein im Kreisverband Freiburg über 4200 Lehrer/innen, Erzieher/innen, Sozialpädagog/innen, Hochschullehrer/innen sowie viele andere im Bildungsbereich Tätige organisiert sind.

In ihrer Begrüßungsrede hob die Kreisvorsitzende, Gerlinde Rupp, die Bedeutung der GEW gerade in Zeiten grün-roter Bildungspolitik hervor. Hier gelte es immer, die Finger in die Wunden einer unzureichenden Schul- und Tarifpolitik zu legen, um das Schlimmste an Belastungen für die Kolleg/innen zu verhindern. So würde es die ohnehin beschnittene Altersermäßigung für die Kolleg/innen ohne die GEW gänzlich nicht mehr geben. Frau Rupp erinnerte an weitere Gründe, die eine Mitgliedschaft in der Gewerkschaft begründen: den Schulterschluss Gleichgesinnter, Sorge um das Verfassungsrecht auf Bildung, Solidarität statt individualistischem Einzelkämpfertum. Gewerkschafter/innen in der GEW kämpfen für Gerechtigkeit im Bildungsbereich ebenso wie in der Gesellschaft.
Gerlinde Rupp: „Wir müssen uns wehren können und unseren Ansprüchen Geltung verschaffen. Eine Vereinigung von rund 48 000 GEW-Menschen allein in Baden-Württemberg hat mehr Gewicht als ein einzelner. Wir haben eine gemeinsame humane und demokratische Grundüberzeugung. Bildungsmöglichkeiten dürfen nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen. Unsere Grundüberzeugung ist, dass das Bildungssystem für alle Kinder und Jugendliche gleiche Chancen bereithalten muss.“

Der Kreisvorstand bedankte sich bei allen für ihre langjährige Mitgliedschaft, insbesondere aber bei den Pensionär/innen, die trotz einer Nullrunde nach der anderen nicht aus der Gewerkschaft ausgetreten sind.
Doch war dieser Ehrungsveranstaltung in erster Linie ein Abend des Beisammenseins und des Feierns. Die vielen langjährigen Gewerkschaftsmitglieder hatten sich natürlich viel zu erzählen.

Das Kulturprogramm wurde von den GEW-Kollegen Anne Höveler und Martin Leuchtner gestaltet, die vor dem kulinarischen Hauptgang den eigentlichen Hauptgang darstellten. Gesanglich meisterlich vorgetragen, verzückten die zumeist selbstgeschriebenen frechen, zuweilen frivolen Texte des Duos das Publikum sichtbar. Immerhin erkannte man sich in den Anspielungen über „Traumfrauen“ und „Traummänner“ nicht selten selbst wieder - ganz Kabarett eben. Die Bandbreite erstreckte sich von abgewandelten Texten von Kurt Tucholsky über Zarah Leander bis hin zu einem „Kuschelbären-Rap“, der sich aus Texten von Bekanntschaftsanzeigen zusammensetzte. Abgerundet wurde das vielfältige Programm durch die Bauchredner-Puppe „Eddy“, die sich auf amüsante Weise kritisch mit den Tücken der deutschen Grammatik auseinander setzte.

Bericht: Andreas Langbein
Fotos: Peter Fels