GEW Baden-Württemberg
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Pressemitteilung zur Ludwigsburger Aktion

JA13 – weil Grund- und Hauptschullehrer/innen es verdienen

GEW startet Aktionen für bessere Bezahlung der Grund- und Hauptschullehrkräfte

 

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) verlangt, dass der Beruf der Grund- und Hauptschullehrer/innen aufgewertet wird und die Pädagog/innen deutlich besser als bisher bezahlt werden.

„Der Grundstein für gute Bildung wird bei den Kleinsten gelegt. Trotzdem erkennt Deutschland die wertvolle Arbeit der Grundschullehrerinnen immer noch nicht ausreichend an. Nicht zuletzt mit der Inklusion sind die Anforderungen an die pädagogische Arbeit an Grundschulen kontinuierlich angestiegen. Die GEW erwartet von der Landesregierung außerdem einen Stufenplan für den Aufstieg der Hauptschul- und Werkrealschullehrkräfte von der Besoldungsgruppe A12 in A13. Es muss endlich Schluss damit sein, dass Hauptschullehrkräfte die am schlechtesten bezahlten in der Sekundarstufe I sind und von der Politik ignoriert werden“, sagte der GEW-Kreisvorsitzende Martin Hettler am Montag, 21.11. im Rahmen der bundesweiten Initiative „Bildung. Weiter denken!“

Derzeit gibt es in Baden-Württemberg 742 öffentliche Haupt-/Werkrealschulen
(2003: 1207). Etwa 2.500 Hauptschullehrkräfte arbeiten bereits an Gemeinschafts- und Realschulen sowie Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren. Ein großer Teil hat auch nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts einen Anspruch auf Qualifizierungsangebote. Die ersten Absolventen des gemeinsamen Studiengangs für Haupt-/Werkrealschulen, Realschulen und Gemeinschaftsschulen (Start Wintersemester 2011/12) haben im Februar 2016 den Vorbereitungsdienst begonnen und werden ab 2017 als Lehrkräfte (mit A13) arbeiten.

Verbeamtete Grundschullehrerinnen werden in allen Bundesländern nach A12 besoldet. Als Angestellte sind sie in der Entgeltgruppe (E) 11 des Tarifvertrages der Länder (TVL) eingruppiert. Im Schnitt verdienen diese Pädagogen rund 370 bis 450 Euro im Monat weniger als die Lehrkräfte mit A13.

Unter dem „JA13“-Motto machen GEW-Landesverbände auf die Lohnlücke zwischen A12 und A13 bzw. E11 und E13 aufmerksam. „Ja13“-Aktionstage finden jeweils an dem Tag statt, ab dem die pädagogischen Profis nicht mehr arbeiten müssten, wenn sie nach A13 bzw. E13 bezahlt würden (umgekehrter „Equal Pay Day“). In Baden-Württemberg fällt dieser "Equal Pay Day auf den 25. November.

GEW-Initiative „Bildung. Weiter denken!“: www.gew-bw.de/bildung-weiter-denken/

 

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