GEW Baden-Württemberg
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Rückblick (Archiv)

Hier finden Sie Berichte, Fotos u.a. zu Veranstaltungen, die in unserem Kreis durchgeführt wurden.

Personalversammlung 2019 in Lauda

Foto von Klaus Mende

Über die aktuelle Situation an den Schulen berichtete der GEW Kreisverband dem Landtagsabgeordneten Arnulf von Eyb

Jana Kolberg und Angela Hoffmann am Donnerstag 07.12.2017 in Dörzbach

 

In angenehmer Atmosphäre fand ein offener und ausführlicher Austausch zwischen dem CDU-Landtagsabgeordneten, der GEW-Kreisvorsitzenden Jana Kolberg und der stellvertretenden Kreisvorsitzenden Angela Hoffmann am Donnerstag 7.12. in Dörzbach statt. Dank ausführlicher Berichte verschiedener Kollegien an Grund-, Haupt-, Werkreal-, Realschulen sowie Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren konnte die angespannte Situation an diesen Schulen dargestellt werden.

Besonders an den Grundschulen ist die Situation sehr schwierig. Es fehlen Lehrkräfte, Förderstunden und Unterstützung für die zahlreichen inklusiven Beschulungen. Grundschullehrkräfte erhalten für ihre Arbeit lediglich A12 bzw. E11. Schulleitungen kleinerer Grundschulen bekommen nur eine Zulage von 167 Euro. Die Arbeit an Grundschulen ist bei der derzeitigen Bezahlung und Arbeitsbelastung nicht attraktiv. Es wäre dringend notwendig, dass die Landesregierung die Grundschullehrkräfte nach A13 bzw. E13 bezahlen würde, so wie es bereits in Berlin, Brandenburg und NRW beschlossen wurde. Gleiches sollte für die Hauptschullehrkräfte gelten. Eine sinnvolle Inklusion ist aktuell mit den viel zu geringen Stundenzuweisungen und mangelhaften Rahmenbedingungen (Klassengröße, Sonderschullehrkräftemangel, Absprachen, Konzeptionen,…) kaum oder gar nicht möglich. Im Hinblick auf die steigende Schülerzahl muss es weit mehr Studienplätze geben. Fach- und Technische Lehrkräfte haben seit jeher eine höhere Unterrichtsverpflichtung und sind deutlich niedriger eingruppiert. Der bereits bestehende Lehrkräftemangel wurde durch die Streichung von 500 Stellen noch verschlimmert. Lediglich 25 % der Lehrkräfte halten bis zur gesetzlichen Altersgrenze durch. Die Planung der Landesregierung dem Mangel mit Pensionären zu begegnen, geht deshalb fehl. Damit Lehrkräfte länger gesund im Dienst bleiben können, ist eine deutlich höhere und frühere Altersermäßigung unerlässlich.

Herr von Eyb wird diese Punkte direkt mit der Kultusministerin besprechen. Außerdem plant er Besuche an Schulen, um sich selbst ein Bild von der brisanten Situation zu machen.

 

GEW fordert mehr Personal und bessere Besoldung

PM vom 06.04.2017

Bei einer kurzen Protestkundgebung am 6. April 2017 vor dem Versammlungssaal in Lauda-Königshofen und auch in Kupferzell fordern Lehrerinnen und Lehrer der GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) eine bessere Ausstattung bei Personal und Besoldung.

Im Anschluss an die offizielle Teilpersonalversammlung der Grund-, Haupt-, Werkreal-, Real- und Gemeinschaftsschulen sowie für Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren im Staatlichen Schulamt Künzelsau haben sich einige Lehrkräfte zu der landesweit durchgeführten Aktion „Bildung. Weiter denken!“ postiert. Auf ihren Plakaten fordern sie, die Unterrichtsversorgung zu verbessern, die Besoldung gerechter zu gestalten, den Lehrermangel - vor allem an Grundschulen und in der Sonderpädagogik - zu beheben oder auch, das Thema „Inklusion“ in der Praxis durch eine bessere Ausstattung mit Ressourcen zu stärken.

Viele Forderungen resultieren aus Anträgen an die Landespolitik, die auch bei der Personalversammlung auf der Tagesordnung standen. Zur Unterrichtsversorgung etwa fordert die Gewerkschaft eine verlässliche Vertretungsreserve. Wenn heute eine Lehrerin in Mutterschutz geht, gibt es keinen Ersatz. Wenn das an einer verlässlichen Grundschule geschieht, an der kaum Unterricht ausfallen darf, müssen ihre Stunden durch Notmaßnahmen ersetzt werden. Die Schüler der fehlenden Lehrkraft werden z.B. auf andere Klassen verteilt oder Kolleginnen machen meist unbezahlte Überstunden. Dies belastet nicht nur die Lehrkräfte, es beeinträchtigt auch die Schüler beim Lernen.

„Viele Kolleginnen sind völlig überlastet“, so eine Kollegin aus der Gemeinschaftsschule, „zusätzlich müssen wir Lernentwicklungsgespräche führen und Lernentwicklungsberichte schreiben, auch die wöchentlichen Coaching-Gespräche führen zu einer deutlichen Mehrbelastung.“ Für die zahlreichen Zusatzaufgaben brauchen die Kolleginnen und Kollegen an den Gemeinschaftsschulen eine angemessene Anrechnung.

Aus einer Realschule, die nach der Grundschule die größte Heterogenität in den Klassen hat, kommt die Klage: „Ich habe 30 Jungen und Mädchen in der Klasse. Wie soll ich in so einer großen Klasse allen Kindern gerecht werden?“ – Vor allem für große Realschulen ist eine Senkung des Klassenteilers dringend notwendig.

Ressourcen fehlen auch, um die Inklusion im Alltag umzusetzen. „Inklusion ohne ausreichende Ressourcen scheitert“, heißt es auf einem der Plakate.

Wer an der Bildungspolitik spart, verschlechtert die Bedingungen an den Schulen. Nur eine ausreichende Lehrerversorgung einschließlich Vertretungsreserve kann gute Bildung ermöglichen, so die Meinung der Lehrerinnen und Lehrer aus der GEW.

Keine Schulart ist sio schlecht ausgestattet wie die Grundschule

Leserbrief von Gabriele Brenner zu „Neue Pläne zu digitalen Stunden“ (FN 11. November 2017)

Es ist völlig unberechtigt, dass Kultusministerin Dr. Eisenmann die Grundschullehrkräfte für die Leistungen der Schüler kritisiert. Keine Schulart ist so schlecht ausgestattet wie die Grundschule. Es ist die einzige Schulart, die quasi keine Stunden für Förderunterricht zugewiesen bekommt. Wissen Sie, was es heißt, in der ersten Klasse Kinder zu haben, die weder Farben kennen noch mit einer Schere schneiden können und gleichzeitig Kinder, die perfekt lesen und schreiben? Kinder, die nicht in den ortsüblichen Religionsunterricht gehen, müssen in diesen Stunden extra betreut werden. Alle weiterführenden Schulen haben zusätzlich zehn bis 20 Stunden für die Schulzeit eines Schülers.

Und als ob dies nicht genug wäre: In der Grundschule wird nun auch noch der Unterricht um vier Pflichtstunden in Klasse 1 und 2 (Fremdsprache) gekürzt, um für einen Teil der Kinder Förderung in Deutsch und Mathematik anbieten zu können. Dies würde sich das Kultusministerium in keiner anderen Schulart erlauben. Nur in der Grundschule müssen Lehrerkräfte nahezu alle Fächer ohne die entsprechende Ausbildung unterrichten. Forderungen des Personalrats nach Fortbildung werden seit mehr als 15 Jahren vom Kultusministerium abgelehnt.

Die Hauptlast der Inklusion und der Integration der geflüchteten Kinder und Jugendlichen trägt die Grundschule. Die Politik sagt zwar „Auf den Anfang kommt es an!“ Sie tut dafür jedoch nichts. Die Gehälter der Lehrerkräfte richten sich nach der Schuhgröße der Kinder: Kleine Kinder – kleines Gehalt. Damit muss Schluss sein!

© Fränkische Nachrichten, Samstag, 09.12.2017

 

Grundschulen fehlen Lehrer

Leserbrief von Jana Kolberg zu "Neue Pläne zu digitalen Stunden" (FN 11. November)

Gelder für Informatik sind da, aber an den Grundschulen fehlen neben Lehrkräften auch Gelder!

Es ist unglaublich, dass den Grundschullehrkräften die Schuld für das schlechtere Abschneiden bei den Ländervergleichen in die Schuhe geschoben wird. Man muss es sich auf der Zunge zergehen lassen: Baden-Württemberg steht in der Grundschule bei der Lehrer-/Schüler-Relation auf dem letzten Platz der 16 Bundesländer! In unserem reichen Bundesland haben die Grundschulkinder deutlich weniger Unterricht als Kinder in anderen Bundesländern.

Im aktuellen Schuljahr konnten von 1580 Stellen 480 nicht besetzt werden. Kein Wunder! Grundschullehrkräfte werden kürzer ausgebildet und deutlich schlechter bezahlt. Viele Schulleiter/innen bekommen nur 168 Euro brutto für die Leitung ihrer Schule. Kein Mensch käme auf die Idee, Kinderärzte schlechter zu bezahlen als andere Fachärzte. Grundschullehrerinnen und -lehrer werden händeringend gesucht. Seit vier Schuljahren steigen die Schülerzahlen an den Grundschulen, bis 2025 um 14 (!) Prozent. Wenn nicht jetzt deutlich mehr Lehrkräfte ausgebildet werden, kann bis 2030 nicht einmal der Ersatzbedarf für Pensionierungen gedeckt werden, von pädagogisch notwendigen Verbesserungen ganz zu schweigen.

© Fränkische Nachrichten, Samstag, 18.11.2017

11. März 2016
Diskussion mit den Landtagskandidatinnen und -kandidaten des Wahlkreises Hohenlohe.

von links nach rechts: Hans-Jürgen Saknus (SPD), Catherine Kern (Bündnis90/Die Grünen), Arnulf von Eyb (CDU), Stephen Brauer (FDP), Deborah Ploszynski (Stellvertretende Kreisvorsitzende), Jana Kolberg (Kreisvorsitzende)
Namen der Kandidatinnen und Kandidaten wie oberes Bild

"Kleine Morde unter Hallern"

Mittwoch, 13. April 2016, 16.00 – 18.00 Uhr

Weinprobe in Gerlachsheim am Freitag, 15. April 2016 um 18.00 Uhr

Anmeldung bis 12.04.2016 (Näheres siehe Einladung)