GEW Baden-Württemberg - Website https://www.gew-bw.de GEW Baden-Württemberg - Website de-DE GEW Baden-Württemberg - Website Tue, 18 Jun 2019 10:17:33 +0200 Tue, 18 Jun 2019 10:17:33 +0200 TYPO3 EXT:news news-16978 Sat, 15 Jun 2019 06:00:00 +0200 Was Personalräte an Hochschulen bewirken können https://www.gew-bw.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/was-personalraete-an-hochschulen-bewirken-koennen/ An den Hochschulen im Land finden am 2. und 3. Juli Personalratswahlen statt. Drei erfahrene GEW-Personalräte berichten über ihre Arbeit, ihre Erfolge und wie sie von der GEW unterstützt werden. Studium Wissenschaft Mitbestimmung Artikel Personalrat Baden-Württemberg news-17033 Wed, 12 Jun 2019 11:56:30 +0200 Schulpreis für GMS Wutöschingen! https://www.gew-bw.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/herzlichen-glueckwunsch-zum-deutschen-schulpreis/ Die GEW Baden-Württemberg freut sich riesig mit der Alemannenschule Wutöschingen über die Verleihung des Deutschen Schulpreises in Berlin. Die Schule wurde unter anderem für ihre Unterrichtsqualität nominiert. Doro Moritz, Landesvorsitzende der GEW, freut sich über den 2. Preis des Deutschen Schulpreises, den die Alemannenschule Wutöschingen erhalten hat. „Bei meinem Besuch in Wutöschingen konnte ich eindrucksvoll erleben, wie an dieser Gemeinschaftsschule das Lernen, das Raumkonzept und die Ausstattung einen stimmigen Dreiklang bilden.“ sagte Moritz nach der Bekanntgabe der Auszeichnung.

„Die zweitbeste Schule Deutschlands zu sein ist eine unglaubliche Auszeichnung. Die GEW Baden-Württemberg gratuliert Ihnen herzlich und dankt jedem und jeder Einzelnen von Ihnen für das große Engagement und den Beitrag, den Sie zu diesem Erfolg geleistet haben.“ so Moritz in Ihrem Glückwunschschreiben an die Gemeinschaftsschule im Süden Baden-Württembergs.

Die Schule wurde unter anderem für ihre Unterrichtsqualität und die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern nominiert. Es ist für die Gemeinschaftsschulen von enormer Bedeutung, dass die Unterrichtsqualität einer Gemeinschaftsschule in den öffentlichen Blick gerät. Leider ist es weiterhin vielen Menschen in Baden-Württemberg nicht klar, was die Pädagogik einer Gemeinschaftsschule ausmacht.

„Mir ist bewusst, welcher Einsatz erforderlich ist, um solch herausragende Ergebnisse zu erzielen. Deshalb gilt mein Dank allen Kolleginnen und Kollegen, der Schulleitung und allen, die zum Erfolg dieser Schule beigetragen haben. Erfolgreich waren und sind vor allem die Schülerinnen und Schüler, die an dieser Schule erleben, wie das ganz andere Lernen ihren Bedürfnissen gerecht wird und sie zu höheren Leistungen führt.“

Moritz betonte abschließend, dass die Arbeit in Wutöschingen für das Ansehen der Gemeinschaftsschulen in ganz Baden-Württemberg enorm wichtig sei.

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Schule Bildung weiter denken Bildungsgerechtigkeit Bildungsqualität Bildungssystem Inklusion Artikel Gemeinschaftsschule Baden-Württemberg
news-16977 Mon, 10 Jun 2019 06:00:00 +0200 „Wir sind nah bei den Beschäftigten“ https://www.gew-bw.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/wir-sind-nah-bei-den-beschaeftigten/ Die Beschäftigten des außerschulischen Bereichs im Kultusministerium wählen am 2. Juli ihre Personalräte. Drei erfahrene GEW-Personalräte erklären im Interview, warum es sich lohnt, seine Stimme abzugeben. Schule Bildungssystem LehrerInnenbildung Mitbestimmung Artikel Personalrat b+w Baden-Württemberg news-16976 Thu, 06 Jun 2019 15:26:55 +0200 Anpassungen sind überfällig https://www.gew-bw.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/anpassungen-sind-ueberfaellig/ Nachgehakt haben Fach- und Technische Lehrkräfte am Fachlehrkräftetag in Karlsruhe im März. Die GEW lud zum Gespräch mit der Politik. Dabei ging es unter anderem um die Perspektiven von Anwärterinnen und Anwärtern. Die Ergebnisse ernüchtern. Artikel Fachlehrer Baden-Württemberg news-16973 Thu, 06 Jun 2019 14:35:22 +0200 Gleiche Rechte und vollständige Akzeptanz https://www.gew-bw.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/gleiche-rechte-und-vollstaendige-akzeptanz/ Gleich zwei Jubiläen finden dieses Jahr unter dem Motto „Mut zur Freiheit“ statt: 40 Jahre Christopher Street Day in Stuttgart und 50 Jahre „Stonewall Inn“-Revolten. Das Ziel: gleiche Rechte und vollständige Akzeptanz von LSBTI* in der Gesellschaft. Bildung & Geschlecht Gesellschaftspolitik Gleichstellung Artikel sexuelle Vielfalt Baden-Württemberg news-16964 Thu, 06 Jun 2019 09:36:47 +0200 Alt werden und jung bleiben https://www.gew-bw.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/alt-werden-und-jung-bleiben/ Prof. Dr. Hans-Werner Wahl hat Ende Mai in Karlsruhe mehr als 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen Überblick über die aktuellen Themen der Alternsforschung gegeben. Dabei ging es auch um die „Seniorenpolitischen Eckpunkte“ des DGB. Mitglieder 60+ Artikel Baden-Württemberg news-16958 Wed, 05 Jun 2019 15:14:42 +0200 Gute Ergebnisse bestätigen die Arbeit der GEW https://www.gew-bw.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/gute-ergebnisse-bestaetigen-die-arbeit-der-gew/ Die Lehrkräfte haben gewählt und der GEW erneut ihr Vertrauen ausgesprochen. Im Hauptpersonalrat Gymnasien und Berufliche Schulen hat die GEW sogar hinzugewonnen. Jetzt wollen die neuen Personalräte gemeinsam Verbesserungen durchsetzen. Berufliche Bildung Schule GEW Mitbestimmung TV-L Beamte Artikel Schulleitung Personalrat Hauptschule Sonderpädagogische Schulen Gemeinschaftsschule Gymnasium Realschule Grundschule Baden-Württemberg news-16975 Tue, 04 Jun 2019 15:01:00 +0200 Kompetent dank jahrelanger Erfahrung https://www.gew-bw.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/kompetent-dank-jahrelanger-erfahrung/ Die GEW Konstanz hat zu einem Austausch für Fachlehrkräfte und Technische Lehrkräfte eingeladen. Angelika Kistner spannte einen guten Bogen von alltäglichen Fragen bis hin zu strukturellen Forderungen. Fortsetzung folgt. Artikel Fachlehrer Baden-Württemberg news-16845 Wed, 29 May 2019 15:10:20 +0200 Bündnis für gebührenfreie Kitas steht https://www.gew-bw.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/buendnis-fuer-gebuehrenfreie-kitas-steht/ Zwölf Organisationen haben sich zusammengeschlossen, um sich neben dem Ausbau und der Qualitätsentwicklung für Gebührenfreiheit in der frühkindlichen Bildung stark zu machen. Die GEW ist dabei und fordert, Familien zu entlasten. Kita Bildungsgerechtigkeit Bildungsfinanzierung Bildungsqualität Artikel Baden-Württemberg news-16827 Wed, 29 May 2019 09:47:01 +0200 Mehr als Gemeinschaftskunde https://www.gew-bw.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/mehr-als-gemeinschaftskunde/ Demokratie lernen und erfahren ist eine Querschnittsaufgabe für alle Lehrkräfte – nicht nur der gesellschaftswissenschaftlichen Fächer. Die Vorgaben der Kultusministerkonferenz, der Beutelsbacher Konsens und die neuen Bildungspläne bilden den Rahmen. Demokratie als Herrschaftsform

Demokratie als Herrschaftsform wird vor allem im Gemeinschaftskundeunterricht thematisiert, der nach Artikel 21, Absatz 2, der Landesverfassung von Baden-Württemberg „ordentliches Lehrfach an allen Schulen“ in Baden-Württemberg ist. Damit hat das Fach in Baden-Württemberg Verfassungsrang. Dass es für das Fach Gemeinschaftskunde in den Sekundarstufen I und II trotz dieser Verfassungsregelung sehr wenig Wochenstunden gibt (zum Beispiel ab Klasse 8 an den Gymnasien meist nur eine Wochenstunde), wird nicht nur von Gemeinschaftskundelehrkräften als völlig unzureichend angesehen. Zu einer Ausweitung waren allerdings weder frühere noch die aktuelle grün-schwarze Landesregierung bereit. In fast allen anderen Bundesländern steht für politische Bildung weit mehr Lernzeit zur Verfügung.

Demokratische Herrschaft beruht auf politisch-rechtlicher Gleichheit und politischen Beteiligungsrechten der erwachsenen Bevölkerung (Volkssouveränität). In den meisten westlichen Demokratien wählen die Stimmberechtigten ihre parlamentarischen Vertretungen. Allerdings gibt es auch Möglichkeiten direktdemokratischer Partizipation in den deutschen Bundesländern und Kommunen. Über diese Formen wird im Gemeinschaftskunde-, zum Teil aber auch im Geschichtsunterricht informiert.

Demokratie bleibt aber nicht auf die Staatlichkeit beschränkt. Nur wenn demokratischer Prinzipien gesellschaftlich verankert und tradiert sind, funktionieren politische demokratische Systeme. Dies bedingt eine starke Zivilgesellschaft mit freien Bürgerinitiativen, Verbänden und Vereinen, in der Pluralismus und soziale Differenz Raum haben und Konflikte friedlich geregelt werden. Auch wirtschaftlicher Wettbewerb, ausgetragen unter fairen Bedingungen, sollte in einer demokratischen Zivilgesellschaft möglich sein. In allen Fächern, vor allem im Meinungsbildungsprozess und durch Partizipation am innerschulischen Kommunikationsprozess, können Schulen das notwendige soziale und demokratische Lernen fördern. Schulleitungen tragen hierfür eine besondere Verantwortung.

Es gibt aber immer auch Einflüsse von außen: Aufgrund eines mächtigen Wirtschaftslobbyismus wurde in den Bildungsplänen 2016 auf Kosten von Geographie und Gemeinschaftskunde Raum für ein neues Fach WBS (Wirtschaft, Berufs- und Studienorientierung) geschaffen. Die bisherige Integration wirtschaftlicher Fragestellungen in die Sozialwissenschaften wurde bewusst aufgegeben.

Auch diesem neuen Fach liegen die Prinzipien des Beutelsbacher Konsenses zugrunde. Allerdings scheinen dessen Prinzipien in der ersten Phase der Ausbildung der Kolleginnen und Kollegen an den baden-württembergischen Universitäten keineswegs immer selbstverständlich zu sein.

Demokratiebildung in der Schule

Wenn Schule mehr als ein Ort demokratischer Wissensvermittlung sein will, liegt in ihrem Erfahrungsraum eine hohe Verantwortung. „Schule muss ein Ort sein, an dem demokratische und menschenrechtliche Werte und Normen gelebt, vorgelebt und gelernt werden“ (KMK, 2018). Dabei dürfe keineswegs jede Position akzeptiert werden oder müssten alle Positionen in gleicher Weise gültig seien. Wenn Äußerungen fallen, die mit der freiheitlich-demokratischen Grundordnung und den Menschenrechten nicht vereinbar sind, „dürfen Lehrerinnen und Lehrer diese keineswegs unkommentiert oder unreflektiert lassen“ (KMK, 2018). Lehrkräfte müssen allerdings sicherstellen, dass Themen multiperspektivisch beleuchtet werden. Dies beinhaltet naturgemäß auch Perspektiven und Erfahrungen von Menschen, die von Abwertungsideologien und Diskriminierungen besonders betroffen sind.

Das bedeutet jedoch nicht, dass Lehrerinnen und Lehrer keine eigene Meinung im Unterricht äußern dürften. Zur Glaubwürdigkeit und zur Vorbildfunktion von Lehrkräften gehört es selbstverständlich, eigene und reflektierte Positionen zu entwickeln. Wichtig ist hierbei immer die Transparenz: Die eigene Meinung muss als solche deutlich kenntlich gemacht werden und neben ein Spektrum kontroverser Meinungen gestellt werden.

Demokratieerfahrungen in der Schule

Schulen sind kein Ort, an dem frei zum Beispiel über Unterrichtsinhalte, Prüfungsformen oder Personalentscheidungen entschieden wird. Eine – von manchen gewünschte – Autonomie der einzelnen Schule besteht jedenfalls nicht, was nicht ausschließt, dass es durchaus Spielräume für Partizipation vor Ort gibt. Bildungspläne werden im Auftrag des Kultusministeriums entwickelt, Personalentscheidungen werden von der Schulaufsicht beziehungsweise der jeweils vorgesetzten Behörde getroffen, bei Beschwerden ist stets der Dienstweg einzuhalten. Dabei stehen das direktoriale Prinzip und die Demokratiebildung allerdings in einem Spannungsverhältnis.

Andererseits müssen sich sowohl das Kultusministerium vor dem jeweiligen Landtag, Schulleitungen vor dem Ministerium, aber auch vor der Schulkonferenz und eventuell sogar öffentlich rechtfertigen. Seit der grün-roten Landesregierung (2011 bis 2016) gibt es in der Schulkonferenz gar eine Drittelparität für Lehrerinnen und Lehrer, Eltern und Schülerinnen und Schüler.

Die KMK fordert die Länder ausdrücklich auf, im Rahmen der inneren Schulentwicklung Schulen verstärkt zu befähigen, „demokratische Gremien und Arbeitsformen“ zu entwickeln und umzusetzen, die „Schülerinnen und Schülern Entscheidungsspielräume eröffnen und echte Beteiligung ermöglichen“. Dazu gehören alle Formen der Schülervertretung, aber auch möglichst „niedrigschwellige Zugangsmöglichkeiten insbesondere für junge bildungsbenachteiligte und politikfern aufwachsende junge Menschen“ (KMK 2018).

Im Kleinen beginnt dies in der Schul- und Unterrichtskultur mit einer wertschätzenden und diversitätsbewussten Kommunikation beziehungsweise Partizipation aller am Schulleben beteiligten Personen. Dazu gehört auch die Pflicht zur Transparenz der Information und Meinungsbildung der Verantwortlichen. Dazu trägt der Führungsstil der Schulleitung sowie die demokratiefördernde Einstellung von Lehrkräften wesentlich bei.

Das Erlernen und Erfahren von Demokratie ist eine zentrale Aufgabe schulischen Lernens, keineswegs nur der gesellschaftswissenschaftlichen Fächer, sondern eine Querschnittsaufgabe für alle Lehrkräfte, um Schülerinnen und Schüler letztlich an die Übernahme von Verantwortung heranzuführen, sie also zur aktiven Mitgestaltung am Schulleben zu motivieren. Dazu gehört auch die Entwicklung von Konfliktfähigkeit in einer pluralistischen Gesellschaft. Zudem bietet auch die im Bildungsplan zentral verankerte Unterscheidung zwischen inhalts- und prozessbezogenen Kompetenzen die Möglichkeit, im Sinne des Beutelsbacher Konsenses die Unterrichtskultur in den einzelnen Fächern zu verbessern und zur Methoden- und Handlungsvielfalt beizutragen. Die starke Betonung der selbstständigen Urteilsbildung ist jedenfalls ein zentrales Anliegen des Beutelsbacher Konsenses.

Dabei ist Schule kein wertneutraler Ort. Ein Bekenntnis zu den Menschen- und Grundrechten des Grundgesetzes bleibt der unverrückbare Ankerpunkt jeder demokratischen Erziehung. Das unterscheidet sie von extremistischen und populistischen Weltanschauungen mit ihren einfachen und aggressiven Feindbildern. Solch ein Unterricht muss auch kein denunziatorisches Meldeportal einzelner rechtspopulistischer Abgeordneter fürchten. Die wichtigen Anliegen einer Demokratiepädagogik wie der reflektierte und vorurteilsfreie Umgang mit allen Formen der Diskriminierung, des Rassismus, gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, des Antisemitismus, der Islamophobie, der Homophobie und andere gehören dabei jedenfalls zu den zentralen Aufgaben der Demokratiebildung.

Schulen kommt hier neben der Aufgabe, zentraler Ort der Wissensvermittlung zu sein, immer auch die Aufgabe zu, Ort der demokratischen Erfahrung zu werden. Durch die Einbeziehung handlungs- und erfahrungsorientierter Methoden, wie zum Beispiel der Debatte, der Fall- und Konfliktanalyse sowie des Planspiels beziehungsweise der Simulation, kann es gelingen, unterrichtliche, aber auch außerunterrichtliche Lernsituationen zu organisieren, die diese Kompetenzen beflügeln sollen. Der Leitfaden Demokratiebildung bietet dazu für alle Unterrichtsfächer anregende Impulse. Abzuwarten gilt, welche Konsequenzen sich daraus für die einzelnen Unterrichtsfächer sowie die inner- und außerschulische Kommunikation ergeben werden. Ohne nachhaltige Fortbildungen und externe Evaluationen droht nämlich die Gefahr, dass dieser wesentliche Impuls zur Demokratiebildung im Schulalltag zu verpuffen droht.

Literaturhinweise

  • Dewey, John (2004): Demokratie und Erziehung. Eine Einleitung in die philosophische Pädagogik, Weinheim: Beltz-Verlag
  • Faus, Rainer / Storks, Simon (2019): Im vereinten Deutschland geboren – in den Einstellungen gespalten? OSB-Studie zur ersten Nachwendegeneration, Frankfurt am Main
  • Frech, Siegfried / Richter, Dagmar (Hrsg.) (2017): Der Beutelsbacher Konsens. Bedeutung. Wirkung. Kontroversen, Frankfurt am Main: Wochenschau Verlag
  • Himmelmann, Gerhard (2001): Demokratie lernen. Als Lebens-, Gesellschafts- und Herrschaftsform, Frankfurt am Main: Wochenschau Verlag
  • Kalb, Jürgen (2018): Der Beutelsbacher Konsens und seine Bedeutung für die Bildungspläne 2016 in Baden-Württemberg, in: LpB Ba-Wü (2018): Der Beutelsbacher Konsens in den Fächern Gemeinschaftskunde und WBS (Wirtschaft, Berufs- und Studienorientierung) in den Klassen 9 und 10 der Bildungspläne 2016 in Baden-Württemberg, Band 2, Stuttgart, S. 3ff
  • Klieme, E. / Hartig, J. (2007): Kompetenzkonzepte in den Sozialwissenschaften und im erziehungswissenschaftlichen Diskurs, Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, 10 (Sonderheft 8), S. 11-29
  • Kultusministerkonferenz (2018): Demokratie als Ziel, Gegenstand und Praxis historisch-politischer Bildung und Erziehung in der Schule, (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 06.03.2009 i. d. F. vom 11.10.2018)
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Studium Wissenschaft Berufliche Bildung Schule Gesellschaftspolitik Privatisierung & Lobbyismus LehrerInnenbildung Recht Artikel Schulleitung Friedensbildung Referendariat b+w Baden-Württemberg
news-16749 Mon, 20 May 2019 06:00:00 +0200 „Das Klebeband hält noch“ https://www.gew-bw.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/das-klebeband-haelt-noch/ Die GEW hat ihre Mitglieder befragt und wollte wissen, wie zufrieden sie mit dem Zustand und der Ausstattung ihrer Schule sind. Insgesamt sehen die Lehrerinnen und Lehrer Verbesserungspotenzial – und formulieren Wünsche für die Bildung von morgen. Lernorte weiter denken – lerntRÄUME gestalten

Die Aula ist wegen Einsturzgefahr gesperrt. Es regnet mal wieder durch das Flachdach. Schadstoffe, Feinstaub, Schimmel und Lärm verursachen gesundheitliche Beschwerden. Gutes Lernen aber braucht ein gesundes bauliches Umfeld. Die Beseitigung von offensichtlichen Baumängeln kann daher nur der Anfang sein.

Moderne Lernformen, der Ausbau von Ganztagseinrichtungen und Inklusion schaffen zusätzliche Anforderungen an Gebäude und Ausstattung. Allen Bildungsbeteiligten sollte Raum gegeben werden, sich weiterzuentwickeln. Dazu braucht es Lernorte für große, aber auch kleine Gruppen, für unterschiedliche Lernformen, Leseecken, Rückzugsmöglichkeiten und Aufenthaltsräume, aber auch Räume für alle Fachkräfte zur Vorbereitung, zum Austausch und zum Ausruhen. Und Ganztag kann nur mit einer Mensa klappen, die groß genug ist und gesundes Essen für alle anbietet. Er braucht ein spezielles Raumkonzept. So aber sieht die Realität aktuell leider nicht aus.

Nachholbedarf und Handlungsdruck bestehen auch bei der Digitalisierung. Sie muss ebenfalls vom pädagogischen Anspruch her gedacht werden: Nicht Laptops und Whiteboards um ihrer selbst willen sind die Lösung aller Probleme, sondern die Anschaffung der „Hardware“, die die moderne Pädagogik tatsächlich benötigt.

Mehr Geld für bessere Bildungsinfrastruktur

Die Bundesregierung hat 3,5 Milliarden Euro für ein Schulsanierungsprogramm und fünf Milliarden Euro für den „Digitalpakt Schule“ zur Verfügung gestellt. Dennoch hat sich der Sanierungs- und Investitionsstau bei Schulen und Weiterbildung laut der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) nochmals vergrößert. Hier liegt er mittlerweile bei 47,7 Milliarden Euro, bei der Kleinkindbetreuung bei 7,6 Milliarden Euro und den Hochschulen bei bis zu 50 Milliarden Euro. Die Kämmerer*innen in den Städten und Gemeinden raufen sich wegen der Herausforderungen die Haare.

Egal ob Unterhalt, Sanierung oder Neubau – aus Sicht der GEW hat im Sinne der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen zu gelten: Die Lernorte müssen sich den Anforderungen zeitgemäßer pädagogischer Konzepte anpassen!

Mit einer Wiedererhebung der Vermögenssteuer wäre die finanzielle Grundlage für den Erhalt und den Neubau des zunehmend verfallenden öffentlichen Vermögens (unter anderem Kita-, Schul- und Universitätsgebäude) gewährleistet. Das kann und muss uns echte Generationengerechtigkeit wert sein.

Also: Mehr Geld für Bildung! Sanierungsstau aufheben! Zeitgemäße Bildungsgebäude ermöglichen! lerntRÄUME gestalten! Das heißt, die zum Teil maroden Gebäude von Bildungseinrichtungen zu modernisieren und sanieren sowie Neubauten zu konzipieren, sodass sie zeitgemäßen Vorstellungen guter Bildung entsprechen. Für heute, aber auch die nächsten Jahrzehnte.

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Schule Digitalisierung Bildung weiter denken Bildungsfinanzierung Gesundheit Artikel Schulleitung Baden-Württemberg
news-16734 Thu, 16 May 2019 10:55:47 +0200 Kultusministerium gibt Lehrerinnen und Lehrern die Schuld https://www.gew-bw.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/kultusministerium-gibt-lehrerinnen-und-lehrern-die-schuld/ Die Landesregierung macht seine Lehrkräfte zu Sündenböcken, anstatt die eigene Verantwortung zuzugeben: Die Abi-Aufgabe in Gemeinschaftskunde war falsch formuliert. Jetzt setzt das Land auch noch die Schülerinnen und Schüler unter Druck. Schule Artikel Schulleitung Friedensbildung Personalrat Gymnasium Baden-Württemberg news-16371 Fri, 10 May 2019 13:01:00 +0200 Ein Europa für alle: Deine Stimme gegen Nationalismus! https://www.gew-bw.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/ein-europa-fuer-alle-deine-stimme-gegen-nationalismus-1/ Nationalisten und Rechtsextreme wollen das Ende der EU einläuten. Ein Bündnis aus mehr als 60 Organisationen und Initiativen hält dagegen. Am 19. Mai gehen europaweit zehntausende Menschen gleichzeitig auf die Straße – auch in Stuttgart. Mach mit! Migration Gesellschaftspolitik Internationales Artikel Veranstaltung für alle Zielgruppen sexuelle Vielfalt Friedensbildung Baden-Württemberg news-16656 Wed, 08 May 2019 13:15:46 +0200 Warum Sie jetzt Reisekosten-Kürzungen widersprechen sollten https://www.gew-bw.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/warum-sie-jetzt-reisekosten-kuerzungen-widersprechen-sollten/ Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg hat in einem GEW-Verfahren entschieden, dass für Klassenfahrten im Ausland die Übernachtungskosten zu niedrig sind. Demnach sind die tatsächlichen Kosten nach dem Reisekostenrecht zu ersetzen. Schule Recht Beamte Artikel Baden-Württemberg news-16655 Wed, 08 May 2019 12:57:05 +0200 Übernachtungspauschale bei Studienfahrten ist zu niedrig https://www.gew-bw.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/uebernachtungspauschale-bei-studienfahrten-ist-zu-niedrig/ Der GEW-Rechtsschutz hat für außerunterrichtliche Veranstaltungen einen weiteren Erfolg erzielt. Für Übernachtungen im Ausland muss das Land Baden-Württemberg die Erstattungspauschale erhöhen. Formular downloaden und Geld zurückholen! Schule Recht Beamte Artikel Personalrat Gymnasium Baden-Württemberg news-16554 Thu, 02 May 2019 06:00:00 +0200 „Informationen fließen spärlicher“ https://www.gew-bw.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/informationen-fliessen-spaerlicher/ Michael Futterer ist seit acht Jahren im Hauptpersonalrat berufliche Schulen. Er kandidiert jetzt erneut als Spitzenkandidat der GEW. Im Interview mit der b&w berichtet er über Einflussmöglichkeiten, Erfolge und Ärgernisse seiner Arbeit. Die schulischen Hauptpersonalräte treffen sich regelmäßig zur Sitzung im Kultusministerium. Was wird dort besprochen?

Futterer: Der HPR der beruflichen Schulen trifft sich in der Regel alle zwei Wochen. Wir behandeln dort Standardthemen, Beförderungen auf Funktionsstellen oder Personalauswahl für zentrale Fortbildungen. Unsere Themen hängen auch davon ab, was vom Kultusministerium an uns herangetragen wird. Diese Woche kam beispielsweise eine neue Verwaltungsvorschrift zum Datenschutz. Dazu werden wir eine Stellungnahme abgeben und eine Dienstvereinbarung abschließen.

Besprecht ihr nur Themen, bei denen ihr euch beteiligen dürft?

Futterer: Das LPVG sieht eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem KM vor. Eigentlich sollte uns das Ministerium über alle relevanten Vorgänge informieren, unabhängig davon, ob wir in der Beteiligung sind. Das klappt in letzter Zeit weniger gut.

Bei direkten Beteiligungsfällen müssen wir auch immer wieder die Einigungsstelle anrufen. Die Ausweitung der Erhebung zur Unterrichtsversorgung war so ein Fall. Wir vertraten die Auffassung, dass eine Datenerhebung zum Unterrichtsausfall eine Hebung der Arbeitsleistung darstellt, die mit zusätzlichen Verwaltungsstunden honoriert werden muss. Wir konnten uns damit allerdings nicht durchsetzen.

Könnt ihr selber Themen initiieren?

Futterer: Mit dem neuen Landespersonalvertretungsgesetz (LPVG) können wir auch Initiativanträge stellen. Im Zusammenhang mit der schlechten Unterrichtsversorgung haben wir beispielsweise mehr Stellen gefordert. Der HPR berufliche Schulen hat zum Beispiel auch gefordert, dass der technische Support für das Schulverwaltungsprogramm SVP vorerst weitergeführt wird, da die Schulen Zeit für den Umstieg auf das neue Verwaltungsprogramm ASV-BW brauchen.

Hat sich die Arbeit im HPR verändert, seit die CDU-Politikerin Susanne Eisenmann Kultusministerin ist?

Futterer: Wir haben den Eindruck, dass Informationen spärlicher fließen. Das vorher erwähnte Qualitätskonzept ist ein Beispiel dafür. Die Konflikte haben sich im Vergleich zur Vorgängerregierung auch verschärft. So wurde einem Kollegen mehrfach dies Genehmigung eines Sabbatjahres verweigert mit der Begründung, er habe ein Mangelfach und werde für die Unterrichtsversorgung gebraucht, obwohl das Sabbatjahr erst in einigen Jahren angefallen wäre. Das KM war hier auch nicht bereit, sich auf eine Kompromisslösung einzulassen. Derartige Fälle sind mir aus der Vergangenheit nicht bekannt. Auch hier hat die Einigungsstelle unser Anliegen verworfen.

Als stellvertretender Landesvorsitzender der GEW kannst du dich politisch äußern, geht das im HPR auch?

Futterer: In der Sitzung kann man alles sagen, nach außen kann ich als HPR-Mitglied nicht politisch auftreten. Was im HPR besprochen wird, muss in der Dienststelle bleiben. Auf Personalversammlungen werde ich als Vertreter der GEW eingeladen, dann kann ich sagen, was ich für richtig halte.

Wenn du drei Wünsche an die Landesregierung frei hättest, was würdest du dir für die Lehrkräfte wünschen?

Futterer: Damit die Kolleginnen und Kollegen mehr Zeit gewinnen, ist eine Arbeitszeitverkürzung dringend nötig. Baden-Württemberg brummt seinen Beamtinnen und Beamten immer noch 41 Stunden auf. Die beruflichen Lehrkräfte haben ein Deputat mit 25 Stunden. Da stehen wir im bundesweiten Vergleich ganz oben.

Mein zweiter Wunsch ist, dass die Landesregierung und die Amtsspitze des KM zur Kenntnis nehmen, dass berufliche Schulen nicht identisch mit dem allgemeinbildenden Schulwesen sind und sich manche Regelung nicht einfach übertragen lassen. Zum Beispiel plant Susanne Eisenmann, zukünftig Abituraufgaben aus dem bundesweiten Aufgabenpool des IQB zu übernehmen. Der Abiturtermin würde sich damit nach hinten schieben und die Korrekturzeiten würden immer kürzer. An beruflichen Schulen gibt es verschiedene Schularten und eine Vielzahl an Abschlussprüfungen. Wenn sich Prüfungstermine immer mehr überlagern, dann sind die Korrekturen für die Kolleginnen und Kollegen irgendwann nicht mehr leistbar.

Eine bessere Unterrichtsversorgung ist mein dritter Wunsch.

Wenn du wiedergewählt wirst, was nimmst du dir als erstes vor?

Futterer: Der Haushalt 2020/21 wird gerade vorbereitet. Wie viele Einstellungen eingeplant werden, wird auf jeden Fall ein zentrales Thema. Die Reform des beruflichen Gymnasiums steht noch auf der Tagesordnung. Dort werden viele Verordnungen anstehen. Wir werden uns kritisch einbringen.

Das Interview führte Maria Jeggle.

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Berufliche Bildung Artikel Personalrat b+w Baden-Württemberg
news-16525 Wed, 01 May 2019 06:00:00 +0200 Europa. Jetzt aber richtig! https://www.gew-bw.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/europa-jetzt-aber-richtig-1/ Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter haben den 1. Mai zum Tag der europäischen Solidarität gemacht. Am diesjährigen Tag der Arbeit demonstrierten sie für mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt und sozialen Fortschritt. Gesellschaftspolitik Internationales Artikel Veranstaltung für alle Zielgruppen Baden-Württemberg news-16546 Tue, 30 Apr 2019 11:41:17 +0200 Mit der GEW mehr Zeit gewinnen https://www.gew-bw.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/mit-der-gew-mehr-zeit-gewinnen/ Ab Mai finden in Baden-Württemberg Personalratswahlen statt. Die GEW ist in allen Personalräten vertreten und mit über 50.000 Mitgliedern die stärkste Interessenvertretung. Jede Stimme stärkt sie zusätzlich. Alle profitieren davon. Mehrarbeit und Fortbildungen

Oft suchen Kolleginnen und Kollegen auch wegen Mehrarbeitsunterricht und Vertretungsregelungen den Rat und die Hilfe des Personalrats. Sehr häufig müssen sich vor allem die Hauptpersonalräte mit Vorhaben des Kultusministeriums beschäftigen, die für Lehrkräfte oder Schulleitungen Mehrarbeit bedeuten. Die Hauptpersonalräte setzen sich ein für Anrechnungsstunden bei umfangreichen Qualifizierungsmaßnahmen und für Entlastung bei aufwändigen Erhebungen, beispielsweise zum Unterrichtsausfall. Und sie versuchen, unnötige Aufgaben zu verhindern.

Auseinandersetzungen gibt es auch immer wieder wegen Fortbildungen. Die Dienststelle will den Unterrichtsausfall vermeiden, der Personalrat die Mehrarbeit. Manchmal muss der Personalrat die Beschäftigten vor weiterer Selbstausbeutung schützen. Und weil es in Fortbildungen zu wenige Plätze gibt, achten die Personalräte darauf, dass es bei der Auswahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer gerecht zugeht.

Die Hauptpersonalräte müssen immer öfter die rechtlichen Möglichkeiten im Interesse der Kolleginnen und Kollegen ausschöpfen. Wenn sich Personalrat und Dienststelle nicht einigen können, wird zu jedem Einzelfall eine Einigungsstelle gebildet. Unter dem Vorsitz eines Richters oder einer Richterin verhandeln dann jeweils drei Vertreterinnen und Vertreter von Kultusministerium und Hauptpersonalrat. Oder es kommt zu einem sogenannten Beschlussverfahren vor dem Verwaltungsgericht, bei dem der Personalrat durch einen Rechtsanwalt vertreten wird. Die Zahl der Verfahren in der laufenden Wahlperiode dürfte zweistellig sein.

Die Freude über jeden Erfolg für die Kolleginnen und Kollegen ist groß. Nur ein Beispiel: Vor wenigen Wochen ist es dem Hauptpersonalrat GHWRGS gelungen, die Anrechnungsstunden für das berufsbegleitende Aufbaustudium Sonderpädagogik für Hauptschullehrkräfte von sechs auf zehn Stunden im ersten Jahr des Studiums zu erhöhen. Das macht das Studium attraktiver und hilft den Kolleginnen und Kollegen sehr.

Man sieht: Personalräte können viel erreichen. Sie bekommen viele wichtige Informationen. Der Personalrat unterstützt Einzelne und kann Arbeitsbedingungen mitgestalten. Er ist Interessenvertretung für Kolleginnen und Kollegen in großen und in kleinen Dingen – unabhängig von ihrer Mitgliedschaft in der GEW oder in einem Verband.

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Schule Bildung weiter denken Mitbestimmung Artikel Personalrat b+w Baden-Württemberg
news-16526 Fri, 26 Apr 2019 10:12:28 +0200 Wie Schüler Fake News entlarven können https://www.swr.de/fakefinder Den eigenen Newsfeed unter die Lupe nehmen: Was ist wahr, was Betrug und woran kann man was erkennen? Egal ob für sich oder als Klasse oder Gruppe: Challenge annehmen und medienstark spielen! Schule Digitalisierung Artikel Baden-Württemberg news-16524 Fri, 26 Apr 2019 08:25:11 +0200 Deputat runter – Qualität rauf https://www.gew-bw.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/deputat-runter-qualitaet-rauf/ Die GEW fordert bei den Personalratswahlen im Mai: Es ist Zeit für mehr Zeit. Für die Lehrkräfte an Gymnasien bedeutet das, die dauerhafte Überlastung zu beenden und zeitgemäße Rahmenbedingungen zu garantieren. Artikel Gymnasium Baden-Württemberg news-16518 Thu, 25 Apr 2019 09:43:37 +0200 2.000 Gymnasiallehrkräfte ohne Stelle – und trotzdem fällt Unterricht aus https://www.gew-bw.de/presse/detailseite/neuigkeiten/2000-gymnasiallehrkraefte-ohne-stelle-und-trotzdem-faellt-unterricht-aus/ Die GEW fordert von Kultusministerin Susanne Eisenmann, den eingestellten Ausbauplan für die Lehrerreserve wieder aufzunehmen. An Gymnasien könne die Vertretungsreserve sofort ausgebaut werden, sagte die Landesvorsitzende Doro Moritz. Schule Bildung weiter denken Artikel Personalrat Baden-Württemberg news-16503 Wed, 24 Apr 2019 11:39:23 +0200 Ihre Interessenvertretung an Schule, Regierungspräsidium und Kultusministerium https://www.gew-bw.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/ihre-interessenvertretung-an-schule-regierungspraesidium-und-kultusministerium/ Die GEW ist immer an Ihrer Seite mit Beratung, Begleitung und Kompetenz. Wir haben die gesamte Bildungslandschaft im Blick und setzen uns erfolgreich für Ihr Recht ein. Deshalb wählen Gymnasien GEW. Artikel Personalrat Gymnasium Baden-Württemberg news-15569 Tue, 23 Apr 2019 05:00:00 +0200 Das moderne Gymnasium ist machbar https://www.gew-bw.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/das-moderne-gymnasium-ist-machbar/ Arbeitszeit, Medienbildung, Demokratieerziehung – die GEW gestaltet mit beim Gymnasium der Zukunft. Zehn Thesen zur Modernisierung des Gymnasiums. Artikel Gymnasium Baden-Württemberg news-16466 Wed, 17 Apr 2019 11:50:51 +0200 GEW legt Bedarfsprognose vor – und wird von Land bestätigt https://www.gew-bw.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/gew-legt-bedarfsprognose-vor-und-wird-von-land-bestaetigt/ Das Kultusministerium hat die Lehrkräftebedarfsprognose der GEW bestätigt. Die Bildungsgewerkschaft begrüßt, dass die Landesregierung neue Stellen schaffen will – und schlägt weitere Maßnahmen gegen den Lehrermangel an Schulen vor. Bewerbermangel bis 2030

Die Landesregierung muss umgehend dafür sorgen, dass möglichst schnell qualifizierte Lehrkräfte vor allem in den Grundschulen und in der Sonderpädagogik zur Verfügung stehen. Den Berechnungen des KM zufolge, können in diesen beiden Schularten bis 2030 die notwendigen Stellen nicht besetzt werden – es fehlen schlicht die Bewerberinnen und Bewerber.

Wenn die Landesregierung handeln will, gibt es einfache und schnelle Lösungen:

  • Die Bedingungen für das Aufbaustudium Sonderpädagogik verbessern und Lehrkräfte aller Schularten während dieses Studiums bezahlen.
  • Mehr Absolventinnen und Absolventen aus Baden-Württemberg nach dem Lehramtsstudium motivieren, in den Vorbereitungsdienst zu gehen und eine Stelle in Baden-Württemberg anzunehmen. Dafür sind vor allem bessere Arbeitsbedingungen und eine bessere Bezahlung notwendig.
  • Bessere Bedingungen schaffen, damit mehr gymnasiale Lehrkräfte für die Arbeit in den Grundschulen und in der Sonderpädagogik qualifiziert werden.
  • Grundschullehrerinnen und -lehrer nach A 13 bezahlen.
  • Die Studienplätze für Sonderpädagogik erhöhen (seit 2016 unverändert) und den Ausbau der Studienplätze für Grundschule fortsetzen.

Aus Sicht der GEW macht es sich das Kultusministerium zu einfach, wenn es die Schuld am Lehrermangel dem Wissenschaftsministerium und den Hochschulen zuweist. Das Ministerium hat berechnet, dass von 100 Studienanfängerinnen und -anfängern im Lehramt Grundschule nur 55 in den Schuldienst eingestellt ­werden. Wann die 45 anderen ­verschwinden, ist unklar: Während des Studiums? ­Bestehen sie die Prüfungen nicht? Treten sie den Vorbereitungsdienst an? Bestehen sie den Vorbereitungsdienst? Ist der Schuldienst in Baden-Württemberg attraktiv oder gehen sie woanders hin?

Die GEW-Landesvorsitzende Doro Moritz kritisiert die aktuellen Maßnahmen des Kultusministeriums gegen den Lehrermangel als „wenig wirksamen Aktionismus“ und schlägt ein 12-Punkte-Programm zur ­Gewinnung von Lehrkräften vor.

12-Punkte-Programm zur Gewinnung von Lehrkräften

Die GEW schlägt dafür kurzfristig wirksame Maßnahmen gegen den Lehrermangel vor. Dazu gehört eine Erhöhung der Altersermäßigung mindestens ab dem Alter von 63 Jahren. Dadurch soll erreicht werden, dass mehr ­Lehrkräfte bis zur gesetzlichen Altersgrenze im Dienst bleiben. Derzeit arbeiten nur 26 Prozent bis zur gesetzlichen Altersgrenze. Die Erhöhung dieses Prozentsatzes schafft nicht nur zusätzliches Unterrichtsvolumen, sondern trägt sogar zur Senkung der Versorgungsausgaben bei.

Ein zügiger Ausbau der Vertretungsre­serve wäre vor allem in den ­Gymnasien sofort möglich. „Wir haben für viele Fächer genug Bewerberinnen und Bewerber auf dem Arbeitsmarkt. Es ist angesichts der vielen Ausfälle längst überfällig, die feste Vertretungsreserve mit zusätzlichen Planstellen auszubauen und für eine bessere Unterrichtsversorgung zu sorgen“, sagte Moritz.

In der ständigen Lehrerreserve sind 1.666 Stellen, gleichzeitig gibt es pro Schuljahr 6.000 bis 7.000 Lehrkräfte, die längere Zeit ausfallen, die meisten aufgrund von Mutterschutz und Elternzeit. Grüne und SPD hatten sich 2011 auf einen Ausbauplan geeinigt und wollten die Lehrerreserve jährlich um 200 Stellen ausbauen. Der Ausbauplan wurde nach zwei Jahren wieder eingestellt, obwohl die Zahl der Ausfälle weiter steigt.

„Was spricht dagegen, diesen Ausbauplan sofort wieder aufzunehmen? Seitdem ist die Zahl der jungen Lehrkräfte, die Kinder bekommen, weiter gewachsen und die Zahl der Ausfälle steigt kontinuierlich. Gleichzeitig haben im September 2018 2.000 Gymnasiallehrkräfte keine Stelle bekommen“, betonte die GEW-Chefin.

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news-16452 Fri, 12 Apr 2019 13:28:25 +0200 Wahltermine je nach Schulart unterschiedlich https://www.gew-bw.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/wahltermine-je-nach-schulart-unterschiedlich/ Am 6. Mai beginnen die Personalratswahlen an den meisten Schulen im Land. Die beruflichen Schulen starten einen Tag später, am 7. Mai und Gymnasien wählen ab 14. Mai. Die Wahltermine für jede Schulart im Überblick. Berufliche Bildung Schule Mitbestimmung Artikel Schulleitung Personalrat Baden-Württemberg news-16449 Fri, 12 Apr 2019 10:24:41 +0200 Wie die Berufsanerkennung in Baden-Württemberg läuft https://www.gew-bw.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/wie-die-berufsanerkennung-in-baden-wuerttemberg-laeuft/ Die GEW hat mit einer Veranstaltungsreihe Lehrerinnen und Lehrern aus dem Ausland Wege aufgezeigt, wie sie im Südwesten als vollwertige Lehrkraft unterrichten können. Das Interesse am Schuldienst ist groß – und die Hürden sind hoch. Informationen zur finanziellen Unterstützung durch die GEW, erhalten Sie bei Hans Maziol, dem GEW-Landesschatzmeister.

Wenn Sie Interesse an regelmäßigen Informationen zum Thema Diversity, Migration und Lehrberuf haben, können Sie sich bei Susanne Reinig melden.

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news-16405 Mon, 08 Apr 2019 16:20:37 +0200 Wählen gehen! https://www.gew-bw.de/personalratswahl-2019/kandidatinnen-und-kandidaten/ Im Mai 2019 finden in Baden-Württemberg Personalratswahlen im öffentlichen Dienst statt. Die GEW stellt ihre Kandidatinnen und Kandidaten für die Schulen im Land vor. Die zentrale Botschaft lautet: Es ist Zeit für mehr Zeit. Berufliche Bildung Schule Artikel Personalrat Baden-Württemberg news-16385 Fri, 05 Apr 2019 13:07:00 +0200 Übertragung auf Beamte – Nachschlag für Tarifbeschäftigte gefordert https://www.gew-bw.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/uebertragung-auf-beamte-nachschlag-fuer-tarifbeschaeftigte-gefordert/ Das Finanzministerium Baden-Württemberg plant, den Tarifabschluss bei den Ländern auf die Besoldung und die Pensionen zeitgleich zu übertragen. Für die angestellten Lehrkräfte braucht es jetzt eine Zulage. Berufliche Bildung Schule Tarif TV-L Beamte Artikel Baden-Württemberg news-16381 Fri, 05 Apr 2019 10:00:00 +0200 „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut!“ https://www.gew-bw.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/wir-sind-hier-wir-sind-laut-weil-ihr-uns-die-zukunft-klaut/ Nisha Toussaint Teachout, 19, hat die Schule schon hinter sich. Paul Epple, 20, macht eine Ausbildung. Die beiden ­sorgen sich um ihre Zukunft. Nicht erst seit heute, sondern schon seit Jahren. Eine neue Jugendbewegung meldet sich zu Wort. Studium Berufliche Bildung Schule Gesellschaftspolitik Internationales Artikel Schulleitung Ausbildung Junge b+w Baden-Württemberg news-16357 Mon, 01 Apr 2019 15:06:51 +0200 Regierung lehnt Verbesserungen für Fachlehrkräfte und Technische Lehrkräfte ab https://www.gew-bw.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/regierung-lehnt-verbesserungen-fuer-fachlehrkraefte-und-technische-lehrkraefte-ab/ Landtagsabgeordnete von SPD und FDP/DVP haben das Kultusministerium zur aktuellen Situation der Fachlehrkräfte und der Technischen Lehrkräfte angefragt. Damit verbunden war ein Antrag zur Verbesserung, den die Regierungsmehrheit ablehnte. Artikel Technische Lehrer/innen Baden-Württemberg