Zum Inhalt springen

Gute Bildungspolitik geht nur im Dialog und mit Durchsetzungsfähigkeit

GEW erwartet von Landtagsabgeordneten andere Schwerpunktsetzungen

Die GEW setzt auf den Dialog mit der Kultusministerin und der Landesregierung, um die großen Herausforderungen in der Bildungspolitik zu bewältigen. Von den Landtagsabgeordneten der Grünen und der CDU erwartet sie mehr Einsatz für die Bildungspolitik.

„Wir nehmen das Angebot von Kultusministerin Theresa Schopper gerne an, gemeinsam die vielen Baustellen der Bildungspolitik anzupacken, allen voran den Fachkräftemangel. Enttäuscht bin ich von den meisten Landtagsabgeordneten der Grünen und der CDU. Die Bildungspolitik ist das Themengebiet, in dem wir auf Landesebene gestalten können und dringend müssen. Ich habe oft den Eindruck, dass sich in den Fraktionen viele auf ihren persönlichen Spielwiesen bewegen statt sich dafür einzusetzen, dass im Landeshaushalt Bildung endlich Vorfahrt bekommt. 700 neue Stellen sind gut, aber viel zu wenig, wenn wir allein mehrere tausend brauchen, um geflüchtete Schüler*innen zu integrieren und nur die größten Lücken zu stopfen“, sagte am Donnerstag (08.09.) Monika Stein, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Freiburg.

Die GEW hat mehrere kurz- und mittelfristige Maßnahmen vorgeschlagen, um auf den Fachkräftemangel zu reagieren. Dazugehört ein Stufenplan zum Ausbau der ständigen Vertretungsreserve, Qualifizierungsprogramme für Personen, die ohne ausreichende pädagogische Ausbildung bereits in den Schulen arbeiten sowie der schnelle weitere Ausbau von Studienplätzen. „Wir empfehlen den Abgeordneten für ihre Fraktionsklausuren in der nächsten Woche, die Pressetexte des Kultusministeriums und der GEW zum neuen Schuljahr mitzunehmen.

Das alleine wäre Grundlage genug, um zu erkennen, dass bereits im nächsten deutlich mehr für Bildung investiert werden muss“, sagte Stein.

Die GEW setzt sich auch dafür ein, die Schuldenbremse weiter aufzuheben. „Investitionen in Bildung bringen die besten Zinsen“, sagte Stein.

Kontakt
Matthias Schneider
Landesgeschäftsführer
Telefon:  0711 21030-14