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Letzter Tag der Streikwoche GEW ruft Nordwürttemberg zum Streik auf

Einen Tag vor der dritten und möglicherweise entscheidenden Verhandlungsrunde haben über 500 Landesbeschäftigte an der Kundgebung von ver.di und GEW in Stuttgart teilgenommen. Sie fordern unter anderem Dauerstellen statt befristeter Verträge.

26.11.2021 - GEW-Pressemitteilung

Einen Tag vor dem Start der dritten und möglicherweise entscheidenden Verhandlungsrunde in Potsdam haben über 500 Beschäftigte aus allen Bereichen des Landesdienstes an der Kundgebung von ver.di und GEW in Stuttgart teilgenommen. Die GEW hatte die Tarifbeschäftigten an den Schulen, Schulkindergärten und Hochschulen im GEW Bezirk Nordwürttemberg aufgerufen. Auf der Kundgebung vor dem Finanzministerium in Stuttgart machten die Streikenden noch einmal lautstark auf ihre Forderung nach fünf Prozent, mindestens 150 Euro mehr Gehalt, aufmerksam. Wie schon in den vergangenen Tagen kam es durch die Streiks an einigen Schulen zu Unterrichtsausfällen.

„Wir Lehrkräfte haben in der Pandemie die pädagogischen Einrichtungen am Laufen gehalten. Wir sind permanent an die Grenze der Belastbarkeit und viele von uns darüber hinaus gegangen. Wir haben unsere Pflicht erfüllt, jetzt sind die Arbeitgeber dran“, sagte Farina Semler, angestellte Gymnasiallehrerin und stellvertretende Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg, auf der Kundgebung in Stuttgart.



Farina Semler forderte in ihrer Rede ein Ende der Befristungspraxis der Landesregierung: „Für die Wissenschaftler*innen an Hochschulen und Forschungseinrichtungen fordere ich Dauerstellen statt reihenweise befristeter Verträge. Und auch die über 4.000 befristeten Lehrkräfte an den Schulen, die regelmäßig zu den Sommerferien entlassen werden, brauchen unbefristete Arbeitsverträge. Diese Kolleg*innen halten den Schulbetrieb mit aufrecht. Sie mit Fristverträgen abzuspeisen ist ein Skandal.“

Die Verhandlungen gehen am 27. und 28. November in die dritte Verhandlungsrunde. Die GEW hat in dieser Woche bereits am Montag (22. November) in Mittelbaden, am Dienstag (23. November) in Südwürttemberg, am Mittwoch (24. November) in Südbaden und gestern (25. November) zu regionalen Streiks in Nordbaden und erneut in Südwürttemberg aufgerufen.