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21 Prozent weniger ausländische Studierende aus Nicht-EU-Ländern

08.05.2018 - GEW-Pressemitteilung

Seit einem Jahr gibt es Studiengebühren für Nicht-EU-Studierende in Baden-Württemberg. Das hat deutlich weniger internationale Studierende zur Folge. Die GEW fordert von der Landesregierung, die Hochschul-Maut zu stoppen.

Die Bildungsgewerkschaft GEW setzt sich dafür ein, keine Studiengebühren für ausländische Studierende mehr zu erheben.

„Ein Jahr Studiengebühren hat gezeigt, dass Gebühren dazu führen, dass die Zahl der internationalen Studierenden aus Nicht-EU-Ländern um 21 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen ist und vielen Studierenden ein Studium in Baden-Württemberg verwehrt bleibt. Das ist ein Armutszeugnis für das Exportland Baden-Württemberg. Unser Wohlstand beruht auf den internationalen Beziehungen. Die Hochschul-Maut muss gestoppt werden“, sagte Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), in Stuttgart.

Vor einem Jahr beschloss die grün-schwarze Landesregierung in Baden-Württemberg trotz heftigen Widerstandes die Einführung von Studiengebühren für Nicht-EU-Studierende in Höhe von 1.500 Euro sowie Zweitstudiengebühren in Höhe von 650 Euro pro Semester. Gegenüber dem Wintersemester 2016/17 sank die Anzahl der Nicht-EU-Studienanfänger/innen um 21 Prozent von 7.700 auf 6.080 Personen.

„Wer Internationalisierung fordert, kann nicht gleichzeitig Gebühren von Studierenden aus anderen Ländern verlangen. Diese Hochschul-Maut für internationale Studierende in Zeiten des aufkeimenden Rechtspopulismus ist auch politisch gefährlich“, sagte Moritz.

Die Bildungsgewerkschaft GEW stellt sich gegen jede Form von Studiengebühren und unterstützt, dass betroffene Studierende bereits im August 2017 Klagen vor den Verwaltungsgerichten in Freiburg, Karlsruhe und Stuttgart eingereicht haben. Jetzt haben zwei Studierende Beschwerde beim Verfassungsgerichtshof eingereicht.

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