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3.000 Hauptschullehrkräfte auf dem Abstellgleis

08.01.2018 - GEW-Pressemitteilung

Aktion an Stuttgarter Haupt-/Werkrealschule:

3.000 Hauptschullehrkräfte auf dem Abstellgleis

 

Gruppen-Versetzungsantrag: Ein Drittel der Lehrer/innen will die Schule verlassen

An einer Stuttgarter Haupt- und Werkrealschule hat heute ein Drittel des Lehrerkollegiums die Versetzung beantragt. Die GEW rechnet landesweit mit weiteren Anträgen, „denn 3.000 bis 4.000 Hauptschullehrkräfte im Land sind von der Landesregierung aufs Abstellgleis geschoben worden“, sagte am Montag (08.01.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der GEW Baden-Württemberg.

Hauptschullehrkräften an Haupt- und Werkrealschulen wird von der grün-schwarzen Landesregierung die Teilnahme an einem Qualifizierungsprogramm und der damit verbundenen Aufstiegsmöglichkeit in die Besoldungsstufe A13 verweigert. „Alle Hauptschullehrkräfte, die an Gemeinschaftsschulen, an SBBZ oder Realschulen arbeiten oder dorthin wechseln, können sich weiterqualifizieren. Neu eingestellte Lehrerinnen und Lehrer erhalten sofort A13 und verdienen pro Monat 400 bis 500 Euro mehr als ihre Kolleginnen und Kollegen, die zum Teil 30 bis 40 Jahre Berufserfahrung mitbringen. Wir erwarten, dass die Landesregierung diese massive Benachteiligung sofort beendet“, sagte Moritz.

An der Bismarckschule in Stuttgart-Feuerbach haben heute 13 von 37 Lehrkräften die Versetzung an eine andere Schule für das nächste Schuljahr beantragt.

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