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Kleine GrundschulenAlle Schulleitungen haben mindestens A 13 verdient

Die GEW kritisiert, wie das Land mit den Schulleitungen kleiner Grundschulen umgeht. Die Bezahlung für das Leitungspersonal sei schlecht und das Konzept zur Stärkung der Schulleitungen stünde immer noch aus, so Landesvorsitzende Doro Moritz.

29.03.2019 - GEW-Pressemitteilung

„In welchen Unternehmen würde jemand eine Leitungsfunktion für nur 174,71 Euro brutto im Monat übernehmen? Genau das erwartet die Landesregierung von den Schulleitungen kleiner Schulen. Das ist ein inakzeptabler Umgang mit Führungskräften, den angesichts voller Kassen niemand versteht.

Der Unmut bei den Chefinnen und Chefs in Schulen ist groß, dass es Finanzministerin Sitzmann und Kultusministerin Eisenmann seit vielen Monaten nicht gelingt, sich auf ein Konzept zur Stärkung der Schulleitungen zu verständigen. So wie die Landesregierung in der Bildungspolitik arbeitet, könnte keine Schulleitung ihren Job machen“, sagte Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg, in Stuttgart.

Die GEW-Chefin kritisiert, dass jetzt auch versucht werde, die Schließung kleiner Grundschulen durch eine schlechtere Bezahlung der Schulleitungen zu erzwingen. „Das ist eine ärmliche und mutlose Bildungspolitik, wieder einmal auf dem Rücken der Beschäftigten. Entweder es gilt der Grundsatz der wohnortnahen Schule oder Grüne und CDU müssten seriöse Konzepte zur Schulentwicklungsplanung sowie zur Schließung von Grundschulen vorlegen“, so Moritz.

Schulleitungen sind Grundpfeiler für gute Arbeit an Schulen

Die Schulen in Baden-Württemberg warten seit über einem Jahr auf das mehrfach von Kultusministerin Susanne Eisenmann angekündigte Konzept zur Stärkung der Schulleitungen. Die Bildungsgewerkschaft setzt sich dafür ein, dass neben der besseren Bezahlung mit mindestens Besoldungsgruppe A 13 die Leitungszeit sofort erhöht wird.

„Die große Überlastung vor allem der Grundschulen mit ihren vielfältigen Herausforderungen ist dem Kultusministerium seit Jahren bekannt. Kultusministerin Eisenmann macht die Entlastung der Schulleitung von einer besseren Unterrichtsversorgung abhängig. Der Ausbau der Studienplätze muss weitergehen. Die Verbesserung der Situation der Schulleitungen kostet Geld und sie kostet Lehrerwochenstunden. Beides ist gut investiert, weil gute Schulleitungen der Grundpfeiler für gute Arbeit an den Schulen sind“, sagte die Landesvorsitzende.

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