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Beratung der Lehrer/innen wird ernst genommen

„Angesichts der kontinuierlichen Veränderungen der Übergangszahlen und damit der Schullandschaft stehen alle weiterführenden Schulen vor großen Herausforderungen, für die sie die richtige Unterstützung benötigen."

20.05.2015

(Zumeldung PM KM, 20.05.15: Übergangszahlen)

Hohe Herausforderung für weiterführende Schulen – Unterstützung nötig

Stuttgart – „Angesichts der kontinuierlichen Veränderungen der Übergangszahlen und damit der Schullandschaft stehen alle weiterführenden Schulen vor großen Herausforderungen, für die sie die richtige Unterstützung benötigen. Die Entscheidung der grün-roten Landesregierung, neue Lehrerstellen zu schaffen statt Lehrerstellen zu streichen, kam zwar spät, ist aber das richtige Signal für die Lehrerinnen und Lehrer, Schüler und Eltern“, sagte am Mittwoch (20.05.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

Die GEW wertet die Abschaffung der Verbindlichkeit der Grundschulempfehlung als richtigen Schritt. „Viele Lehrerinnen und Lehrer aus den Grundschulen berichten, dass sich das Verhältnis zwischen Eltern und Lehrer/innen durch die Neuregelung verbessert habe. Eltern kommen offener als in den Vorjahren in die Sprechstunden und haben die Beratung durch die pädagogischen Profis sehr ernst genommen. Dass die Lehrkräfte ihre Verantwortung wahrnehmen, wird auch daran sichtbar, dass der Anteil der Gymnasialempfehlungen mit dem Wegfall der Verbindlichkeit der Grundschulempfehlung zurückgegangen ist. Die Befürchtung, dass Eltern ihre Kinder überfordern, hat sich nicht bestätigt.
Bereits unter der CDU-/FDP-Landesregierung zeichnete sich klar ab, dass sich Eltern gegen die Hauptschule entscheiden und damit die starre Schulstruktur in Frage stellen. Daran konnte auch die engagierte Arbeit der Lehrkräfte nichts ändern“, sagte Moritz.

Insbesondere die Realschulen, an denen jeweils etwa ein Viertel der Fünftklässler eine Haupt-/Werkrealschulempfehlung oder eine Gymnasialempfehlung mitbringen, brauchen nach Ansicht der GEW mehr Zeit, qualifizierte Begleitung und Fortbildungen, um Schüler gut begleiten und fördern zu können. Die GEW setzt sich dafür ein, dass die G9-Gymnasien nicht weiter ausgebaut werden, sondern die G8-Gymnasien im Südwesten endlich die im Koalitionsvertrag versprochene Unter-stützung erhalten.

Die GEW setzt sich dafür ein, das gewachsene Vertrauen in die neuen Gemeinschaftsschulen auszubauen und die Schulen intensiver zu unterstützen.
„Die Übergangszahlen zeigen auch, dass Gemeinschaftsschulen auf gute Akzeptanz bei den Eltern stoßen“, sagte Moritz.

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