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Warnstreikwelle geht weiterBeschäftigte in ganz Württemberg fordern bessere Bezahlung

Die GEW hat gemeinsam mit den anderen Gewerkschaften zu einem Warnstreik in Württemberg aufgerufen. Dem Aufruf sind Beschäftigte aus allen Landeseinrichtungen gefolgt. An der Kundgebung in Stuttgart nahmen 1.200 Personen teil.

25.02.2019 - GEW-Pressemitteilung

In Württemberg haben sich heute Beschäftigte aus allen Landeseinrichtungen an dem von ver.di, GEW, GdP und IG Bau ausgerufenen Warnstreik beteiligt. Dem Streikaufruf sind auch mehrere hundert angestellte Lehrkräfte und Erzieher/innen im Schuldienst sowie viele Hochschulbeschäftigte gefolgt. An der Kundgebung in Stuttgart nahmen 1.200 Personen teil.

„Wenn die Verhandlungen am Donnerstag in Potsdam weitergehen, hat das Pokerspiel der Arbeitgeber ein Ende. Dann heißt es Farbe bekennen. Wir brauchen eine kräftige Lohnerhöhung, die der Leistung der Kolleginnen und Kollegen gerecht wird. Außerdem sind dringend strukturelle Verbesserungen bei der Eingruppierung notwendig, um den Landesdienst dauerhaft gerechter und attraktiver zu machen. Bei den angestellten Lehrkräften muss die Paralleltabelle zu den Beamtinnen und Beamten vollständig umgesetzt werden. Für die Erzieherinnen und Erzieher in den Heimsonderschulen darf die Anhebung der Bezahlung auf das deutlich höhere Niveau ihrer Kolleginnen und Kollegen bei den Kommunen nicht länger aufgeschoben werden. Geld ist aber nicht alles. Die Arbeitgeber müssen dem Versprechen von sicheren Arbeitsplätzen im öffentlichen Dienst Taten folgen lassen. Die hohe Zahl der Befristungen ist ein Skandal“, sagte Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg, bei der Kundgebung in Stuttgart.

Mehr Geld für Alltag, Wohnen und Freizeit

Am Dienstag, 26. Februar, ruft die GEW ihre angestellten Mitglieder an den Schulen und Hochschulen in der Rhein-Neckar-Region zum Warnstreik auf. Betroffen sind unter anderem Mannheim, Heidelberg und die Landkreise Rhein-Neckar und Neckar-Odenwald.

Die dritte Verhandlungsrunde findet in Potsdam am 28. Februar und 1. März statt. „Mit dem Rückenwind aus starken Warnstreikwochen, mit dem Rückenwind, den ihr uns gebt, fahren wir nach Potsdam. Die Kassen in den Haushalten der Länder sind voll. Wir wollen mit einer Gehaltserhöhung zurückkommen, die euch den Alltag, das Wohnen, und die Freizeit leichter macht“, so Moritz.

Die GEW fordert gemeinsam mit ver.di, IG BAU und GdP eine Lohnerhöhung von sechs Prozent, mindestens 200 Euro und weitere Verbesserungen. Für die tarifbeschäftigten Lehrkräfte erwartet die GEW, dass eine „Paralleltabelle“ eingeführt wird, mit der die Entgeltgruppen EG 9 bis EG 12 den nummerisch gleichen Besoldungsgruppen A 9 bis A 12 bei der Beamtenbesoldung zugeordnet werden. Angestellte Lehrkräfte an Grund und Haupt-/Werkrealschulen sind eine Gruppe schlechter eingruppiert als Beamte. Außerdem will die GEW, dass die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst der Länder auf das Gehaltsniveau bei den Kommunen angehoben werden.

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