GEW Baden-Württemberg
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Landesweite GEW-Tagung Bis 2026 Schuldenbremse aufheben und in Bildung investieren

Die GEW macht sich dafür stark, dass die neue Landesregierung bis 2026 die Schuldenbremse aufhebt und deutlich mehr in Bildung investiert.

10.02.2021 - GEW-Pressemitteilung

„Auch ohne Corona wäre der Alltag in den Klassenzimmern in den nächsten Jahren von Lehrermangel, weiterhin mangelhafter digitaler Ausstattung und weiter zunehmender Bildungsungerechtigkeit geprägt. Wir brauchen mehr Studienplätze, zusätzliche Lehrerstellen und eine Entlastung der Schulleitung-Teams. Die Folgen von Corona werden noch viele Schuljahre in unseren 4.500 Schulen zu spüren sein. Die neue Landesregierung steht in der Verantwortung, durch zusätzliches Personal wie Lehrkräfte, Pädagogische Assistenzen, Schulsozialarbeiterinnen und Schulpsychologen dieser Schülergeneration gute Startchancen zu garantieren. Das ist zugleich auch die beste Investition für das ganze Land Baden-Württemberg“, sagte Monika Stein, Landesvorsitzende der GEW am Mittwoch (10.02.) bei einer Online-Tagung in Stuttgart.

An der Online-Tagung unter dem Titel „Unterrichten in BW – Frust oder Lust? - Bilanz von fünf Jahren grün-schwarzer Bildungspolitik“ nahmen heute rund 300 Vertrauensleute und Personalrät*innen aus allen Schularten aus ganz Baden-Württemberg teil. Nachmittags waren die bildungspolitischen Sprecher*innen der Grünen, CDU, SPD, FDP und die Landessprecherin der Linken zur Diskussion mit der GEW eingeladen.

Die GEW, mit gut 50.000 Mitgliedern die größte bildungspolitische Interessenvertretung im Südwesten, kritisiert das „Corona-Chaos“ der Landesregierung in der Bildungspolitik und setzt sich für schnelle und klare Konzepte für das ganze Schuljahr ein.

„Unsere Vorschläge sind seit Monaten bekannt. Alle hoffen, dass die Infektionszahlen weitere Kita- und Schulöffnungen ab 22. Februar möglich machen. Damit das überhaupt möglich sein kann, brauchen wir mehr Testmöglichkeiten für Beschäftigte in Kitas und Schulen, aber auch für die Kinder und Jugendlichen. Außerdem müssen Kultus- und Sozialministerium gemeinsam sicherstellen, dass zertifizierte Masken vorhanden sind und Sicherheitsmaßnahmen wie Luftreinigungssysteme verbessert werden. Und noch immer warten die Schulen auf klare Konzepte für den Wechselunterricht und Konzepte für die verbleibenden 20 Schulwochen. Warum gibt es kein zusätzliches Personal wie Pädagogische Assistenzen und keine Lehramtsstudierende zur Unterstützung? Schulleitungen müssen vom Unterricht frei gestellt werden, damit sie die vielen offenen Fragen bis zum Beginn der Sommerferien am 29. Juli bearbeiten können“, sagte Stein.

Bei allen Entscheidungen müsse immer gelten: „Die Sicherheit von Kindern, Jugendlichen und den pädagogischen Profis in Kitas und Schulen muss immer unser höchstes Ziel sein.“